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Onsen: 7 einfache Schritte vom Umkleidebereich bis ins Bad

Erstmalig im Onsen? Dieser Guide zeigt schrittweise, was in Umkleide und Waschplatz zu tun ist, was mitzunehmen ist und wie man ins Becken steigt sowie Tipps.

In japanischen Onsen verunsichert häufig weniger das Becken selbst als der Ablauf vom Umkleidebereich bis zum Betreten des Bades. Wenn man nicht weiß, was man wo tun soll, wird man leicht nervös, dabei ist die Reihenfolge an sich nicht kompliziert.

Grundsätzlich läuft es so: in der Umkleide die Kleidung ausziehen, nur Notwendiges mit ins Bad nehmen, den Körper waschen, ins Becken gehen und sich vor dem Verlassen leicht abtrocknen, bevor man zurück in die Umkleide geht. Dieser Artikel ordnet diese Abfolge Schritt für Schritt für Erstbesucher gemeinschaftlicher japanischer Bäder.

Zuerst wichtig zu wissen: Umkleide und Badebereich haben in Japan unterschiedliche Aufgaben

In japanischen Onsen ist die Umkleide der Ort, an dem man Kleidung ablegt und sich vorbereitet, während der Badebereich zum Waschen und zum Baden gedacht ist. In manchen ausländischen Spas oder Hotelbädern verschwimmen diese Grenzen, in Japan sind sie meist klar getrennt.

Wenn man dieses Prinzip verstanden hat, verringert sich die Unsicherheit oft deutlich. Kleidung ausziehen in der Umkleide, Körper waschen am Waschplatz, wärmen im Becken – so lässt sich das Ganze leicht in drei Bereiche gliedern.

Was man in der Umkleide zuerst macht

In der Umkleide zieht man Kleidung und Unterwäsche aus und legt beides in einen Schrank oder in ein Korb. Viele Onsen bieten separate Schließfächer für Wertsachen an, deshalb lohnt sich ein Blick auf Hinweise am Eingang oder in der Umkleide.

Meist reicht es, ein kleines Handtuch und die Waschutensilien mit ins Bad zu nehmen. Große Badetücher lässt man normalerweise in der Umkleide. Es ist also nicht nötig, alles mitzubringen.

Im Badebereich zuerst den Körper waschen

Vor dem Eintritt ins Becken wäscht man sich. Die meisten Onsen haben Duschplätze mit Sitzgelegenheiten; dort setzt man sich und wäscht sich, dabei sollte man vermeiden, Wasser in die Umgebung zu spritzen.

Lange Haare zusammenbinden und Seife sowie Shampoo gründlich ausspülen, bevor man ins Becken geht. Manche sind unsicher, ob ein kurzes Abspülen reicht, als Neuling ist es aber ratsam, so gründlich wie zu Hause zu reinigen.

Ruhig ins Becken steigen

Nach dem Waschen betritt man das Becken ruhig und ohne das Handtuch hinein zu tauchen. Das Wasser kann anfangs heiß wirken, daher ist es besser, nicht abrupt tief einzutauchen, sondern sich langsam daran zu gewöhnen.

In Gemeinschaftsbädern springt oder schwimmt man nicht und ruft nicht im Wasser. Das Becken dient zum Aufwärmen und zur entspannten Ruhe, das Verhalten ist eher zurückhaltend.

Worauf man beim Verlassen achten sollte

Beim Verlassen des Beckens trocknet man sich leicht ab, bevor man in die Umkleide zurückgeht. Komplett nass zurückzugehen macht den Boden rutschig und ist für andere Nutzer unbequem.

In der Umkleide kann man sich dann fertigmachen und bei Bedarf Föhn oder Schminktisch benutzen. Wenn es voll ist, sollte man diese Plätze nicht zu lange blockieren, da sie gemeinschaftlich genutzt werden.

Punkte, bei denen Anfänger oft unsicher sind

Typische Unsicherheiten betreffen, ob man ein großes Handtuch mit ins Bad nehmen soll, wie gründlich man sich vor dem Becken waschen muss und ob man sich vor dem Zurückgehen abtrocknen sollte. Wenn man diese drei Punkte beachtet, passieren meist keine größeren Fehler.

Wenn der Ablauf unklar ist, hilft es oft, das Verhalten der anderen kurz zu beobachten. Trotzdem sollte man, auch wenn man es abschaut, die beiden Regeln 'zuerst waschen' und 'vor dem Zurückkehren in die Umkleide leicht abtrocknen' nicht weglassen.

Wie man am besten anfängt, wenn die Unsicherheit groß ist

Wer sehr nervös ist, wählt am besten ein großes Badehaus für Hotelgäste, ein kleines Ryokan oder eine weniger frequentierte Zeit zum Einstieg. Wer Gemeinschaftsbäder vermeiden möchte, kann zuerst ein privates Bad oder das Badezimmer im Zimmer nutzen, um sich an den Ablauf zu gewöhnen.

Allein das Wissen um den Ablauf in der Umkleide verringert oft die Scheu vor dem Nacktsein, denn die Unsicherheit darüber, was zu tun ist, verstärkt Schamgefühle und Nervosität.

Zusammenfassung

Der Ablauf vom Ausziehen in der Umkleide bis zum Eintritt ins Becken lässt sich in fünf Schritte fassen: Kleidung ausziehen, nur das Nötigste mitnehmen, Körper waschen, ins Becken gehen und vor dem Verlassen leicht abtrocknen. Wer diese Reihenfolge beachtet, kommt in japanischen Gemeinschaftsbädern gut zurecht.

Am Anfang ist man leicht nervös, doch der Ablauf selbst ist nicht kompliziert. Wenn man Umkleide, Waschplatz und Becken als getrennte Bereiche betrachtet, fühlt man sich schnell sicherer und kann entspannter handeln.

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