Japans Saunen im Überblick: dry, löyly (auto/self), steam, mist, salt, far infrared und Outdoor. Erfahre Temperatur, Luftfeuchte, Gefühl und wer sie jeweils am besten verträgt.
Veröffentlicht: 22.10.2025
Japans Saunen im Überblick: dry, löyly (auto/self), steam, mist, salt, far infrared und Outdoor. Erfahre Temperatur, Luftfeuchte, Gefühl und wer sie jeweils am besten verträgt.
Veröffentlicht: 22.10.2025
In Japan ist eine Sauna nicht einfach nur ein „heißer Raum“, sondern je nach Wärmeübertragung und Luftfeuchtigkeit in mehrere Typen unterteilt. Grob gesagt gibt es die trockene Dry Sauna, löyly mit Dampf, die feuchte Steam- und Mist-Sauna, die Salzsauna, die sanft erwärmende Far-Infrared-Sauna sowie Outdoor-Typen wie Zelt- und Holzofensaunen.
Der zentrale Unterschied liegt im Verhältnis von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Auch wenn man in beiden Fällen schwitzt, fühlt sich das Schwitzen in heißer, trockener Luft ganz anders an als in etwas kühlerer, aber feuchter Luft. Wer die Typen kennt, kann leichter die Wärme wählen, die sich persönlich angenehm anfühlt.
In diesem Artikel ordnen wir die in Japan häufig anzutreffenden Saunatypen nach Merkmalen, typischen Temperatur- und Feuchtigkeitsbereichen sowie geeigneten Nutzerprofilen ein. Die Zahlen sind dabei nur allgemeine Richtwerte, da es je nach Anlage große Unterschiede gibt. Die konkrete Nutzung und die Schritte bis zum totonou werden in Sauna richtig nutzen: Anfängerleitfaden behandelt. Hier geht es nur um die Unterschiede der Saunaarten selbst.
Zur besseren Orientierung haben wir die wichtigsten Typen in einer Vergleichstabelle zusammengefasst. Die Temperaturen sind grobe Richtwerte und können je nach Anlage höher oder niedriger ausfallen.
| Typ | Richtwert Temperatur | Luftfeuchtigkeit | Gefühl | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Dry Sauna | ca. 80–100°C | eher niedrig | Trockene, intensive Hitze. Es dauert etwas, bis der Schweiß kommt | Wer klassische, kräftige Hitze mag |
| löyly (auto/self) | ca. 70–90°C | mittel bis hoch | Dampf erhöht das Wärmegefühl, Schweiß setzt schneller ein | Wer trockene Hitze nicht mag und Dampf bevorzugt |
| Steam Sauna | ca. 40–60°C | sehr hoch | Von Dampf umhüllt. Weniger beklemmend beim Atmen | Menschen, die hohe Temperaturen nicht gut vertragen, und Anfänger |
| Mist Sauna | ca. 40–50°C | hoch | Weich und sanft wärmend | Wer hitzeempfindlich ist und länger bleiben möchte |
| Salzsauna | ca. 50–70°C | mittel | Milde Hitze. Salz wird auf die Haut gelegt und erlebt | Wer starke Hitze nicht mag |
| Far-Infrared Sauna | ca. 60–90°C | eher niedrig | Wärme dringt langsam bis in den Körperkern vor | Wer gleichmäßige Wärme bevorzugt |
Diese Tabelle zeigt nur Tendenzen. Selbst innerhalb derselben „Dry Sauna“ können Temperatur und Luftfeuchte je nach Anlage stark variieren. Im Folgenden betrachten wir die einzelnen Typen etwas genauer.
Die in Japan am weitesten verbreitete Saunaart ist die Dry Sauna, die mit trockener, heißer Luft das Schwitzen fördert. Der Raum wird mit einem erhitzten Saunastein- oder Elektroheizer erwärmt, während die Luftfeuchtigkeit niedrig bleibt. Typischerweise liegt die Einstellung oft bei etwa 80–100°C, und viele der sogenannten „normalen Saunen“ gehören zu diesem Typ.
Trockene Hitze ist sehr klar spürbar, und die heiße Luft auf der Haut wird direkt wahrgenommen. Gleichzeitig kann die geringe Luftfeuchtigkeit bei manchen Menschen Trockenheit im Hals oder auf der Haut verursachen. Da es viele Anlagen gibt und der Zugang meist einfach ist, sollte man diesen Typ zuerst verstehen, um die übrigen besser einordnen zu können.
löyly bezeichnet das Aufgießen von Wasser auf erhitzte Saunasteine, um Dampf zu erzeugen. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit, das Wärmegefühl nimmt zu und der Schweiß tritt schneller aus. In der japanischen Sauna- und Spa-Vereinigung wird löyly grob in „auto löyly“ und „self löyly“ unterteilt.
auto löyly ist ein Typ, bei dem eine Maschine in festen Abständen automatisch Wasser auf die Steine gibt. Man muss nicht selbst aktiv werden und kann den Moment genießen, in dem der aufsteigende Dampf die Hitze im Raum deutlich verstärkt. Da viele Menschen diesen Effekt gleichzeitig erleben können, ist diese Form in Japan in den letzten Jahren schnell gewachsen.
self löyly ist die Variante, bei der Gäste im Rahmen der Hausregeln selbst Wasser aufgießen. So lässt sich die Luftfeuchtigkeit nach persönlichem Geschmack steuern. Allerdings gibt es je nach Anlage Regeln zur Menge, Häufigkeit und zum Zeitpunkt des Aufgusses, daher sollte man die Hinweise vor Ort oder die Anweisungen des Personals befolgen. Die kulturellen Hintergründe wie „Sa-dō“ und totonou im Zusammenhang mit löyly und Sauna werden in totonou und Japans Saunakultur ausführlich behandelt.
Steam Sauna und Mist Sauna erwärmen den Körper beide mit Dampf und sind gemeinsam dadurch gekennzeichnet, dass sie kühler sind als eine Dry Sauna. Obwohl die Temperaturen niedriger sind, ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, sodass sich die Wärme deutlich anfühlt und man gut schwitzen kann.
Die Steam Sauna füllt den Raum mit Dampf. Das Atmen fühlt sich oft weniger belastend an, doch manche empfinden die hohe Luftfeuchtigkeit als schwer. Die Mist Sauna verwendet feinen, nebelartigen Dampf und bietet häufig ein noch sanfteres Körpergefühl. Beide Typen eignen sich für Menschen, denen hohe Dry-Sauna-Hitze zu stark ist, oder für diejenigen, die lieber länger und entspannter bleiben möchten. Auch als Einstieg für Menschen, die trockene Hitze nicht mögen und denken, Sauna sei „zu heiß“, sind sie gut geeignet.
Die Salzsauna ist ein in japanischen Badeanlagen häufig anzutreffender, recht charakteristischer Typ. Typisch ist, dass man das im Raum bereitgestellte Salz auf die Haut aufträgt und es zusammen mit dem Schweiß langsam auflöst. Die Temperatur ist nicht extrem hoch, sondern liegt oft in einem milden Bereich von etwa 50–70°C.
Manche mögen Salzsaunen, weil sie das Gefühl auf der Haut und eine Art sanfte Pflege erleben möchten. Wenn die Haut jedoch verletzt ist, kann es brennen, und auch direkt nach der Rasur oder Haarentfernung ist die Reizung oft stärker. Anstatt zu viel von der Wirkung des Salzes zu erwarten, sollte man sie eher als milde Wärme mit besonderem Hautgefühl genießen.
Die Far-Infrared Sauna wärmt den Körper mit Ferninfrarot-Heizern und ist in traditionellen japanischen Health Resorts und öffentlichen Badehäusern häufig zu finden. Im Vergleich zur finnischen Variante mit Saunasteinen wird die Wärme hier eher direkt und langsam in den Körper geleitet, statt vor allem die Luft zu erhitzen.
Die Luftfeuchtigkeit ist eher niedrig, und die Temperatur variiert je nach Anlage stark, meist etwa zwischen 60 und 90°C. Es gibt keine auffälligen Dampfeffekte, aber für Menschen, die gleichmäßig und ruhig warm werden möchten, ist sie sehr angenehm. Diese Form ist seit Langem beliebt und zeigt oft den individuellen Charakter der jeweiligen Anlage.
Besonders beliebt geworden sind in den letzten Jahren Outdoor-Saunen, die man im Freien genießt. Dazu gehören Zelt-Saunen, in denen ein Ofen das Zelt aufheizt, sowie Holzofensaunen, die mit brennendem Holz erwärmt werden. Ihr Reiz liegt in der besonderen Wärmequalität, dem Holzgeruch und dem starken Gefühl der Nähe zur Natur.
Zelt-Saunen lassen sich an Flussufern, Seen oder auf Campingplätzen erleben. Nach dem löyly direkt zur frischen Luft oder ans Wasser zu gehen, ist dabei besonders befreiend. Da Wetter und Standort das Erlebnis stark beeinflussen, unterscheidet sich diese Form deutlich von Indoor-Anlagen. Es gibt zwar weniger davon, doch gerade Menschen, die Sauna als besonderes Erlebnis genießen möchten, wählen sie gerne.
Beim Sortieren der Typen wird Iwaburo oft verwechselt. Iwaburo bedeutet, sich auf erwärmte Steine zu legen und sanft zu schwitzen. Das ist konzeptionell anders als Sauna, bei der man in einem heißen Raum in kurzer Zeit schwitzt. Temperatur, Haltung und Ablauf unterscheiden sich deutlich, daher ist es im Allgemeinen sinnvoller, Iwaburo als eigene Kategorie zu betrachten.
Beide sind zwar Orte, an denen man sich wärmt und schwitzt, aber das Erlebnis ist nicht dasselbe. Die Eigenschaften und die Nutzung von Iwaburo werden in Was ist Iwaburo? ausführlich erklärt.
Unabhängig davon, welchen Typ man wählt, gelten gemeinsame Vorsichtsmaßnahmen. Saunaräume werden sehr heiß, und Heizgeräte, Beleuchtung oder Glastüren können stark erhitzt sein. Die japanische Verbraucherbehörde weist darauf hin, dass es im Zusammenhang mit Saunagängen Berichte über Verbrennungen und Schnittverletzungen gibt, und empfiehlt eine Nutzung, die der eigenen Verfassung angepasst ist.
Gerade bei Typen mit hoher Temperatur oder hoher Luftfeuchtigkeit ist es wichtig, lange Dauerbelastung zu vermeiden und regelmäßig Flüssigkeit aufzunehmen, um Überhitzung und Dehydrierung zu verhindern. Da die Hitzewahrnehmung individuell sehr unterschiedlich ist, sollten die genannten Temperaturbereiche nur als Orientierung dienen. Bitte achte immer auf deinen Körper.
Die Dry Sauna setzt vor allem auf trockene Hitze bei niedriger Luftfeuchtigkeit. löyly gibt durch Wasser auf heißen Saunasteinen Dampf dazu, wodurch Luftfeuchtigkeit und gefühlte Temperatur steigen und man schneller schwitzt. In vielen Anlagen findet löyly im selben Saunaraum statt. Es ist daher hilfreicher, es als „Methode zum Hinzufügen von Dampf“ zu verstehen als als eigenen Raum.
Wenn man noch nicht an Hitze gewöhnt ist, sind Steam Sauna oder Mist Sauna ein guter Einstieg, da sie kühler sind und weniger beklemmend wirken. Sobald man sich daran gewöhnt hat, kann man zu Dry Sauna oder löyly übergehen, um die Unterschiede besser zu vergleichen. Die konkrete Nutzung wird in Sauna richtig nutzen: Anfängerleitfaden erklärt.
Beide sind niedrig temperierte, hochfeuchte Saunen mit Dampf. Üblicherweise füllt die Steam Sauna den Raum mit Dampf, während die Mist Sauna feinen, nebelartigen Dampf verwendet. Die Mist Sauna wirkt oft sanfter. Allerdings variieren Bezeichnungen und Ausstattung je nach Anlage.
Die Salzsauna ist ein Typ, bei dem Salz auf die Haut gelegt und genossen wird, aber man kann nicht sagen, dass dadurch sicher bestimmte Schönheits- oder Gesundheitswirkungen erreicht werden. Betrachte sie eher als Erlebnis mit milder Wärme und besonderem Hautgefühl. Bei verletzter Haut oder direkt nach der Haarentfernung kann sie stärker reizen.
Im Allgemeinen wird es als etwas anderes behandelt. Iwaburo ist ein Stil, bei dem man auf erwärmten Steinen liegt und sanft schwitzt. Das unterscheidet sich in Aufbau und Ablauf von einer Sauna, in der man in einem heißen Raum kurz und intensiv schwitzt. Mehr dazu findest du in Was ist Iwaburo?.
Japans Saunawelt ist vielfältig: Dry Sauna mit trockener Hitze, löyly mit zusätzlichem Dampf, Steam und Mist mit niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit, Salzsauna, Far-Infrared Sauna zum langsamen Erwärmen des Kerns und Outdoor-Typen für ein Naturerlebnis. Der Hauptunterschied liegt im Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wodurch sich auch das Körpergefühl und die Eignung für verschiedene Menschen verändern.
Wer die Typen kennt, wählt Sauna nicht mehr nur nach „heiß“ oder „nicht so heiß“, sondern auch nach Luftfeuchtigkeit und Wärmequalität. Wenn du einen Typ entdeckt hast, der dich anspricht, suche in der Anlagenübersicht nach einem passenden Ort und vergleiche die unterschiedlichen Erlebnisse selbst.
In Japan ist eine Sauna nicht einfach nur ein „heißer Raum“, sondern je nach Wärmeübertragung und Luftfeuchtigkeit in mehrere Typen unterteilt. Grob gesagt gibt es die trockene Dry Sauna, löyly mit Dampf, die feuchte Steam- und Mist-Sauna, die Salzsauna, die sanft erwärmende Far-Infrared-Sauna sowie Outdoor-Typen wie Zelt- und Holzofensaunen.
Der zentrale Unterschied liegt im Verhältnis von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Auch wenn man in beiden Fällen schwitzt, fühlt sich das Schwitzen in heißer, trockener Luft ganz anders an als in etwas kühlerer, aber feuchter Luft. Wer die Typen kennt, kann leichter die Wärme wählen, die sich persönlich angenehm anfühlt.
In diesem Artikel ordnen wir die in Japan häufig anzutreffenden Saunatypen nach Merkmalen, typischen Temperatur- und Feuchtigkeitsbereichen sowie geeigneten Nutzerprofilen ein. Die Zahlen sind dabei nur allgemeine Richtwerte, da es je nach Anlage große Unterschiede gibt. Die konkrete Nutzung und die Schritte bis zum totonou werden in Sauna richtig nutzen: Anfängerleitfaden behandelt. Hier geht es nur um die Unterschiede der Saunaarten selbst.
Zur besseren Orientierung haben wir die wichtigsten Typen in einer Vergleichstabelle zusammengefasst. Die Temperaturen sind grobe Richtwerte und können je nach Anlage höher oder niedriger ausfallen.
| Typ | Richtwert Temperatur | Luftfeuchtigkeit | Gefühl | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Dry Sauna | ca. 80–100°C | eher niedrig | Trockene, intensive Hitze. Es dauert etwas, bis der Schweiß kommt | Wer klassische, kräftige Hitze mag |
| löyly (auto/self) | ca. 70–90°C | mittel bis hoch | Dampf erhöht das Wärmegefühl, Schweiß setzt schneller ein | Wer trockene Hitze nicht mag und Dampf bevorzugt |
| Steam Sauna | ca. 40–60°C | sehr hoch | Von Dampf umhüllt. Weniger beklemmend beim Atmen | Menschen, die hohe Temperaturen nicht gut vertragen, und Anfänger |
| Mist Sauna | ca. 40–50°C | hoch | Weich und sanft wärmend | Wer hitzeempfindlich ist und länger bleiben möchte |
| Salzsauna | ca. 50–70°C | mittel | Milde Hitze. Salz wird auf die Haut gelegt und erlebt | Wer starke Hitze nicht mag |
| Far-Infrared Sauna | ca. 60–90°C | eher niedrig | Wärme dringt langsam bis in den Körperkern vor | Wer gleichmäßige Wärme bevorzugt |
Diese Tabelle zeigt nur Tendenzen. Selbst innerhalb derselben „Dry Sauna“ können Temperatur und Luftfeuchte je nach Anlage stark variieren. Im Folgenden betrachten wir die einzelnen Typen etwas genauer.
Die in Japan am weitesten verbreitete Saunaart ist die Dry Sauna, die mit trockener, heißer Luft das Schwitzen fördert. Der Raum wird mit einem erhitzten Saunastein- oder Elektroheizer erwärmt, während die Luftfeuchtigkeit niedrig bleibt. Typischerweise liegt die Einstellung oft bei etwa 80–100°C, und viele der sogenannten „normalen Saunen“ gehören zu diesem Typ.
Trockene Hitze ist sehr klar spürbar, und die heiße Luft auf der Haut wird direkt wahrgenommen. Gleichzeitig kann die geringe Luftfeuchtigkeit bei manchen Menschen Trockenheit im Hals oder auf der Haut verursachen. Da es viele Anlagen gibt und der Zugang meist einfach ist, sollte man diesen Typ zuerst verstehen, um die übrigen besser einordnen zu können.
löyly bezeichnet das Aufgießen von Wasser auf erhitzte Saunasteine, um Dampf zu erzeugen. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit, das Wärmegefühl nimmt zu und der Schweiß tritt schneller aus. In der japanischen Sauna- und Spa-Vereinigung wird löyly grob in „auto löyly“ und „self löyly“ unterteilt.
auto löyly ist ein Typ, bei dem eine Maschine in festen Abständen automatisch Wasser auf die Steine gibt. Man muss nicht selbst aktiv werden und kann den Moment genießen, in dem der aufsteigende Dampf die Hitze im Raum deutlich verstärkt. Da viele Menschen diesen Effekt gleichzeitig erleben können, ist diese Form in Japan in den letzten Jahren schnell gewachsen.
self löyly ist die Variante, bei der Gäste im Rahmen der Hausregeln selbst Wasser aufgießen. So lässt sich die Luftfeuchtigkeit nach persönlichem Geschmack steuern. Allerdings gibt es je nach Anlage Regeln zur Menge, Häufigkeit und zum Zeitpunkt des Aufgusses, daher sollte man die Hinweise vor Ort oder die Anweisungen des Personals befolgen. Die kulturellen Hintergründe wie „Sa-dō“ und totonou im Zusammenhang mit löyly und Sauna werden in totonou und Japans Saunakultur ausführlich behandelt.
Steam Sauna und Mist Sauna erwärmen den Körper beide mit Dampf und sind gemeinsam dadurch gekennzeichnet, dass sie kühler sind als eine Dry Sauna. Obwohl die Temperaturen niedriger sind, ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, sodass sich die Wärme deutlich anfühlt und man gut schwitzen kann.
Die Steam Sauna füllt den Raum mit Dampf. Das Atmen fühlt sich oft weniger belastend an, doch manche empfinden die hohe Luftfeuchtigkeit als schwer. Die Mist Sauna verwendet feinen, nebelartigen Dampf und bietet häufig ein noch sanfteres Körpergefühl. Beide Typen eignen sich für Menschen, denen hohe Dry-Sauna-Hitze zu stark ist, oder für diejenigen, die lieber länger und entspannter bleiben möchten. Auch als Einstieg für Menschen, die trockene Hitze nicht mögen und denken, Sauna sei „zu heiß“, sind sie gut geeignet.
Die Salzsauna ist ein in japanischen Badeanlagen häufig anzutreffender, recht charakteristischer Typ. Typisch ist, dass man das im Raum bereitgestellte Salz auf die Haut aufträgt und es zusammen mit dem Schweiß langsam auflöst. Die Temperatur ist nicht extrem hoch, sondern liegt oft in einem milden Bereich von etwa 50–70°C.
Manche mögen Salzsaunen, weil sie das Gefühl auf der Haut und eine Art sanfte Pflege erleben möchten. Wenn die Haut jedoch verletzt ist, kann es brennen, und auch direkt nach der Rasur oder Haarentfernung ist die Reizung oft stärker. Anstatt zu viel von der Wirkung des Salzes zu erwarten, sollte man sie eher als milde Wärme mit besonderem Hautgefühl genießen.
Die Far-Infrared Sauna wärmt den Körper mit Ferninfrarot-Heizern und ist in traditionellen japanischen Health Resorts und öffentlichen Badehäusern häufig zu finden. Im Vergleich zur finnischen Variante mit Saunasteinen wird die Wärme hier eher direkt und langsam in den Körper geleitet, statt vor allem die Luft zu erhitzen.
Die Luftfeuchtigkeit ist eher niedrig, und die Temperatur variiert je nach Anlage stark, meist etwa zwischen 60 und 90°C. Es gibt keine auffälligen Dampfeffekte, aber für Menschen, die gleichmäßig und ruhig warm werden möchten, ist sie sehr angenehm. Diese Form ist seit Langem beliebt und zeigt oft den individuellen Charakter der jeweiligen Anlage.
Besonders beliebt geworden sind in den letzten Jahren Outdoor-Saunen, die man im Freien genießt. Dazu gehören Zelt-Saunen, in denen ein Ofen das Zelt aufheizt, sowie Holzofensaunen, die mit brennendem Holz erwärmt werden. Ihr Reiz liegt in der besonderen Wärmequalität, dem Holzgeruch und dem starken Gefühl der Nähe zur Natur.
Zelt-Saunen lassen sich an Flussufern, Seen oder auf Campingplätzen erleben. Nach dem löyly direkt zur frischen Luft oder ans Wasser zu gehen, ist dabei besonders befreiend. Da Wetter und Standort das Erlebnis stark beeinflussen, unterscheidet sich diese Form deutlich von Indoor-Anlagen. Es gibt zwar weniger davon, doch gerade Menschen, die Sauna als besonderes Erlebnis genießen möchten, wählen sie gerne.
Beim Sortieren der Typen wird Iwaburo oft verwechselt. Iwaburo bedeutet, sich auf erwärmte Steine zu legen und sanft zu schwitzen. Das ist konzeptionell anders als Sauna, bei der man in einem heißen Raum in kurzer Zeit schwitzt. Temperatur, Haltung und Ablauf unterscheiden sich deutlich, daher ist es im Allgemeinen sinnvoller, Iwaburo als eigene Kategorie zu betrachten.
Beide sind zwar Orte, an denen man sich wärmt und schwitzt, aber das Erlebnis ist nicht dasselbe. Die Eigenschaften und die Nutzung von Iwaburo werden in Was ist Iwaburo? ausführlich erklärt.
Unabhängig davon, welchen Typ man wählt, gelten gemeinsame Vorsichtsmaßnahmen. Saunaräume werden sehr heiß, und Heizgeräte, Beleuchtung oder Glastüren können stark erhitzt sein. Die japanische Verbraucherbehörde weist darauf hin, dass es im Zusammenhang mit Saunagängen Berichte über Verbrennungen und Schnittverletzungen gibt, und empfiehlt eine Nutzung, die der eigenen Verfassung angepasst ist.
Gerade bei Typen mit hoher Temperatur oder hoher Luftfeuchtigkeit ist es wichtig, lange Dauerbelastung zu vermeiden und regelmäßig Flüssigkeit aufzunehmen, um Überhitzung und Dehydrierung zu verhindern. Da die Hitzewahrnehmung individuell sehr unterschiedlich ist, sollten die genannten Temperaturbereiche nur als Orientierung dienen. Bitte achte immer auf deinen Körper.
Die Dry Sauna setzt vor allem auf trockene Hitze bei niedriger Luftfeuchtigkeit. löyly gibt durch Wasser auf heißen Saunasteinen Dampf dazu, wodurch Luftfeuchtigkeit und gefühlte Temperatur steigen und man schneller schwitzt. In vielen Anlagen findet löyly im selben Saunaraum statt. Es ist daher hilfreicher, es als „Methode zum Hinzufügen von Dampf“ zu verstehen als als eigenen Raum.
Wenn man noch nicht an Hitze gewöhnt ist, sind Steam Sauna oder Mist Sauna ein guter Einstieg, da sie kühler sind und weniger beklemmend wirken. Sobald man sich daran gewöhnt hat, kann man zu Dry Sauna oder löyly übergehen, um die Unterschiede besser zu vergleichen. Die konkrete Nutzung wird in Sauna richtig nutzen: Anfängerleitfaden erklärt.
Beide sind niedrig temperierte, hochfeuchte Saunen mit Dampf. Üblicherweise füllt die Steam Sauna den Raum mit Dampf, während die Mist Sauna feinen, nebelartigen Dampf verwendet. Die Mist Sauna wirkt oft sanfter. Allerdings variieren Bezeichnungen und Ausstattung je nach Anlage.
Die Salzsauna ist ein Typ, bei dem Salz auf die Haut gelegt und genossen wird, aber man kann nicht sagen, dass dadurch sicher bestimmte Schönheits- oder Gesundheitswirkungen erreicht werden. Betrachte sie eher als Erlebnis mit milder Wärme und besonderem Hautgefühl. Bei verletzter Haut oder direkt nach der Haarentfernung kann sie stärker reizen.
Im Allgemeinen wird es als etwas anderes behandelt. Iwaburo ist ein Stil, bei dem man auf erwärmten Steinen liegt und sanft schwitzt. Das unterscheidet sich in Aufbau und Ablauf von einer Sauna, in der man in einem heißen Raum kurz und intensiv schwitzt. Mehr dazu findest du in Was ist Iwaburo?.
Japans Saunawelt ist vielfältig: Dry Sauna mit trockener Hitze, löyly mit zusätzlichem Dampf, Steam und Mist mit niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit, Salzsauna, Far-Infrared Sauna zum langsamen Erwärmen des Kerns und Outdoor-Typen für ein Naturerlebnis. Der Hauptunterschied liegt im Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wodurch sich auch das Körpergefühl und die Eignung für verschiedene Menschen verändern.
Wer die Typen kennt, wählt Sauna nicht mehr nur nach „heiß“ oder „nicht so heiß“, sondern auch nach Luftfeuchtigkeit und Wärmequalität. Wenn du einen Typ entdeckt hast, der dich anspricht, suche in der Anlagenübersicht nach einem passenden Ort und vergleiche die unterschiedlichen Erlebnisse selbst.