
Editors' Selection — Hokkaido
Foto: Hotel Taisetsu ONSEN&CANYON RESORT
Wer in Hokkaido wirklich in einem guten Onsen-Ryokan oder Hotel übernachten möchte, findet die Antwort auf dieser Seite. Von der Küste über Seeufer bis hin zu Flusstälern in den Bergen – aus den weit verstreuten Häusern im weiten Hokkaido wurden nur 10 ausgewählt. Die Redaktion, die Onsen und Saunen in ganz Japan recherchiert und selbst vor Ort besucht, hat diese Auswahl getroffen. Ganz gleich, für welches Haus Sie sich entscheiden, Sie werden nicht enttäuscht. Es bleibt Ihnen nur noch, zu entscheiden, wohin es gehen soll.

Hokkaido Stadt Hakodate
Fels, Keramik, Holzfass und Hinoki – vier Wannen über dem Nachtpanorama
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Kommentar der Redaktion
Auf dem Freiluftbad der Dachterrasse reihen sich Wannen mit unterschiedlicher Beschaffenheit aneinander: ein Felsenbad, aus dem das Wasser zwischen Steinen hervorquillt, eine aus einem eigens angefertigten großen Keramikstück ausgehöhlte Wanne, ein von Handwerkern gefertigtes Holzfass sowie ein Einzelbad aus Hinoki-Holz. Gefüllt werden sie mit Quellwasser der Hakodate-Therme im Umlauf-frei-System, einer starken Natrium-Chlorid-Therme, deren wärmende Wirkung auch nach dem Bad anhält. Beim Wechsel der Wanne ändern sich Hautgefühl und Duft, und hinter dem aufsteigenden Dampf breiten sich die Tsugaru-Straße und die Lichter der Stadt aus. Im Großbad im obersten Stockwerk gibt es eine Trockensauna mit weitem Ausblick sowie ein Kaltbad. Da dieses jedoch von tiefer Nacht bis zum frühen Morgen außer Betrieb ist, lässt es sich nur von der Abenddämmerung bis in die Nacht nutzen.
Hokkaido Stadt Biei
Im Klang des Wasserfalls in die Quelle eintauchen
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Kommentar der Redaktion
Das Großbad öffnet sich zur Schlucht, sodass sowohl vom Innen- als auch vom Freiluftbad aus das Rauschen des darunter fließenden Biei-Flusses und der Shirahige-Wasserfälle zu hören ist. Die Therme wird ohne Zusatz von Wasser, ohne Aufheizen und ohne Umwälzung im Umlauf-frei-System eingelassen. Sie enthält viele feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe und wird in Shirogane Onsen traditionell als „Wasureue no Yu“ (Quelle, die den Gehstock vergessen lässt) bezeichnet. Neben dem Großbad gibt es eine Trockensauna mit angrenzendem Kaltbad. Auch beim Wechsel zwischen Hitze und Kälte reißt das Rauschen des Flusses nicht ab. Nachts verbringt man die Zeit unter dem Sternenhimmel, umgeben von diesem Klang. Ein Haus, das man eher am Klang als am Anblick erkennt.
Hokkaido Stadt Kushiro
Bläulich-trübes Wasser mit Blick auf den Akan-See
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Kommentar der Redaktion
Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Freiluft-Thermalbad mit individuellem Charakter, in dem man inmitten des Dufts des Sees beliebig oft und zu jeder Zeit baden kann. Es gibt zwei Großbäder: „Kin no Yumi“ bietet mit Blick auf den Akan-See eine offene Bauweise, in der das durch die Bäume fallende Licht das bläulich-trübe Wasser beleuchtet. „Gin no Shizuku“ ist aus behauenen Steinen gebaut und bietet eine natürliche Therme mit besonders glattem Hautgefühl. Sowohl das Innenbad von Kin no Yumi als auch Gin no Shizuku werden im Umlauf-frei-System betrieben, sodass dieselbe Akan-Quelle die Becken mit unterschiedlicher Farbe und Beschaffenheit füllt. Übernachten können nur Gäste ab dem Mittelschulalter. Nachts wie morgens bleibt das Haus ruhig. Am Großbad ist zudem eine Gesteinssauna (Ganban'yoku) angeschlossen.
Hokkaido Stadt Sobetsu
Im obersten Stockwerk fließt Seewasser direkt ins Kaltbad, drei Terrassenbecken über dem Tōya-See
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Kommentar der Redaktion
Das Freiluftbad im obersten Stockwerk erstreckt sich über drei terrassenartig gestaffelte Becken, die zum See hin vorspringen. Ohne jede Sichtbarriere gehen der Tōya-See und der Himmel nahtlos ineinander über. Die Quelle ist eine Natrium-Calcium-Chlorid-Hydrogencarbonat-Sulfat-Therme mit hoher Wärmespeicherung und sanfter Wirkung auf der Haut. Auch das große Fenster der Saunakabine ist zum See ausgerichtet, und das Kaltbad wird mit Seewasser gespeist. Daneben gibt es ein sprudelndes Whirlpool-Kaltbad, die Frischluftphase findet auf der Wohnzimmer-Terrasse nach dem Bad statt. Auch auf der Zimmerterrasse gibt es ein eigenes Freiluft-Thermalbad, sodass man den See nachts wie morgens ganz für sich allein hat.
Hokkaido Stadt Chitose
Der Wasserstand des Sees bestimmt direkt die Tiefe der Badewanne
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Kommentar der Redaktion
Eröffnet im Jahr 1915. Am Ende eines Verbindungsgangs vom Großbad aus liegt eine natürliche, aus dem Boden sprudelnde Wildquelle. Sie ist nur durch Felsen vom Shikotsu-See getrennt, sodass die Wanne mit steigendem Wasserstand des Sees tiefer wird. Das Freiluftbad hat eine goldene Farbe, die Konzentration der Inhaltsstoffe ist so hoch, dass sogar die Wanne selbst verfärbt wird. Der See liegt direkt neben dem Freiluftbad, und vom Ruheplatz für die Frischluftphase sind Wasserrauschen und Wind unmittelbar zu spüren. An der Trinkquelle kann die Therme mit einer Schöpfkelle direkt getrunken werden – sie schmeckt kräftig nach Eisen. Neben Innen- und Freiluftbad gibt es auch die Privatbäder „Maru no Yu“ und „Koma no Yu“ mit Quellwasser im Umlauf-frei-System.

Hokkaido Stadt Shari
Vom obersten Stockwerk aus wird das Ochotskische Meer selbst zum Blickfeld
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Das Aussichts-Großbad „Ōunabara“ im achten Stock öffnet sich hinter großen Fenstern direkt zum Ochotskischen Meer. Der angrenzende Freiluftbereich „Shionone“ neben dem Innenbad hat keine Glasscheiben, sodass die Meeresbrise von Shiretoko ungehindert hereinweht. An einem klaren Tag der Recherche hallten die Rufe der über dem Wasser kreisenden Möwen bis ins Bad hinein. Die Quelle ist eine Natrium-Chlorid-Therme mit sanfter Wirkung auf der Haut, die den von der langen Reise verspannten Körper allmählich löst. Die hohe Wärmespeicherung sorgt dafür, dass man auch nach dem Bad noch von innen warm bleibt. Am Abend wechselt das klare Blau des Tages in warme Farbtöne, und im Winter füllt das Treibeis, so weit das Auge reicht, das Blickfeld.
Hokkaido Stadt Kushiro
Die am Fluss selbst sprudelnde eigene Quelle, allein genießbar in Privatbad und Zimmer
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Die am Ufer des Akan-Flusses selbst sprudelnde eigene Quelle wird sowohl im Großbad als auch in den Privatbädern und den Aussichtsbädern der Zimmer vollständig im Umlauf-frei-System genutzt. Es handelt sich um eine einfache Therme mit hohem Eisengehalt, die je nach Jahreszeit trüb werden kann. Die drei Privatbäder aus Ziegel, Hinoki-Holz und Keramik sind kostenlos und ohne Reservierung nutzbar – ein Blick auf das Schild am Eingang zeigt, ob gerade ein Bad frei ist. Alle Zimmer verfügen über ein Aussichtsbad aus Hinoki-Holz, und in den Zimmern mit Blick auf den Fluss öffnet sich hinter dem großen Fenster der Akan-Fluss mit seinem Wald. Per Knopfdruck lässt sich frisches Wasser einlassen, sodass die Wanne auch mitten in der Nacht oder früh am Morgen ganz einem selbst gehört.
Hokkaido Stadt Nakashibetsu
Am ungetrennten Freiluftbad neben dem Shibetsu-Fluss strömt die Quelle unverdünnt hervor
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Am Rand des großen, aus aufgeschichteten Felsen gebauten Freiluftbads fließt gleich dahinter der Shibetsu-Fluss vorbei. Der Duft von Erde und Grün, das stetige Plätschern und ein Wasser, das sich weich an die Haut schmiegt. Die Quelle ist eine Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Therme mit einer Quelltemperatur von über 80 °C, die auf eine angenehme Temperatur gebracht und ohne Umwälzung im Umlauf-frei-System eingelassen wird. Im Männerbad steht eine aus einem jahrhundertealten Fichtenstamm ausgehöhlte Wanne, im Frauenbad ein aus Felsen gefügtes Freiluftbad. An einem Abend der Recherche verschwand beim Eintauchen in den klaren Fluss direkt neben dem Freiluftbad und beim Sitzen auf einem Stuhl am Ufer jedes Zeitgefühl. Nachts bleibt nur noch das Rauschen der Therme.
Hokkaido Stadt Noboribetsu
Vier eigene Quellen, erlebbar im obersten Stockwerk und im Untergeschoss
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Kommentar der Redaktion
Vier eigene Quellen stehen zur Verfügung. Das „Kumoi no Yu“ im obersten Stockwerk führt Kochsalz- und Eisentherme. Die Wanne hat keinen sichtbaren Rand, sodass die Wasseroberfläche scheinbar direkt in den darunterliegenden Wald übergeht, und die Wasserqualität wird als besonders geschmeidig beschrieben. Das unterirdische „Chien no Yu“ bietet die für Noboribetsu typische Schwefeltherme sowie die seltene Radiumtherme. Beim Baden mit Blick auf die Bäume des japanischen Gartens soll die Wärme nach dem Bad lange anhalten. Im selben Haus, oben und unten, lassen sich völlig verschiedene Thermen mit unterschiedlichem Ausblick erleben. Chien no Yu verfügt zudem über eine Sauna. Manche Zimmertypen haben auf der Terrasse ein Freiluftbad mit Quellwasser im Umlauf-frei-System, sodass man nachts wie morgens ungestört baden kann.
Hokkaido Stadt Kamikawa
Alle drei Großbäder mit Quellwasser im Umlauf-frei-System
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Kommentar der Redaktion
Ein Bergresort, das am höchsten Punkt von Sounkyo Onsen liegt. Im Haus gibt es drei Großbäder mit jeweils eigenem Charakter sowie zwei Freiluftbäder, und in jede dieser Wannen fließt natürliches Thermalwasser im Umlauf-frei-System. Vom Aussichts-Großbad „Taisetsu no Yu“ im obersten Stockwerk aus erstreckt sich der Grat des Taisetsu-Gebirges, und in der angeschlossenen finnischen Sauna kann man Feuchtigkeit und Temperatur selbst per Self-Service-löyly bestimmen. Das Kaltbad ist als Wasserfall gestaltet, der an die Ginga- und Ryusei-Wasserfälle erinnert. Am Freiluftbad in der Schlucht sind Morgennebel und Flussrauschen ganz nah. Nachts und morgens wechselt der Charakter der Therme innerhalb desselben Hauses.
Von der Redaktion aus Einrichtungen ausgewählt, die uns eine Veröffentlichungsgenehmigung erteilt haben. Ohne Rangfolge.
Alle persönlich besucht, nach eigenem Bad ausgewählt.
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