In Japan gibt es kein Trinkgeld, auch in Onsen-Ryokan ist es nicht nötig; Service ist im Übernachtungspreis enthalten. Die Tradition der freiwilligen "Kokorozuke"-Zuwendung, warum sie heute nicht erwartet wird, und der Vergleich mit ausländischer Trinkgeldkultur werden nüchtern erklärt.
Veröffentlicht: 28.06.2026
In Japan gibt es kein Trinkgeld, auch in Onsen-Ryokan ist es nicht nötig; Service ist im Übernachtungspreis enthalten. Die Tradition der freiwilligen "Kokorozuke"-Zuwendung, warum sie heute nicht erwartet wird, und der Vergleich mit ausländischer Trinkgeldkultur werden nüchtern erklärt.
Veröffentlicht: 28.06.2026
Braucht man im Onsen-Ryokan Trinkgeld? Die kurze Antwort: In Japan gibt es keine Trinkgeldkultur, und auch im Onsen-Ryokan ist Trinkgeld nicht nötig. Weder für die Nakai, die Sie ins Zimmer begleitet, noch für das Personal, das das Essen serviert, oder die Mitarbeitenden an der Rezeption müssen Sie zusätzlich Geld geben. Anders als in Restaurants oder Hotels in Europa und den USA ist es in Japan nicht üblich, Service mit einem Aufschlag zu belohnen. Die Kosten für den Service sind bereits im Übernachtungspreis enthalten.
Es gibt jedoch die traditionelle Gepflogenheit namens "Kokorozuke", eine freiwillige Zuwendung an die Nakai. Gerade deshalb fragen sich Besucher aus dem Ausland oft, ob man doch etwas geben sollte. In diesem Artikel ordnen wir neutral ein, warum Trinkgeld in Japan nicht erforderlich ist, was Kokorozuke bedeutet, wie diese Tradition heute behandelt wird und worin sie sich von der Trinkgeldkultur im Ausland unterscheidet. Da Preise und Hausregeln je nach Unterkunft variieren, sind die folgenden Hinweise nur allgemeine Orientierung. Am Ende gilt immer die Information des jeweiligen Hauses.
Dieser Artikel beschreibt allgemeine Gepflogenheiten neutral und garantiert keine Richtlinien oder Reaktionen einer bestimmten Unterkunft. Der Umgang mit Kokorozuke und die Annahme können von Unterkunft zu Unterkunft unterschiedlich sein.
In Japan gibt man grundsätzlich weder in Restaurants noch in Unterkünften oder Taxis Trinkgeld. Der Grund ist, dass Service als bereits im ausgewiesenen Preis enthalten gilt. Guter Kundenservice ist Teil des Produkts oder der Dienstleistung, nicht etwas, wofür man zusätzlich bezahlt.
Das gilt auch für Onsen-Ryokan. Dass eine Nakai Sie bis zum Zimmer begleitet, Futons auslegt oder Mahlzeiten serviert, ist bereits in der Übernachtungsgebühr enthalten. Dafür ist kein zusätzliches Trinkgeld nötig, und ohne Trinkgeld ändert sich der Service nicht. Dass man auch ohne Trinkgeld höflich bedient wird, liegt daran, dass diese Leistung von Anfang an im Preis einkalkuliert ist.
Auf der Rechnung können zwar Posten wie "Servicegebühr" oder "Badeabgabe" auftauchen. Die Servicegebühr ist ein vom Haus zur Übernachtungsgebühr hinzugefügter Prozentsatz, meist im niedrigen einstelligen Bereich und je nach Unterkunft unterschiedlich. Auch sie ist im weiteren Sinn bereits eine in den Preis eingerechnete Gegenleistung für den Service. Mit anderen Worten: Die Bezahlung für den Service ist bereits abgegolten, und Trinkgeld ist nicht zusätzlich vorgesehen. Die Badeabgabe ist hingegen eine kommunale Steuer mit anderer Funktion als Übernachtungspreis oder Servicegebühr. Mehr dazu erfahren Sie unter Was ist die Onsen-Steuer?.
Neben Trinkgeld gibt es in japanischen Ryokan die Tradition des "Kokorozuke". Gemeint ist eine freiwillige Zuwendung an die Nakai, meist als Dank dafür, dass sie einen während des Aufenthalts betreut hat oder betreut. Es ist weniger als Gegenleistung für Service gedacht, sondern eher als kleine Geste des Dankes.
Traditionell legte man neues Geld in ein kleines Umschlagpapier und übergab es der Nakai bei der Ankunft im Zimmer, oft beim ersten Gruß. Es handelt sich nicht um etwas, das man bei jedem Servieren des Essens gibt, sondern eher um eine einmalige Aufmerksamkeit für die zuständige Person während des Aufenthalts. Eine feste Summe gibt es nicht, aber die übliche Vorstellung bewegt sich nur im Bereich einer kleinen Gabe.
Wichtig ist: Das ist eine traditionelle Gepflogenheit und heute nicht verpflichtend. Wie unten erläutert, ist es überhaupt nicht unhöflich, nichts zu geben, und immer mehr Gäste geben ohnehin nichts. Man muss Kokorozuke nicht als eine Gebühr missverstehen, die man bezahlen muss.
In heutigen Onsen-Ryokan ist die Realität meist: Kokorozuke kann gegeben werden, muss aber nicht. Die Vorstellung, dass man ohne diese Gabe unhöflich wäre, ist weitgehend verblasst, und viele Gäste bereiten gar nichts vor. Trotzdem erhalten sie ganz normal höfliche und aufmerksame Gastlichkeit.
Zunehmend gibt es auch Häuser, die klar keine Zuwendungen annehmen. Sie setzen konsequent darauf, dass bereits alles im Preis enthalten ist, und untersagen ihren Mitarbeitenden, Bargeld oder Geschenke individuell anzunehmen. In solchen Häusern wird Kokorozuke sogar höflich abgelehnt. Falls das passiert, sollte man nicht darauf bestehen, sondern den Dank einfach mit Worten ausdrücken.
Gerade für Besucher aus dem Ausland ist die Hürde groß, einen passenden Umschlag und neues Geld vorzubereiten. Dafür müssen Sie sich keinesfalls schämen. Dankbarkeit zeigt man in Japan nicht über Trinkgeld oder Kokorozuke, sondern durch höfliches Verhalten und ein einfaches "Danke". Wenn Sie sich beim Japanisch unsicher fühlen, kann auch Vorbereitung für Onsen-Ryokan trotz wenig Japanisch hilfreich sein.
Hier eine grobe Übersicht für typische Situationen. Die folgende Tabelle ist nur ein allgemeiner Richtwert, denn das tatsächliche Vorgehen hängt vom Haus ab.
| Situation | Nötig? | Hinweis |
|---|---|---|
| Von einer Nakai ins Zimmer begleitet werden | Nein | Im Preis enthalten. Kokorozuke ist freiwillig |
| Mahlzeiten serviert bekommen | Nein | Keine zusätzliche Gabe pro Service |
| Futons auslegen lassen | Nein | Teil des normalen Services |
| Gepäck tragen lassen | Nein | Trinkgeld ist nicht vorgesehen |
| Abholung oder Shuttle nutzen | Nein | Oft ist auch der Transfer selbst kostenlos |
| Bei einer besonderen Bitte geholfen bekommen | Optional | Manche geben als Dank Kokorozuke, Pflicht ist es nicht |
| Kokorozuke wurde abgelehnt | Nicht geben | Das Haus nimmt nichts an. Ein mündlicher Dank reicht aus |
Wie die Tabelle zeigt, sind in den meisten Situationen weder Trinkgeld noch Kokorozuke nötig. Dass Kokorozuke als "optional" bleibt, betrifft nur sehr begrenzte Fälle, etwa wenn man das Gefühl hat, besonders unterstützt worden zu sein. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie nichts geben, machen Sie nichts falsch.
Der Hauptgrund für Verunsicherung bei Besuchern ist, dass Trinkgeld in ihren Heimatländern üblich ist. Die folgende Tabelle stellt die im Ausland verbreitete Praxis der japanischen gegenüber, neutral und grob zusammengefasst. Da es regionale und situationsabhängige Unterschiede gibt, ist dies nur ein allgemeiner Trend.
| Situation | Europa/USA u. a. | Japan |
|---|---|---|
| Restaurantessen | Oft wird ein prozentualer Aufschlag als Trinkgeld erwartet | Kein Trinkgeld. Im Preis enthalten |
| Hotelzimmer- und Gepäckservice | In vielen Regionen ist ein kleines Trinkgeld üblich | Nicht nötig. Kokorozuke ist nur Tradition |
| Taxi | In manchen Regionen wird aufgerundet oder ein kleiner Betrag gegeben | Nicht nötig |
| Dank für Service | Häufig über die Höhe des Trinkgelds | Meist durch Worte und Verhalten |
In Europa und den USA ist Trinkgeld teils fest in das Einkommen der Beschäftigten eingebaut. Dort kann es unhöflich wirken, nichts zu geben. In Japan ist es genau umgekehrt: Nichts zu geben ist normal, und ein Geldschein kann die andere Person sogar verwirren. Die Annahme "kein Trinkgeld = unhöflich" können Sie in Japan also getrost ablegen.
Auch wenn das Ziel dasselbe ist, nämlich Dank auszudrücken, unterscheiden sich die Mittel von Land zu Land. In Japan sind diese Mittel nicht Trinkgeld, sondern höfliche Worte und respektvolles Verhalten.
Auch ohne Trinkgeld oder Kokorozuke können Sie Dank zeigen. Am einfachsten ist es, beim Auschecken oder in einer unterstützenden Situation einfach "Vielen Dank" zu sagen. In Japan ist das die natürlichste und zuverlässigste Art, Dankbarkeit auszudrücken.
Wenn Sie dennoch etwas in materieller Form geben möchten, bleibt Kokorozuke eine Möglichkeit. In diesem Fall ist es wichtig, eine Ablehnung nicht persönlich zu nehmen und nichts aufzudrängen. Häuser, die keine Zuwendungen annehmen, sind nicht selten, und eine Ablehnung bedeutet nicht, dass Ihre Geste abgewertet wird. Ob Sie etwas geben oder nicht, ändert nichts an Ihrem Aufenthaltserlebnis oder dem Service.
Allgemeine Tipps für den Aufenthalt im Ryokan finden Sie unter Wie man ein Onsen-Ryokan genießt, und eine praktische Vorbereitung vor der Buchung gibt es in Checkliste vor der Ryokan-Buchung. Wichtiger als Trinkgeldfragen ist es, diese Grundlagen zu kennen, damit Ihr Aufenthalt angenehm wird.
Nein, das ist nicht nötig. In Japan gibt es keine Trinkgeldkultur, und die Betreuung durch die Nakai ist im Übernachtungspreis enthalten. Es gibt zwar die freiwillige Tradition des Kokorozuke, aber heute ist es überhaupt nicht unhöflich, nichts zu geben. Viele Gäste geben nichts und werden trotzdem sehr freundlich betreut.
Nein. Immer mehr Häuser nehmen keine Zuwendungen an, und wenn etwas abgelehnt wird, liegt das an der Haltung des Hauses. Ihre Geste wird damit nicht zurückgewiesen. Bestehen Sie nicht darauf, sondern bedanken Sie sich einfach mit Worten.
Richtig, dann braucht man kein Trinkgeld. Die Servicegebühr ist ein vom Haus zusätzlich berechneter Anteil und ebenfalls bereits eine in den Preis eingerechnete Gegenleistung. Ob es eine Servicegebühr gibt oder nicht: Ein Trinkgeld ist darüber hinaus nicht vorgesehen. Die Badeabgabe ist eine kommunale Steuer mit anderer Funktion als die Servicegebühr; erklärt wird das unter Was ist die Onsen-Steuer?.
Es gibt keine feste Summe. Selbst die traditionellen Vorstellungen sprechen nur von einer kleinen Gabe. Üblich war es, Bargeld in ein kleines Umschlagpapier zu legen und es bei der Ankunft im Zimmer der zuständigen Nakai diskret zu überreichen, aber das ist nicht Pflicht. Sie müssen sich nicht stressen, wenn Sie die Etikette nicht perfekt erfüllen können. Es ist völlig in Ordnung, nichts zu geben.
Ja, absolut. In Japan ist es normal, kein Trinkgeld zu geben, und es gilt nicht als unhöflich. Im Gegenteil, wenn Sie Geld geben wollen, kann das die andere Person eher verunsichern. Es ist hilfreich, sich zu merken: Dank zeigt man in Japan meist durch Worte und Auftreten, nicht durch Trinkgeld.
Im Onsen-Ryokan ist Trinkgeld nicht nötig. In Japan gibt es keine Trinkgeldkultur, und der Service von Nakai und Personal ist bereits im Übernachtungspreis enthalten. Die freiwillige Zuwendung namens Kokorozuke existiert zwar als Tradition, ist heute aber nicht verpflichtend, und es ist keineswegs unhöflich, nichts zu geben. Viele Häuser nehmen Zuwendungen ohnehin nicht an. In solchen Fällen genügt es, sich einfach mit Worten zu bedanken.
Wer aus einem Land mit Trinkgeldkultur kommt, ist oft unsicher, aber die Annahme "nichts geben = unhöflich" können Sie in Japan getrost loslassen. Hier zeigt man Dankbarkeit meist nicht mit Geld, sondern mit höflichen Worten und respektvollem Verhalten. Anstatt sich über Trinkgeld zu sorgen, lohnt es sich, Wie man ein Onsen-Ryokan genießt und Checkliste vor der Ryokan-Buchung zu lesen und den Aufenthalt selbst zu genießen.
Braucht man im Onsen-Ryokan Trinkgeld? Die kurze Antwort: In Japan gibt es keine Trinkgeldkultur, und auch im Onsen-Ryokan ist Trinkgeld nicht nötig. Weder für die Nakai, die Sie ins Zimmer begleitet, noch für das Personal, das das Essen serviert, oder die Mitarbeitenden an der Rezeption müssen Sie zusätzlich Geld geben. Anders als in Restaurants oder Hotels in Europa und den USA ist es in Japan nicht üblich, Service mit einem Aufschlag zu belohnen. Die Kosten für den Service sind bereits im Übernachtungspreis enthalten.
Es gibt jedoch die traditionelle Gepflogenheit namens "Kokorozuke", eine freiwillige Zuwendung an die Nakai. Gerade deshalb fragen sich Besucher aus dem Ausland oft, ob man doch etwas geben sollte. In diesem Artikel ordnen wir neutral ein, warum Trinkgeld in Japan nicht erforderlich ist, was Kokorozuke bedeutet, wie diese Tradition heute behandelt wird und worin sie sich von der Trinkgeldkultur im Ausland unterscheidet. Da Preise und Hausregeln je nach Unterkunft variieren, sind die folgenden Hinweise nur allgemeine Orientierung. Am Ende gilt immer die Information des jeweiligen Hauses.
Dieser Artikel beschreibt allgemeine Gepflogenheiten neutral und garantiert keine Richtlinien oder Reaktionen einer bestimmten Unterkunft. Der Umgang mit Kokorozuke und die Annahme können von Unterkunft zu Unterkunft unterschiedlich sein.
In Japan gibt man grundsätzlich weder in Restaurants noch in Unterkünften oder Taxis Trinkgeld. Der Grund ist, dass Service als bereits im ausgewiesenen Preis enthalten gilt. Guter Kundenservice ist Teil des Produkts oder der Dienstleistung, nicht etwas, wofür man zusätzlich bezahlt.
Das gilt auch für Onsen-Ryokan. Dass eine Nakai Sie bis zum Zimmer begleitet, Futons auslegt oder Mahlzeiten serviert, ist bereits in der Übernachtungsgebühr enthalten. Dafür ist kein zusätzliches Trinkgeld nötig, und ohne Trinkgeld ändert sich der Service nicht. Dass man auch ohne Trinkgeld höflich bedient wird, liegt daran, dass diese Leistung von Anfang an im Preis einkalkuliert ist.
Auf der Rechnung können zwar Posten wie "Servicegebühr" oder "Badeabgabe" auftauchen. Die Servicegebühr ist ein vom Haus zur Übernachtungsgebühr hinzugefügter Prozentsatz, meist im niedrigen einstelligen Bereich und je nach Unterkunft unterschiedlich. Auch sie ist im weiteren Sinn bereits eine in den Preis eingerechnete Gegenleistung für den Service. Mit anderen Worten: Die Bezahlung für den Service ist bereits abgegolten, und Trinkgeld ist nicht zusätzlich vorgesehen. Die Badeabgabe ist hingegen eine kommunale Steuer mit anderer Funktion als Übernachtungspreis oder Servicegebühr. Mehr dazu erfahren Sie unter Was ist die Onsen-Steuer?.
Neben Trinkgeld gibt es in japanischen Ryokan die Tradition des "Kokorozuke". Gemeint ist eine freiwillige Zuwendung an die Nakai, meist als Dank dafür, dass sie einen während des Aufenthalts betreut hat oder betreut. Es ist weniger als Gegenleistung für Service gedacht, sondern eher als kleine Geste des Dankes.
Traditionell legte man neues Geld in ein kleines Umschlagpapier und übergab es der Nakai bei der Ankunft im Zimmer, oft beim ersten Gruß. Es handelt sich nicht um etwas, das man bei jedem Servieren des Essens gibt, sondern eher um eine einmalige Aufmerksamkeit für die zuständige Person während des Aufenthalts. Eine feste Summe gibt es nicht, aber die übliche Vorstellung bewegt sich nur im Bereich einer kleinen Gabe.
Wichtig ist: Das ist eine traditionelle Gepflogenheit und heute nicht verpflichtend. Wie unten erläutert, ist es überhaupt nicht unhöflich, nichts zu geben, und immer mehr Gäste geben ohnehin nichts. Man muss Kokorozuke nicht als eine Gebühr missverstehen, die man bezahlen muss.
In heutigen Onsen-Ryokan ist die Realität meist: Kokorozuke kann gegeben werden, muss aber nicht. Die Vorstellung, dass man ohne diese Gabe unhöflich wäre, ist weitgehend verblasst, und viele Gäste bereiten gar nichts vor. Trotzdem erhalten sie ganz normal höfliche und aufmerksame Gastlichkeit.
Zunehmend gibt es auch Häuser, die klar keine Zuwendungen annehmen. Sie setzen konsequent darauf, dass bereits alles im Preis enthalten ist, und untersagen ihren Mitarbeitenden, Bargeld oder Geschenke individuell anzunehmen. In solchen Häusern wird Kokorozuke sogar höflich abgelehnt. Falls das passiert, sollte man nicht darauf bestehen, sondern den Dank einfach mit Worten ausdrücken.
Gerade für Besucher aus dem Ausland ist die Hürde groß, einen passenden Umschlag und neues Geld vorzubereiten. Dafür müssen Sie sich keinesfalls schämen. Dankbarkeit zeigt man in Japan nicht über Trinkgeld oder Kokorozuke, sondern durch höfliches Verhalten und ein einfaches "Danke". Wenn Sie sich beim Japanisch unsicher fühlen, kann auch Vorbereitung für Onsen-Ryokan trotz wenig Japanisch hilfreich sein.
Hier eine grobe Übersicht für typische Situationen. Die folgende Tabelle ist nur ein allgemeiner Richtwert, denn das tatsächliche Vorgehen hängt vom Haus ab.
| Situation | Nötig? | Hinweis |
|---|---|---|
| Von einer Nakai ins Zimmer begleitet werden | Nein | Im Preis enthalten. Kokorozuke ist freiwillig |
| Mahlzeiten serviert bekommen | Nein | Keine zusätzliche Gabe pro Service |
| Futons auslegen lassen | Nein | Teil des normalen Services |
| Gepäck tragen lassen | Nein | Trinkgeld ist nicht vorgesehen |
| Abholung oder Shuttle nutzen | Nein | Oft ist auch der Transfer selbst kostenlos |
| Bei einer besonderen Bitte geholfen bekommen | Optional | Manche geben als Dank Kokorozuke, Pflicht ist es nicht |
| Kokorozuke wurde abgelehnt | Nicht geben | Das Haus nimmt nichts an. Ein mündlicher Dank reicht aus |
Wie die Tabelle zeigt, sind in den meisten Situationen weder Trinkgeld noch Kokorozuke nötig. Dass Kokorozuke als "optional" bleibt, betrifft nur sehr begrenzte Fälle, etwa wenn man das Gefühl hat, besonders unterstützt worden zu sein. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie nichts geben, machen Sie nichts falsch.
Der Hauptgrund für Verunsicherung bei Besuchern ist, dass Trinkgeld in ihren Heimatländern üblich ist. Die folgende Tabelle stellt die im Ausland verbreitete Praxis der japanischen gegenüber, neutral und grob zusammengefasst. Da es regionale und situationsabhängige Unterschiede gibt, ist dies nur ein allgemeiner Trend.
| Situation | Europa/USA u. a. | Japan |
|---|---|---|
| Restaurantessen | Oft wird ein prozentualer Aufschlag als Trinkgeld erwartet | Kein Trinkgeld. Im Preis enthalten |
| Hotelzimmer- und Gepäckservice | In vielen Regionen ist ein kleines Trinkgeld üblich | Nicht nötig. Kokorozuke ist nur Tradition |
| Taxi | In manchen Regionen wird aufgerundet oder ein kleiner Betrag gegeben | Nicht nötig |
| Dank für Service | Häufig über die Höhe des Trinkgelds | Meist durch Worte und Verhalten |
In Europa und den USA ist Trinkgeld teils fest in das Einkommen der Beschäftigten eingebaut. Dort kann es unhöflich wirken, nichts zu geben. In Japan ist es genau umgekehrt: Nichts zu geben ist normal, und ein Geldschein kann die andere Person sogar verwirren. Die Annahme "kein Trinkgeld = unhöflich" können Sie in Japan also getrost ablegen.
Auch wenn das Ziel dasselbe ist, nämlich Dank auszudrücken, unterscheiden sich die Mittel von Land zu Land. In Japan sind diese Mittel nicht Trinkgeld, sondern höfliche Worte und respektvolles Verhalten.
Auch ohne Trinkgeld oder Kokorozuke können Sie Dank zeigen. Am einfachsten ist es, beim Auschecken oder in einer unterstützenden Situation einfach "Vielen Dank" zu sagen. In Japan ist das die natürlichste und zuverlässigste Art, Dankbarkeit auszudrücken.
Wenn Sie dennoch etwas in materieller Form geben möchten, bleibt Kokorozuke eine Möglichkeit. In diesem Fall ist es wichtig, eine Ablehnung nicht persönlich zu nehmen und nichts aufzudrängen. Häuser, die keine Zuwendungen annehmen, sind nicht selten, und eine Ablehnung bedeutet nicht, dass Ihre Geste abgewertet wird. Ob Sie etwas geben oder nicht, ändert nichts an Ihrem Aufenthaltserlebnis oder dem Service.
Allgemeine Tipps für den Aufenthalt im Ryokan finden Sie unter Wie man ein Onsen-Ryokan genießt, und eine praktische Vorbereitung vor der Buchung gibt es in Checkliste vor der Ryokan-Buchung. Wichtiger als Trinkgeldfragen ist es, diese Grundlagen zu kennen, damit Ihr Aufenthalt angenehm wird.
Nein, das ist nicht nötig. In Japan gibt es keine Trinkgeldkultur, und die Betreuung durch die Nakai ist im Übernachtungspreis enthalten. Es gibt zwar die freiwillige Tradition des Kokorozuke, aber heute ist es überhaupt nicht unhöflich, nichts zu geben. Viele Gäste geben nichts und werden trotzdem sehr freundlich betreut.
Nein. Immer mehr Häuser nehmen keine Zuwendungen an, und wenn etwas abgelehnt wird, liegt das an der Haltung des Hauses. Ihre Geste wird damit nicht zurückgewiesen. Bestehen Sie nicht darauf, sondern bedanken Sie sich einfach mit Worten.
Richtig, dann braucht man kein Trinkgeld. Die Servicegebühr ist ein vom Haus zusätzlich berechneter Anteil und ebenfalls bereits eine in den Preis eingerechnete Gegenleistung. Ob es eine Servicegebühr gibt oder nicht: Ein Trinkgeld ist darüber hinaus nicht vorgesehen. Die Badeabgabe ist eine kommunale Steuer mit anderer Funktion als die Servicegebühr; erklärt wird das unter Was ist die Onsen-Steuer?.
Es gibt keine feste Summe. Selbst die traditionellen Vorstellungen sprechen nur von einer kleinen Gabe. Üblich war es, Bargeld in ein kleines Umschlagpapier zu legen und es bei der Ankunft im Zimmer der zuständigen Nakai diskret zu überreichen, aber das ist nicht Pflicht. Sie müssen sich nicht stressen, wenn Sie die Etikette nicht perfekt erfüllen können. Es ist völlig in Ordnung, nichts zu geben.
Ja, absolut. In Japan ist es normal, kein Trinkgeld zu geben, und es gilt nicht als unhöflich. Im Gegenteil, wenn Sie Geld geben wollen, kann das die andere Person eher verunsichern. Es ist hilfreich, sich zu merken: Dank zeigt man in Japan meist durch Worte und Auftreten, nicht durch Trinkgeld.
Im Onsen-Ryokan ist Trinkgeld nicht nötig. In Japan gibt es keine Trinkgeldkultur, und der Service von Nakai und Personal ist bereits im Übernachtungspreis enthalten. Die freiwillige Zuwendung namens Kokorozuke existiert zwar als Tradition, ist heute aber nicht verpflichtend, und es ist keineswegs unhöflich, nichts zu geben. Viele Häuser nehmen Zuwendungen ohnehin nicht an. In solchen Fällen genügt es, sich einfach mit Worten zu bedanken.
Wer aus einem Land mit Trinkgeldkultur kommt, ist oft unsicher, aber die Annahme "nichts geben = unhöflich" können Sie in Japan getrost loslassen. Hier zeigt man Dankbarkeit meist nicht mit Geld, sondern mit höflichen Worten und respektvollem Verhalten. Anstatt sich über Trinkgeld zu sorgen, lohnt es sich, Wie man ein Onsen-Ryokan genießt und Checkliste vor der Ryokan-Buchung zu lesen und den Aufenthalt selbst zu genießen.