Tipps für eine erfolgreiche Reise

Mit Eltern ungern im selben Bad? 7 Tipps für Onsenreisen

Unsicher, mit Eltern ins Onsen zu gehen? Praktische Tipps zur Wahl diskreter Unterkünfte: getrennte Großbäder, private Bäder, Zimmerbäder, Zeitplanung und Rückzug.

Viele Menschen möchten mit ihren Eltern zu einer japanischen Onsen-Reise aufbrechen, haben aber Vorbehalte dagegen, im selben Bad zu sein. Ob man sich beim gemeinsamen, nackten Baden wohlfühlt, hängt stark von der familiären Prägung und dem persönlichen Empfinden ab.

Deshalb ist es oft besser, von vornherein ein Ryokan zu wählen, in dem man nicht gezwungen ist, im selben Bad zu sein, statt die Verlegenheit hinzunehmen, damit die Reise irgendwie klappt. Für Reisende nach Japan kann es beruhigend sein zu wissen, dass Familien zwar gemeinsam reisen, aber nicht immer auf dieselbe Weise baden. Dieser Artikel richtet sich an diejenigen, die mit den Eltern reisen möchten, dabei aber ihre Distanz beim Baden wahren wollen, und gibt Hinweise zur Unterkunftswahl und zur praktischen Gestaltung des Badens.

Es ist völlig in Ordnung, von Anfang an nicht gemeinsam zu baden

Nur weil man mit den Eltern zu einer Onsen-Reise fährt, heißt das nicht, dass man zwangsläufig zusammen ins Bad gehen muss. Der Zweck einer Onsen-Reise besteht nicht darin, alle zusammen in dieselbe Wanne zu steigen, sondern darin, denselben Ort angenehm zu erleben.

Wenn die Unterkunft über getrennte Großbäder für Männer und Frauen verfügt, ist es einfach, sich auf natürliche Weise zu trennen. Selbst bei gleichgeschlechtlichen Begleitungen kann man durch zeitliche Staffelung das Risiko verringern, sich in der Umkleide oder im Badebereich zu begegnen. Solche Abstimmungen sind nicht unnatürlich, im Gegenteil, sie sind gängige Praxis.

Verlegenheit entsteht oft durch die Erwartung, „gemeinsam“ zu sein

Typischerweise wird die Situation peinlich, wenn man denkt: „Weil es ein Privatbad gibt, sollten wir doch alle zusammen rein“ oder „Wir sind extra hergekommen, also sollten wir ins große Bad gemeinsam gehen“. Allein das Festhalten an dieser Erwartung kann Druck erzeugen.

In der Praxis löst oft schon das Loslassen dieser Erwartung viel. Jemand geht ins große Bad, jemand anderes nutzt das Zimmerbad, und wieder jemand anderes das Privatbad — und die Reise läuft trotzdem problemlos. Die Verlegenheit entsteht weniger durch das Baden selbst als durch das Gefühl, eine erwartete Rolle erfüllen zu müssen.

Kriterien für Unterkünfte, die sich für Eltern-Kind-Reisen eignen

Wenn Sie Distanz wahren möchten, achten Sie zunächst auf Unterkünfte, die neben den üblichen getrennten Großbädern auch Privatbäder oder Zimmerbäder anbieten. Mehrere Badeoptionen erleichtern es, je nach Stimmung und Verhältnis flexibel zu handeln.

Hilfreich sind außerdem Unterkünfte, bei denen mehrere Zimmer verfügbar sind, gemischte japanisch-westliche Zimmer die Schlafbereiche trennen lassen oder Mahlzeiten in privaten Speiseräumen möglich sind. Nicht nur das Bad, sondern der gesamte Aufenthalt profitiert davon, wenn die Unterkunft Möglichkeiten bietet, etwas Abstand zu gewinnen.

Privatbäder müssen nicht als „Ort für die ganze Familie“ verstanden werden

Bei Aussicht auf ein Privatbad entsteht leicht der Eindruck, es sei für das gemeinsame Familienbad vorgesehen. Tatsächlich ist die Nutzung viel freier: Die Eltern können das Bad allein nutzen, Sie können es alleine nutzen, Paare gehen gemeinsam hinein, oder man nutzt es der Reihe nach in freien Zeitfenstern.

Wenn man von vornherein annimmt, dass das Privatbad für „die ganze Familie“ gedacht ist, kann das sogar zusätzlichen Druck erzeugen. Praktischer ist es, Privatbäder eher als Ausweichmöglichkeit zu betrachten, wenn man dem Gemeinschaftsbad entgehen möchte.

Feinabstimmung funktioniert oft auch ohne große Erklärungen

Solche unangenehmen Gefühle lassen sich meist auch ohne ausführliche, direkte Gespräche umgehen. Formulierungen wie Ich gehe später, Ich ruhe mich noch kurz aus und komme dann oder Ich nutze das Bad im Zimmer reichen häufig aus, um die Situation natürlich zu entschärfen.

Selbst bei engem Verhältnis zu den Eltern muss nicht die gesamte Intimität geteilt werden. Wichtig ist, dass die Unterkunft von sich aus Bewegungsräume schafft, in denen sich solche Abläufe unauffällig ergeben können.

Bei älteren Eltern kann „nicht zusammen baden“ auch aus Sicherheitsgründen sinnvoll sein

Bei Reisen mit älteren Eltern unterscheiden sich Badetempo und körperliche Belastbarkeit oft erheblich. Manche möchten lange Aufenthalte vermeiden, brauchen Haltegriffe oder möchten sich erst im Zimmer ausruhen, bevor sie baden.

Deshalb geht es nicht nur um die Verlegenheit, sondern auch darum, ob man in einer stressfreien Weise baden kann. Hat die Unterkunft ein Zimmerbad oder Privatbad, lässt sich die Badzeit leichter staffeln und erholt man sich ungestört.

Wie man die Onsen-Reise mit den Eltern erfolgreich gestaltet

Wichtig ist nicht, alte Familienmuster zu reproduzieren, sondern mit dem heutigen Verhältnis und dem aktuellen Alter eine passende Distanz zu finden und trotzdem denselben Ort angenehm zu teilen.

Gemeinsam essen, gemeinsam die Aussicht genießen und die Unterkunft teilen — beim Baden darf man eine andere Form wählen. Das genügt, damit die Onsen-Reise als gemeinsame Erfahrung funktioniert und oft verbessert es sogar die Stimmung der gesamten Reise.

Fazit

Wenn Ihnen das gemeinsame Baden mit den Eltern unangenehm ist, wählen Sie von Anfang an eine Unterkunft, die getrennte Alternativen bietet. Großbäder nach Geschlecht, Privatbäder und Zimmerbäder reduzieren Verlegenheit und geben Spielraum.

In Japan muss nicht die ganze Familie in der gleichen Form baden. Der Wunsch, mit den Eltern zu reisen, und der Wunsch, beim Baden Distanz zu wahren, lassen sich vereinbaren. Entscheidend ist eine Unterkunft, die beides auf einfache Weise möglich macht.

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