Sauna wird oft als förderlich für die Erholung angesehen. Wer nach dem Sport in die Sauna geht, fühlt sich häufig gelockerter oder berichtet von weniger Schwere am nächsten Tag. Diese Eindrücke lassen sich durch wärmebedingte Veränderungen der Durchblutung und durch einen Zustand erklären, in dem Erholung leichter fällt.
Allerdings ist die Sauna kein Allheilmittel. In diesem Artikel ordnen wir ein, was man in Bezug auf Erholung erwarten kann und worauf man achten sollte.
Warum es sich nach dem Sport angenehm anfühlt
Was nach dem Saunagang oft eintritt, ist eine Erwärmung des Körpers und das Nachlassen von Muskelverspannungen. Wärme erleichtert das Entspannen, und in Kombination mit einer Außenabkühlung wirkt das psychisch beruhigend. Das führt häufig zum Gefühl, sich erholt zu haben.
Außerdem trägt die bewusste Flüssigkeitsaufnahme und Pause nach der Sauna dazu bei, gezielt Erholungszeit zu schaffen. In vielerlei Hinsicht wirkt die Sauna weniger als isoliertes Mittel als vielmehr als Anlass, in einen Erholungsmodus zu wechseln.
Was man realistischerweise erwarten kann
Relativ typisch sind das Nachlassen von Muskelspannung, ein mentaler Wechsel hin zu weniger Ermüdung und ein leichterer Einstieg in den Schlaf. Wenn nach dem Training noch eine erhöhte Erregung besteht, kann ein Saunagang helfen, einen klaren Abschluss zu finden.
Dagegen wäre es übertrieben zu behaupten, Sauna beschleunige nachweisbar die Muskelreparatur oder führe zu messbar schnellerer Regeneration. Im Leistungssport haben Ernährung, Schlaf, Flüssigkeitsstatus und Trainingssteuerung größeren Einfluss auf die Erholung.
Direkt nach dem Training ist Vorsicht geboten
Unmittelbar nach dem Sport kann bereits ein trockener Flüssigkeitsmangel vorliegen und die Körpertemperatur erhöht sein. Unter diesen Bedingungen in eine heiße Sauna zu gehen, kann die Belastung erhöhen statt die Erholung zu fördern. Besonders nach langem Ausdauertraining oder Training an heißen Tagen ist Vorsicht angeraten.
Wenn man sehr erschöpft ist, sollte man zuerst auf Flüssigkeitszufuhr und Ruhe achten und dann prüfen, ob ein Saunagang wirklich wohltuend ist.
Das Kaltwasserbad ist nicht zwingend erforderlich
Wer Sauna zur Erholung nutzt, profitiert nicht zwingend von einem intensiven Wechsel zwischen heiß und kalt. Für manche passt ein Kaltwasserbad gut, andere empfinden den Reiz als zu stark. Wer die Regeneration in den Vordergrund stellt, muss keinen starken Temperaturwechsel erzwingen.
Viele kommen mit leichter Abkühlung oder nur mit einer Außenabkühlung gut zurecht. Wichtig ist, dass das Ende des Rituals als angenehm empfunden wird.
Athleten und Freizeitnutzer getrennt betrachten
Athleten nutzen Sauna gelegentlich, doch dies geschieht meist im Rahmen eines Gesamtplans mit Ernährung, Schlaf, medizinischer Betreuung und Trainingsplanung. Freizeitnutzer sollten eher auf eine schonende, dem eigenen Erschöpfungsgrad angepasste Anwendung achten, statt Profi-Protokolle ungefiltert zu übernehmen.
Für durch Arbeit oder Reisen beanspruchte Körper kann schon eine kurze Saunaeinheit mit ausreichend Pause sehr hilfreich sein.
Zusammenfassung
Sauna kann nach dem Sport und bei Alltagsmüdigkeit helfen, indem Körper erwärmt, Verspannungen gelockert und mentale Zustände gewechselt werden. Entscheidend für die Erholung ist dabei weniger die Wärme an sich als die Möglichkeit, in eine Pause, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Schlaf überzuleiten.
Gleichzeitig gilt: Je erschöpfter man ist, desto weniger ist langes Verweilen in hoher Hitze sinnvoll. Wegen Dehydrierung und Kreislaufbelastung sollte Sauna zur Erholung nicht dazu dienen, sich noch weiter zu belasten, sondern dazu, einen erholungsfreundlichen Zustand zu schaffen.


