Worauf sollten Menschen mit Bluthochdruck im Onsen achten? Basierend auf Umweltministerium, Verbraucherbehörde und Gesundheitsministerium ordnen wir Risiken wie heißes Wasser, Hitzeschock, Schwindel und Dehydrierung ein und zeigen schonendes Baden mit lauwarmem Wasser und kurzen Aufenthalten.
Veröffentlicht: 28.06.2026
Worauf sollten Menschen mit Bluthochdruck im Onsen achten? Basierend auf Umweltministerium, Verbraucherbehörde und Gesundheitsministerium ordnen wir Risiken wie heißes Wasser, Hitzeschock, Schwindel und Dehydrierung ein und zeigen schonendes Baden mit lauwarmem Wasser und kurzen Aufenthalten.
Veröffentlicht: 28.06.2026
Wenn Menschen mit Bluthochdruck ins Onsen gehen, sollte man zuerst nicht davon ausgehen, dass ein Onsen den Bluthochdruck heilt. Baden kann den Blutdruck stark schwanken lassen, nach oben wie nach unten, deshalb müssen Menschen mit höherem Blutdruck besonders auf die Art des Badens achten. Kurz gesagt: Zu vermeiden sind heißes Wasser, abrupte Temperaturwechsel und langes Baden. Empfehlenswert sind lauwarmes Wasser, kurze Aufenthalte und das langsame Gewöhnen des Körpers.
Beim Baden kann der Blutdruck in mehreren Situationen schwanken. Heißes Wasser reizt das sympathische Nervensystem und treibt den Blutdruck vorübergehend in die Höhe. Auch der Wechsel von einem warmen Raum in eine kalte Umkleide oder ein kaltes Bad lässt den Blutdruck plötzlich ansteigen oder fallen, was als Hitzeschock bezeichnet wird. Umgekehrt weiten sich die Blutgefäße, wenn der Körper im Wasser warm wird, und der Blutdruck sinkt. Wenn langes Baden, Kreislaufkollaps oder Dehydrierung dazukommen, kann er noch weiter fallen und Schwindel auslösen. Diese Auf und Ab sind das zentrale Risiko für Menschen mit Bluthochdruck.
Dieser Artikel konzentriert sich auf Menschen mit Bluthochdruck und ordnet die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen sowie eine möglichst schonende Badeweise. Eine allgemeine Übersicht zu Sicherheit, einschließlich Badeunfällen und Hitzeschock, finden Sie in Vorsicht im Onsen: Gefährliche Badeweisen und wer aufs Baden verzichten sollte. Den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und autonomem Nervensystem finden Sie ausführlich in Onsen und das autonome Nervensystem.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. Er ersetzt keine Behandlung. Wenn Sie Bluthochdruck haben oder Blutdrucksenker einnehmen, überfordern Sie sich nicht eigenmächtig. Fragen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, ob Baden für Sie geeignet ist und wie Sie baden sollten. Bei sehr hohem Blutdruck, bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzklopfen sowie wenn Ihnen eine Badeeinschränkung verordnet wurde, verzichten Sie bitte auf das Baden und befolgen Sie diese Anweisung vorrangig.
Der Blutdruck bleibt während des Badens nicht konstant, sondern schwankt je nach Temperatur und Dauer. Auch auf der Gesundheitswebsite des japanischen Gesundheitsministeriums wird darauf hingewiesen, dass heißes Baden den Blutdruck zunächst steigen und danach durch die Erwärmung sinken lassen kann. Gesunde Menschen können diese Schwankungen meist ausgleichen, bei Menschen mit hohem Blutdruck oder nachlassender Gefäßelastizität wird die Belastung durch solche Ausschläge jedoch eher problematisch.
Besonders ansteigen kann der Blutdruck direkt nach dem Einstieg und in dem Moment, in dem man von einer kalten Umgebung in heißes Wasser wechselt. Kalte Reize und heißes Wasser aktivieren das sympathische Nervensystem, ziehen die Blutgefäße zusammen und treiben den Blutdruck nach oben. Wenn der Körper im Wasser warm wird, weiten sich die Gefäße und der Blutdruck sinkt. Das Problem ist, dass dieser Übergang von Anstieg zu Abfall sehr schnell passiert. Gerade diese plötzliche Veränderung ist riskant.
Wenn man außerdem abrupt aus dem Wasser aufsteht, versackt Blut vorübergehend in den erweiterten Gefäßen, sodass weniger Blut im Gehirn ankommt und Schwindel beim Aufstehen auftreten kann. Bei Menschen, die Blutdrucksenker einnehmen, kann die Wirkung des Medikaments zusammen mit dem Blutdruckabfall durch das Baden stärkere Benommenheit auslösen. Den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und autonomem Nervensystem haben wir in Onsen und das autonome Nervensystem zusammengefasst.
Beim Baden mit Bluthochdruck ist es hilfreich, Risiken und Gegenmaßnahmen jeweils zusammen zu kennen. Die folgende Tabelle ordnet typische Situationen, Risiken und passende Maßnahmen. Alle Werte sind nur Richtwerte, und Empfinden sowie körperlicher Zustand sind individuell verschieden.
| Situation oder Faktor | Hauptsächliches Risiko | Gegenmaßnahme als Richtwert |
|---|---|---|
| In heißes Wasser ab 42°C gehen | Das sympathische Nervensystem wird gereizt, der Blutdruck steigt vorübergehend stark an | Lauwarmes Wasser wählen, etwa 38 bis 40°C |
| Wechsel von warmem Raum zu kalter Umkleide und heißem Bad, also starke Temperaturunterschiede und Hitzeschock | Der Blutdruck verändert sich abrupt, Bewusstlosigkeit und Ertrinken in der Wanne sind möglich. Im Winter und nachts ist besondere Vorsicht nötig | Umkleide und Bad vorher erwärmen, Temperaturunterschiede verringern |
| Ohne Gewöhnen direkt bis zu den Schultern eintauchen | Durch den plötzlichen Temperaturreiz schwankt der Blutdruck stark | Erst Arme und Beine abbrausen, den Körper an das Wasser gewöhnen und dann erst eintreten |
| Langes Baden oder Überhitzung | Der Körper wird zu warm, Schwitzen führt zu Dehydrierung und Blutdruckschwankungen | Kurz baden und langes Verweilen vermeiden |
| Baden ohne Flüssigkeit | Dehydrierung begünstigt Schwindel und Benommenheit beim Aufstehen | Vor und nach dem Baden je ein Glas Wasser trinken |
| Abrupt aus dem Wasser aufstehen | Orthostatische Hypotonie kann zu Schwindel und Stürzen führen | Langsam aufstehen und, wenn vorhanden, den Handlauf benutzen |
| Baden nach Alkohol | Blutdruckabfall und eingeschränkte Reaktionsfähigkeit erhöhen das Risiko für Stürze und Ertrinken |
Gemeinsam ist all diesen Punkten die Vermeidung abrupter Blutdruckschwankungen. Kleinere Temperaturunterschiede, niedrigere Wassertemperaturen, kürzere Dauer und langsame Bewegungen bilden die Grundlage für Menschen mit Bluthochdruck.
Besonders wichtig für Menschen mit Bluthochdruck ist der plötzliche Blutdruckwechsel durch Temperaturunterschiede, also der Hitzeschock. Der Ablauf von einem warmen Wohnzimmer in eine kalte Umkleide, das Ausziehen der Kleidung und anschließend das Eintauchen in heißes Wasser kann den Blutdruck in kurzer Zeit stark verändern. Verbraucherbehörde und Gesundheitsministerium weisen darauf hin, dass Badeunfälle dieser Art vor allem im Winter, besonders von Dezember bis Januar, zunehmen.
Die wichtigste Gegenmaßnahme ist, Temperaturunterschiede zu verkleinern. Ein kleines Heizgerät in der Umkleide, das Vorwärmen von Boden und Wänden im Bad mit Wasser aus der Dusche oder der Gang in ein bereits von anderen genutztes, erwärmtes Bad helfen dabei. Spätes Baden in der Nacht oder zu Zeiten ohne Heizung erhöht das Risiko zusätzlich, daher ist Baden bei Tageslicht wenn möglich eine gute Option.
Auch in einem Onsen-Hotel oder öffentlichen Bad gilt dasselbe. Wenn der Temperaturunterschied zwischen Umkleide und Bad groß ist, sollte man nicht sofort in heißes Wasser springen, sondern den Körper mit gründlichem Abbrausen langsam daran gewöhnen. Die Mechanik des Hitzeschocks und allgemeine Sicherheitsmaßnahmen sind in Vorsicht im Onsen zusammengefasst.
Beim Baden mit Bluthochdruck ist es sinnvoll, Reize eher zu reduzieren als zu verstärken. Konkret ist folgende Badeweise besonders schonend:
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, plötzliche Blutdruckschwankungen und Dehydrierung zu vermeiden. Besonders die drei Punkte lauwarm, kurz und mit Abbrausen gewöhnen lassen sind für Menschen mit höherem Blutdruck leicht umsetzbar und oft spürbar hilfreich. Auch die Wahl einer beruhigenden Wassertemperatur lässt sich mit Onsen und das autonome Nervensystem besser einschätzen.
Wenn Sie während des Badens Schwindel, Benommenheit, Herzklopfen, Atemnot oder Kopfschmerzen verspüren, verlassen Sie sofort das Wasser, ruhen Sie sich an einem kühlen Ort aus und trinken Sie etwas. Wenn es nicht besser wird oder Sie allein nicht damit umgehen können, informieren Sie bitte andere Personen oder das Personal der Anlage.
Das Umweltministerium Japans legt auf Grundlage des Onsen-Gesetzes allgemeine Kontraindikationen fest, die in Onsen-Anlagen ausgehängt werden müssen. Zu diesen allgemeinen Kontraindikationen gehört schwere oder nicht kontrollierte Hypertonie. Das bedeutet, dass Baden vermieden werden sollte, wenn der Blutdruck sehr hoch ist oder die Behandlung noch nicht ausreichend greift. Wenn der Blutdruck dagegen mit Medikamenten gut eingestellt ist, gilt meist ein vorsichtiges Baden mit lauwarmem Wasser und kurzer Dauer.
Wichtig ist, den eigenen Zustand nicht selbst zu überschätzen. Unbehandelte Personen, Menschen mit sehr hohem Blutdruck sowie Betroffene mit Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzklopfen sollten vor dem Baden ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt fragen. Wer Blutdrucksenker einnimmt, sollte außerdem mit der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke klären, ob das Baden den Blutdruck zu stark senken kann. Wenn Ihnen das Baden ärztlich eingeschränkt wurde, gilt diese Anweisung vorrangig.
Eine Übersicht über die Kontraindikationen und weitere Personen oder Situationen, bei denen Baden vermieden werden sollte, finden Sie in Vorsicht im Onsen: Gefährliche Badeweisen und wer aufs Baden verzichten sollte.
Wenn der Blutdruck mit Medikamenten gut eingestellt ist, ist lauwarmes Wasser, etwa 38 bis 40°C, und kurzes Baden mit vorherigem Abbrausen meist die vernünftigste Wahl. Bei sehr hohem Blutdruck, bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzklopfen sowie bei unbehandeltem Bluthochdruck sollten Sie jedoch auf das Baden verzichten und zuerst Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt fragen. Wenn Ihnen das Baden ärztlich untersagt oder eingeschränkt wurde, hat diese Anweisung Vorrang.
Nein, das lässt sich nicht sagen. Baden lässt den Blutdruck nur vorübergehend steigen oder fallen und ist keine Behandlung von Bluthochdruck selbst. Auch wenn sich das Gefühl von Entspannung einstellen kann, ist das meist nur ein vorübergehender Effekt von Temperatur und Umgebung. In diesem Artikel werden keine Heilwirkungen behauptet; die Behandlung von Bluthochdruck gehört in ärztliche Beratung.
Als Richtwert werden meist etwa 38 bis 40°C empfohlen. Heißes Wasser ab 42°C reizt das sympathische Nervensystem leichter und lässt den Blutdruck eher steigen, weshalb es für Menschen mit Bluthochdruck belastender sein kann. Die genaue Temperatur ist jedoch nur ein Richtwert, das Empfinden ist individuell. Den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und Körperreaktion erläutern wir in Onsen und das autonome Nervensystem.
Die Grundlage ist, Temperaturunterschiede zu verringern. Wärmen Sie Umkleide und Bad vorher auf, gewöhnen Sie den Körper mit Abbrausen an das Wasser und halten Sie Wassertemperatur sowie Badezeit niedrig. Im Winter und nachts sind die Temperaturunterschiede besonders groß, daher ist dort besondere Vorsicht nötig. Mechanik und allgemeine Gegenmaßnahmen sind in Vorsicht im Onsen zusammengefasst.
Beim Baden weiten sich die Gefäße und der Blutdruck sinkt leichter. Zusammen mit der Wirkung von Medikamenten kann das zu stärkerem Schwindel oder Benommenheit führen. Vermeiden Sie langes Baden, stehen Sie beim Verlassen des Wassers langsam auf und benutzen Sie, wenn möglich, den Handlauf. Zur Sicherheit ist es sinnvoll, die Kombination von Medikamenten und Baden mit der Hausärztin, dem Hausarzt oder der Apotheke zu besprechen.
Für Menschen mit Bluthochdruck ist ein Onsen kein Heilmittel, sondern etwas, das je nach Badeweise auch belasten kann. Im Mittelpunkt des Risikos stehen plötzliche Blutdruckschwankungen. Heißes Wasser ab 42°C, Hitzeschock durch Temperaturunterschiede, langes Baden oder Überhitzung, Dehydrierung und abruptes Aufstehen sind typische Auslöser. Die Gegenmaßnahmen lassen sich auf eine schonende Badeweise verdichten: lauwarm, kurz, mit Abbrausen gewöhnen, Umkleide und Bad erwärmen, ausreichend trinken, langsam aufstehen und Alkohol danach meiden.
Zu den allgemeinen Kontraindikationen des Umweltministeriums gehört schwere oder nicht kontrollierte Hypertonie. Menschen mit sehr hohem Blutdruck, mit Symptomen oder ohne Behandlung sollten auf das Baden verzichten und die Frage, ob Baden möglich ist und wie es sicher geht, immer mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt klären. Eine allgemeine Sicherheitsübersicht finden Sie in Vorsicht im Onsen, und den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und autonomem Nervensystem in Onsen und das autonome Nervensystem. So lässt sich ein Onsen deutlich sicherer genießen.
Wenn Menschen mit Bluthochdruck ins Onsen gehen, sollte man zuerst nicht davon ausgehen, dass ein Onsen den Bluthochdruck heilt. Baden kann den Blutdruck stark schwanken lassen, nach oben wie nach unten, deshalb müssen Menschen mit höherem Blutdruck besonders auf die Art des Badens achten. Kurz gesagt: Zu vermeiden sind heißes Wasser, abrupte Temperaturwechsel und langes Baden. Empfehlenswert sind lauwarmes Wasser, kurze Aufenthalte und das langsame Gewöhnen des Körpers.
Beim Baden kann der Blutdruck in mehreren Situationen schwanken. Heißes Wasser reizt das sympathische Nervensystem und treibt den Blutdruck vorübergehend in die Höhe. Auch der Wechsel von einem warmen Raum in eine kalte Umkleide oder ein kaltes Bad lässt den Blutdruck plötzlich ansteigen oder fallen, was als Hitzeschock bezeichnet wird. Umgekehrt weiten sich die Blutgefäße, wenn der Körper im Wasser warm wird, und der Blutdruck sinkt. Wenn langes Baden, Kreislaufkollaps oder Dehydrierung dazukommen, kann er noch weiter fallen und Schwindel auslösen. Diese Auf und Ab sind das zentrale Risiko für Menschen mit Bluthochdruck.
Dieser Artikel konzentriert sich auf Menschen mit Bluthochdruck und ordnet die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen sowie eine möglichst schonende Badeweise. Eine allgemeine Übersicht zu Sicherheit, einschließlich Badeunfällen und Hitzeschock, finden Sie in Vorsicht im Onsen: Gefährliche Badeweisen und wer aufs Baden verzichten sollte. Den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und autonomem Nervensystem finden Sie ausführlich in Onsen und das autonome Nervensystem.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. Er ersetzt keine Behandlung. Wenn Sie Bluthochdruck haben oder Blutdrucksenker einnehmen, überfordern Sie sich nicht eigenmächtig. Fragen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, ob Baden für Sie geeignet ist und wie Sie baden sollten. Bei sehr hohem Blutdruck, bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzklopfen sowie wenn Ihnen eine Badeeinschränkung verordnet wurde, verzichten Sie bitte auf das Baden und befolgen Sie diese Anweisung vorrangig.
Der Blutdruck bleibt während des Badens nicht konstant, sondern schwankt je nach Temperatur und Dauer. Auch auf der Gesundheitswebsite des japanischen Gesundheitsministeriums wird darauf hingewiesen, dass heißes Baden den Blutdruck zunächst steigen und danach durch die Erwärmung sinken lassen kann. Gesunde Menschen können diese Schwankungen meist ausgleichen, bei Menschen mit hohem Blutdruck oder nachlassender Gefäßelastizität wird die Belastung durch solche Ausschläge jedoch eher problematisch.
Besonders ansteigen kann der Blutdruck direkt nach dem Einstieg und in dem Moment, in dem man von einer kalten Umgebung in heißes Wasser wechselt. Kalte Reize und heißes Wasser aktivieren das sympathische Nervensystem, ziehen die Blutgefäße zusammen und treiben den Blutdruck nach oben. Wenn der Körper im Wasser warm wird, weiten sich die Gefäße und der Blutdruck sinkt. Das Problem ist, dass dieser Übergang von Anstieg zu Abfall sehr schnell passiert. Gerade diese plötzliche Veränderung ist riskant.
Wenn man außerdem abrupt aus dem Wasser aufsteht, versackt Blut vorübergehend in den erweiterten Gefäßen, sodass weniger Blut im Gehirn ankommt und Schwindel beim Aufstehen auftreten kann. Bei Menschen, die Blutdrucksenker einnehmen, kann die Wirkung des Medikaments zusammen mit dem Blutdruckabfall durch das Baden stärkere Benommenheit auslösen. Den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und autonomem Nervensystem haben wir in Onsen und das autonome Nervensystem zusammengefasst.
Beim Baden mit Bluthochdruck ist es hilfreich, Risiken und Gegenmaßnahmen jeweils zusammen zu kennen. Die folgende Tabelle ordnet typische Situationen, Risiken und passende Maßnahmen. Alle Werte sind nur Richtwerte, und Empfinden sowie körperlicher Zustand sind individuell verschieden.
| Situation oder Faktor | Hauptsächliches Risiko | Gegenmaßnahme als Richtwert |
|---|---|---|
| In heißes Wasser ab 42°C gehen | Das sympathische Nervensystem wird gereizt, der Blutdruck steigt vorübergehend stark an | Lauwarmes Wasser wählen, etwa 38 bis 40°C |
| Wechsel von warmem Raum zu kalter Umkleide und heißem Bad, also starke Temperaturunterschiede und Hitzeschock | Der Blutdruck verändert sich abrupt, Bewusstlosigkeit und Ertrinken in der Wanne sind möglich. Im Winter und nachts ist besondere Vorsicht nötig | Umkleide und Bad vorher erwärmen, Temperaturunterschiede verringern |
| Ohne Gewöhnen direkt bis zu den Schultern eintauchen | Durch den plötzlichen Temperaturreiz schwankt der Blutdruck stark | Erst Arme und Beine abbrausen, den Körper an das Wasser gewöhnen und dann erst eintreten |
| Langes Baden oder Überhitzung | Der Körper wird zu warm, Schwitzen führt zu Dehydrierung und Blutdruckschwankungen | Kurz baden und langes Verweilen vermeiden |
| Baden ohne Flüssigkeit | Dehydrierung begünstigt Schwindel und Benommenheit beim Aufstehen | Vor und nach dem Baden je ein Glas Wasser trinken |
| Abrupt aus dem Wasser aufstehen | Orthostatische Hypotonie kann zu Schwindel und Stürzen führen | Langsam aufstehen und, wenn vorhanden, den Handlauf benutzen |
| Baden nach Alkohol | Blutdruckabfall und eingeschränkte Reaktionsfähigkeit erhöhen das Risiko für Stürze und Ertrinken |
Gemeinsam ist all diesen Punkten die Vermeidung abrupter Blutdruckschwankungen. Kleinere Temperaturunterschiede, niedrigere Wassertemperaturen, kürzere Dauer und langsame Bewegungen bilden die Grundlage für Menschen mit Bluthochdruck.
Besonders wichtig für Menschen mit Bluthochdruck ist der plötzliche Blutdruckwechsel durch Temperaturunterschiede, also der Hitzeschock. Der Ablauf von einem warmen Wohnzimmer in eine kalte Umkleide, das Ausziehen der Kleidung und anschließend das Eintauchen in heißes Wasser kann den Blutdruck in kurzer Zeit stark verändern. Verbraucherbehörde und Gesundheitsministerium weisen darauf hin, dass Badeunfälle dieser Art vor allem im Winter, besonders von Dezember bis Januar, zunehmen.
Die wichtigste Gegenmaßnahme ist, Temperaturunterschiede zu verkleinern. Ein kleines Heizgerät in der Umkleide, das Vorwärmen von Boden und Wänden im Bad mit Wasser aus der Dusche oder der Gang in ein bereits von anderen genutztes, erwärmtes Bad helfen dabei. Spätes Baden in der Nacht oder zu Zeiten ohne Heizung erhöht das Risiko zusätzlich, daher ist Baden bei Tageslicht wenn möglich eine gute Option.
Auch in einem Onsen-Hotel oder öffentlichen Bad gilt dasselbe. Wenn der Temperaturunterschied zwischen Umkleide und Bad groß ist, sollte man nicht sofort in heißes Wasser springen, sondern den Körper mit gründlichem Abbrausen langsam daran gewöhnen. Die Mechanik des Hitzeschocks und allgemeine Sicherheitsmaßnahmen sind in Vorsicht im Onsen zusammengefasst.
Beim Baden mit Bluthochdruck ist es sinnvoll, Reize eher zu reduzieren als zu verstärken. Konkret ist folgende Badeweise besonders schonend:
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, plötzliche Blutdruckschwankungen und Dehydrierung zu vermeiden. Besonders die drei Punkte lauwarm, kurz und mit Abbrausen gewöhnen lassen sind für Menschen mit höherem Blutdruck leicht umsetzbar und oft spürbar hilfreich. Auch die Wahl einer beruhigenden Wassertemperatur lässt sich mit Onsen und das autonome Nervensystem besser einschätzen.
Wenn Sie während des Badens Schwindel, Benommenheit, Herzklopfen, Atemnot oder Kopfschmerzen verspüren, verlassen Sie sofort das Wasser, ruhen Sie sich an einem kühlen Ort aus und trinken Sie etwas. Wenn es nicht besser wird oder Sie allein nicht damit umgehen können, informieren Sie bitte andere Personen oder das Personal der Anlage.
Das Umweltministerium Japans legt auf Grundlage des Onsen-Gesetzes allgemeine Kontraindikationen fest, die in Onsen-Anlagen ausgehängt werden müssen. Zu diesen allgemeinen Kontraindikationen gehört schwere oder nicht kontrollierte Hypertonie. Das bedeutet, dass Baden vermieden werden sollte, wenn der Blutdruck sehr hoch ist oder die Behandlung noch nicht ausreichend greift. Wenn der Blutdruck dagegen mit Medikamenten gut eingestellt ist, gilt meist ein vorsichtiges Baden mit lauwarmem Wasser und kurzer Dauer.
Wichtig ist, den eigenen Zustand nicht selbst zu überschätzen. Unbehandelte Personen, Menschen mit sehr hohem Blutdruck sowie Betroffene mit Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzklopfen sollten vor dem Baden ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt fragen. Wer Blutdrucksenker einnimmt, sollte außerdem mit der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke klären, ob das Baden den Blutdruck zu stark senken kann. Wenn Ihnen das Baden ärztlich eingeschränkt wurde, gilt diese Anweisung vorrangig.
Eine Übersicht über die Kontraindikationen und weitere Personen oder Situationen, bei denen Baden vermieden werden sollte, finden Sie in Vorsicht im Onsen: Gefährliche Badeweisen und wer aufs Baden verzichten sollte.
Wenn der Blutdruck mit Medikamenten gut eingestellt ist, ist lauwarmes Wasser, etwa 38 bis 40°C, und kurzes Baden mit vorherigem Abbrausen meist die vernünftigste Wahl. Bei sehr hohem Blutdruck, bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzklopfen sowie bei unbehandeltem Bluthochdruck sollten Sie jedoch auf das Baden verzichten und zuerst Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt fragen. Wenn Ihnen das Baden ärztlich untersagt oder eingeschränkt wurde, hat diese Anweisung Vorrang.
Nein, das lässt sich nicht sagen. Baden lässt den Blutdruck nur vorübergehend steigen oder fallen und ist keine Behandlung von Bluthochdruck selbst. Auch wenn sich das Gefühl von Entspannung einstellen kann, ist das meist nur ein vorübergehender Effekt von Temperatur und Umgebung. In diesem Artikel werden keine Heilwirkungen behauptet; die Behandlung von Bluthochdruck gehört in ärztliche Beratung.
Als Richtwert werden meist etwa 38 bis 40°C empfohlen. Heißes Wasser ab 42°C reizt das sympathische Nervensystem leichter und lässt den Blutdruck eher steigen, weshalb es für Menschen mit Bluthochdruck belastender sein kann. Die genaue Temperatur ist jedoch nur ein Richtwert, das Empfinden ist individuell. Den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und Körperreaktion erläutern wir in Onsen und das autonome Nervensystem.
Die Grundlage ist, Temperaturunterschiede zu verringern. Wärmen Sie Umkleide und Bad vorher auf, gewöhnen Sie den Körper mit Abbrausen an das Wasser und halten Sie Wassertemperatur sowie Badezeit niedrig. Im Winter und nachts sind die Temperaturunterschiede besonders groß, daher ist dort besondere Vorsicht nötig. Mechanik und allgemeine Gegenmaßnahmen sind in Vorsicht im Onsen zusammengefasst.
Beim Baden weiten sich die Gefäße und der Blutdruck sinkt leichter. Zusammen mit der Wirkung von Medikamenten kann das zu stärkerem Schwindel oder Benommenheit führen. Vermeiden Sie langes Baden, stehen Sie beim Verlassen des Wassers langsam auf und benutzen Sie, wenn möglich, den Handlauf. Zur Sicherheit ist es sinnvoll, die Kombination von Medikamenten und Baden mit der Hausärztin, dem Hausarzt oder der Apotheke zu besprechen.
Für Menschen mit Bluthochdruck ist ein Onsen kein Heilmittel, sondern etwas, das je nach Badeweise auch belasten kann. Im Mittelpunkt des Risikos stehen plötzliche Blutdruckschwankungen. Heißes Wasser ab 42°C, Hitzeschock durch Temperaturunterschiede, langes Baden oder Überhitzung, Dehydrierung und abruptes Aufstehen sind typische Auslöser. Die Gegenmaßnahmen lassen sich auf eine schonende Badeweise verdichten: lauwarm, kurz, mit Abbrausen gewöhnen, Umkleide und Bad erwärmen, ausreichend trinken, langsam aufstehen und Alkohol danach meiden.
Zu den allgemeinen Kontraindikationen des Umweltministeriums gehört schwere oder nicht kontrollierte Hypertonie. Menschen mit sehr hohem Blutdruck, mit Symptomen oder ohne Behandlung sollten auf das Baden verzichten und die Frage, ob Baden möglich ist und wie es sicher geht, immer mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt klären. Eine allgemeine Sicherheitsübersicht finden Sie in Vorsicht im Onsen, und den Zusammenhang zwischen Wassertemperatur und autonomem Nervensystem in Onsen und das autonome Nervensystem. So lässt sich ein Onsen deutlich sicherer genießen.
| Nach Alkohol nicht baden, Alkohol besser erst nach dem Baden trinken |
| Nach Alkohol nicht baden, Alkohol besser erst nach dem Baden trinken |