Warum wirken manche heißen Quellen goldgelb, braungelb oder braun? Wir erklären die Ursachen: Eisenoxidation, Jodoxidation, Trübung salzhaltiger Quellen, Schwefelablagerungen und Huminstoffe. Neutral, mit Hinweisen der Japan Hot Spring Association und des Umweltministeriums.
Veröffentlicht: 24.12.2025
Warum wirken manche heißen Quellen goldgelb, braungelb oder braun? Wir erklären die Ursachen: Eisenoxidation, Jodoxidation, Trübung salzhaltiger Quellen, Schwefelablagerungen und Huminstoffe. Neutral, mit Hinweisen der Japan Hot Spring Association und des Umweltministeriums.
Veröffentlicht: 24.12.2025
Heiße Quellen, die goldgelb, braungelb oder braun erscheinen, fallen durch ihre markante Optik auf und werden oft als „Goldquelle“ geschätzt. Doch es gibt nicht nur einen Grund, warum das Wasser gelb bis golden wirkt.
Kurz gesagt: Hinter goldgelben und braungelben Farben stehen mehrere Stoffe, und je nach Ursache ändern sich Farbton und Eindruck. Eisenoxidation, Jodoxidation, trübes Salzwasser, hellgelbe Schwefelablagerungen und sogar humusartige Bestandteile pflanzlichen Ursprungs prägen das Bild auf überraschend unterschiedliche Weise.
In diesem Artikel ordnen wir die verschiedenen Ursachen für goldgelbe und braungelbe Farben, Beispiele berühmter Bäder, die als „Goldquelle“ bekannt sind, die Gründe für wechselnde Farbwahrnehmungen sowie wichtige Hinweise zum Baden ein. Wie weißlich getrübtes Wasser entsteht, erklärt der Guide Warum milchig-weiße heiße Quellen trüb erscheinen; eine ausführliche Erklärung der Eisenchemie hinter rotbraunen Quellen finden Sie in Warum eisenhaltige Quellen rotbraun werden und berühmte Bäder. Hier liegt der Fokus auf gelb bis golden wirkenden Quellen.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und garantiert keine bestimmten Wirkungen oder kosmetischen Vorteile. Dunkle Quellen können den Boden schwer erkennbar und rutschig machen. Wer Vorerkrankungen hat oder sich nicht wohlfühlt, sollte sich nicht überanstrengen und den Anweisungen der Einrichtung folgen.
Wichtig ist zunächst: „goldgelb“, „braungelb“ und „braun“ sind keine offiziellen Quelltypen, sondern Beschreibungen des Wasserbildes. In Reiseführern werden solche Quellen oft mit attraktiven Begriffen wie „Goldquelle“ vorgestellt, doch der Name selbst sagt nichts über einen bestimmten Inhaltsstoff oder eine Wirkung aus.
Selbst innerhalb derselben Gelbfärbung kann es große Unterschiede geben: ein helles, klares Goldgelb, ein trübes Braungelb oder ein dunkles, fast braunes Wasser können jeweils andere Ursachen haben. Wer eine goldfarbene Quelle sieht, sollte deshalb zuerst fragen: „Welcher Stoff verursacht diese Farbe?“ So kommt man der tatsächlichen Beschaffenheit näher. Verlässlich ist nur die Prüfung des ausgehangenen Analyseberichts im Umkleidebereich oder Bad, nicht die Farbe allein. Einen Überblick über Quelltypen bietet der Guide Leitfaden zu Onsen-Quelltypen.
Die Ursachen für gelb bis golden wirkende Farben sind vielfältig. Auf Grundlage von Erklärungen der Japan Hot Spring Association zur „Farbe von heißen Quellen“ lässt sich das Wesentliche wie folgt zusammenfassen. Die Farben sind nur Tendenzen; in der Praxis mischen sich oft mehrere Bestandteile.
| Hauptursache | Typischer Farbeindruck | Auslöser und Hintergrund |
|---|---|---|
| Eisenoxidation | Braungelb bis Rotbraun, bei schwacher Ausprägung gelblicher | Eisen oxidiert bei Kontakt mit Luft und wird zu feinen Partikeln |
| Jodoxidation | Blassgelb bis Hellbraun | In chloridhaltigen Quellen aus Meerwasser oxidiert Jod |
| Huminstoffe, etwa Huminsäure | Tee- bis Karamellfarbe, sogenanntes Moorbad | Pflanzliche Stoffe lösen sich aus Torfschichten und verwandten Böden |
| Schwefelablagerungen | Milchweiß mit leicht gelblichem Schimmer | Schwefelbestandteile scheiden sich bei Luftkontakt aus |
| Trübung stark salzhaltigen Wassers | Kann zu braungelbem Trübwasser führen | Mischt sich mit Eisen oder anderen Stoffen und wird trüb |
Am deutlichsten färbt meist Eisenoxidation das Wasser. Ursprünglich unterirdisch oft fast klar, trifft das Wasser an der Oberfläche auf Sauerstoff; das Eisen oxidiert und bildet gelblich-braune bis rotbraune Feinpartikel, die das Wasser färben. Bei geringerem Eisengehalt wirkt es eher gelb bis gelbgrün, bei höherem Gehalt zunehmend braun. Eine ausführliche Erklärung der Chemie hinter rotbraunem Wasser finden Sie in Warum eisenhaltige Quellen rotbraun werden und berühmte Bäder; auch in goldgelb wirkenden Quellen spielt Eisen häufig eine Rolle.
Auch Jod ist ein wichtiger Faktor. In chloridhaltigen Quellen mit Meerwasserursprung kann das Wasser bei der Austrittstemperatur zunächst farblos sein, sich aber bei Kontakt mit Luft durch Oxidation der Jodid-Ionen in blassgelb bis hellbraun verfärben. Wasser mit ausreichend Jod wird als jodhaltige Heilquelle eingestuft; laut dem Leitfaden des Umweltministeriums zur Analyse von Mineralquellen gilt ein Gehalt von mindestens 10 mg Jodid-Ion pro kg Quellwasser.
Huminstoffe erzeugen eine etwas andere Farbwelt, sind aber ebenfalls weithin für braungelbe bis karamellfarbene Quellen bekannt. Wasser, das durch Torfschichten aufsteigt, kann Huminsäuren und andere organische Stoffe aufnehmen, die aus über lange Zeit zersetzten Pflanzen stammen, und dadurch die Farbe von Tee oder Oolong-Tee annehmen. Ein typisches Beispiel sind die sogenannten Moorbäder, etwa in Tokachigawa in Hokkaido.
Darüber hinaus können auch Schwefelquellen durch ausgeschiedenen Schwefel in hellgelben Tönen erscheinen, und stark salzhaltiges Wasser kann sich mit anderen Bestandteilen mischen und als braungelbes Trübwasser wirken. Die weißliche Trübung und der gelbliche Schimmer schwefelhaltiger Quellen werden im Guide Geruch und Farbe von Schwefelquellen ausführlicher behandelt.
Goldgelbe und braungelbe Quellen werden vielerorts als „Goldquelle“ oder „Goldwasser“ geschätzt. Bekannte Beispiele haben ihre Färbung meist dem Eisen zu verdanken.
Das „Goldwasser“ von Arima Onsen in der Präfektur Hyogo ist reich an Eisen und Salz. Beim Austritt ist es nahezu farblos, verfärbt sich aber durch Eisenoxidation an der Luft zu rotbraunen bis goldenen Tönen. Es ist auch für seinen hohen Salzgehalt bekannt und wird deshalb seit langem als „Goldwasser“ bezeichnet.
Auch das „Kogane no Yu“ in Ikaho Onsen in der Präfektur Gunma enthält Eisen. Das Wasser tritt farblos aus, färbt sich aber an der Luft braun. Diese traditionelle Trübung zeigt, dass man einen Quelltyp nicht allein anhand des Aussehens bestimmen kann, zumal es in derselben Thermalregion auch andere Quellen mit anderer Farbe gibt.
Bei all diesen berühmten Bädern beschreibt das Wort „golden“ lediglich den Farbeindruck; es ist kein Versprechen besonderer Wirkungen. Verlässlich ist die Prüfung des ausgehängten Quelltyps oder Analyseberichts.
Goldgelbe und braungelbe Quellen können bei jedem Besuch anders wirken. Das liegt daran, dass viele der farbgebenden Reaktionen erst nach Kontakt mit Luft weiter fortschreiten.
Die Oxidation von Eisen und Jod verläuft, nachdem das Wasser an die Oberfläche gelangt und Sauerstoff ausgesetzt ist, mit der Zeit weiter. Deshalb kann es vorkommen, dass der Bereich nahe der Quelle noch klar erscheint, während das Wasser weiter entfernt im Becken oder nach längerer Standzeit deutlich dunkler wirkt. Auch Temperatur, Lufttemperatur und die Stärke des Zuflusses verändern das Erscheinungsbild von Tag zu Tag. Es ist also nicht immer dieselbe Farbe.
Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme: „Je dunkler, desto konzentrierter“ oder „je stärker gefärbt, desto besser“. Die Farbintensität hängt jedoch davon ab, wie weit die Oxidation fortgeschritten ist und wie viele Partikel schweben; sie sagt nicht direkt etwas über Konzentration oder Wirkung aus. Farbe ist ein Hinweis auf die Individualität des Wassers, aber kein Maßstab für Qualität.
Bei goldgelben und braungelben Quellen gibt es einige praktische Punkte zu beachten.
Erstens können eisen- oder farbstoffhaltige Wässer weiße Handtücher und Kleidung verfärben. Wenn die Einrichtung Handtücher bereitstellt, sollten Sie diese bevorzugen. Nutzen Sie eigene weiße Handtücher oder Badebekleidung, sollten Sie mit möglichen Verfärbungen rechnen.
Zweitens sind bei trübem Wasser Boden und Stufen schwerer zu erkennen. Außerdem können sich oxidiertes Eisen und andere Bestandteile an Beckenrand, Boden oder im Bereich des Zulaufs ablagern und glitschig machen. Auch wenn solche Becken besonders eindrucksvoll wirken, gehen Sie beim Ein- und Ausstieg langsam und halten Sie sich möglichst an Rand oder Haltegriffen fest.
Bei stark mineralhaltigem Wasser ist es sinnvoll, nicht gleich lange zu baden, sondern mit kurzen Einheiten zu beginnen. Vor dem Einstieg kurz abduschen, den Körper an das Wasser gewöhnen und das Bad verlassen, bevor man sich erhitzt fühlt – diese Grundregeln gelten auch für stark gefärbtes Wasser. Wenn Sie passende Bäder suchen, können Sie sie in der Einrichtungsübersicht vergleichen.
Es gibt nicht nur einen Grund. Am häufigsten oxidiert Eisen bei Luftkontakt und bildet gelblich-braune bis rotbraune Feinpartikel. In chloridhaltigen Quellen mit Meerwasserursprung kann Jod oxidieren und das Wasser blassgelb bis hellbraun färben. Auch Huminstoffe pflanzlichen Ursprungs können eine karamellartige Farbe erzeugen. Die Farbe gibt also Hinweise auf die enthaltenen Stoffe.
„Goldquelle“ ist eine Bezeichnung für den Farbeindruck und kein offizieller Quelltyp. Bei Arima und Ikaho liegt der Farbeindruck oft an Eisen, doch der Name allein verspricht keine Wirkung. Den tatsächlichen Charakter entnehmen Sie bitte dem Quelltyp oder dem Analysebericht.
Die farbgebenden Reaktionen von Eisen oder Jod schreiten oft erst voran, nachdem das Wasser mit Luft in Kontakt gekommen ist. Frisch austretendes Wasser ist daher oft noch fast klar, während es bei längerer Luftberührung gelb bis braun wird. Die Farbintensität zeigt also nicht das Alter, sondern den Grad der Oxidation.
Nicht unbedingt. Die Farbintensität hängt von Oxidation und Schwebstoffen ab und sagt nicht direkt etwas über Konzentration oder Wirkung aus. Farbe ist ein Hinweis auf die Individualität des Wassers, nicht auf dessen Wertigkeit.
Eisen und Farbstoffe können weiße Handtücher und Kleidung verfärben. Daher sind hauseigene Handtücher oder dunklere Textilien oft sicherer. In trübem Wasser sind Boden und Stufen schwerer erkennbar, und Ablagerungen können glitschig sein. Gehen Sie langsam hinein und heraus, und beginnen Sie bei stark mineralhaltigem Wasser mit kurzen Badezeiten.
Goldgelbe, braungelbe und braune heiße Quellen werden wegen ihrer markanten Optik oft als „Goldquelle“ geschätzt, doch die Ursachen der Farbe sind vielfältig. Eisenoxidation, Jodoxidation, Trübung salzhaltigen Wassers, leicht gelbliche Schwefelablagerungen und Huminstoffe pflanzlichen Ursprungs sind nur einige Beispiele. Berühmte Bäder wie das Goldwasser von Arima oder das Kogane no Yu in Ikaho zeigen, dass Eisen an vielen Orten die Farbwirkung prägt.
Als Reisende sollten Sie sich merken: Die Farbe ist ein Hinweis auf die Individualität des Wassers, kein Maßstab für die Wirkung. Da sich die Farbe nach Luftkontakt verändert, ist das Erscheinungsbild nicht immer konstant. Wer zudem auf Verfärbungen und den Boden achtet, kann solche Quellen sehr gut genießen. Die Entstehung milchig-weißer Quellen erklärt Warum milchig-weiße heiße Quellen trüb erscheinen, die Chemie rotbrauner Eisenquellen Warum eisenhaltige Quellen rotbraun werden und berühmte Bäder, und den Gesamtüberblick über Quelltypen bietet Leitfaden zu Onsen-Quelltypen.
Heiße Quellen, die goldgelb, braungelb oder braun erscheinen, fallen durch ihre markante Optik auf und werden oft als „Goldquelle“ geschätzt. Doch es gibt nicht nur einen Grund, warum das Wasser gelb bis golden wirkt.
Kurz gesagt: Hinter goldgelben und braungelben Farben stehen mehrere Stoffe, und je nach Ursache ändern sich Farbton und Eindruck. Eisenoxidation, Jodoxidation, trübes Salzwasser, hellgelbe Schwefelablagerungen und sogar humusartige Bestandteile pflanzlichen Ursprungs prägen das Bild auf überraschend unterschiedliche Weise.
In diesem Artikel ordnen wir die verschiedenen Ursachen für goldgelbe und braungelbe Farben, Beispiele berühmter Bäder, die als „Goldquelle“ bekannt sind, die Gründe für wechselnde Farbwahrnehmungen sowie wichtige Hinweise zum Baden ein. Wie weißlich getrübtes Wasser entsteht, erklärt der Guide Warum milchig-weiße heiße Quellen trüb erscheinen; eine ausführliche Erklärung der Eisenchemie hinter rotbraunen Quellen finden Sie in Warum eisenhaltige Quellen rotbraun werden und berühmte Bäder. Hier liegt der Fokus auf gelb bis golden wirkenden Quellen.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und garantiert keine bestimmten Wirkungen oder kosmetischen Vorteile. Dunkle Quellen können den Boden schwer erkennbar und rutschig machen. Wer Vorerkrankungen hat oder sich nicht wohlfühlt, sollte sich nicht überanstrengen und den Anweisungen der Einrichtung folgen.
Wichtig ist zunächst: „goldgelb“, „braungelb“ und „braun“ sind keine offiziellen Quelltypen, sondern Beschreibungen des Wasserbildes. In Reiseführern werden solche Quellen oft mit attraktiven Begriffen wie „Goldquelle“ vorgestellt, doch der Name selbst sagt nichts über einen bestimmten Inhaltsstoff oder eine Wirkung aus.
Selbst innerhalb derselben Gelbfärbung kann es große Unterschiede geben: ein helles, klares Goldgelb, ein trübes Braungelb oder ein dunkles, fast braunes Wasser können jeweils andere Ursachen haben. Wer eine goldfarbene Quelle sieht, sollte deshalb zuerst fragen: „Welcher Stoff verursacht diese Farbe?“ So kommt man der tatsächlichen Beschaffenheit näher. Verlässlich ist nur die Prüfung des ausgehangenen Analyseberichts im Umkleidebereich oder Bad, nicht die Farbe allein. Einen Überblick über Quelltypen bietet der Guide Leitfaden zu Onsen-Quelltypen.
Die Ursachen für gelb bis golden wirkende Farben sind vielfältig. Auf Grundlage von Erklärungen der Japan Hot Spring Association zur „Farbe von heißen Quellen“ lässt sich das Wesentliche wie folgt zusammenfassen. Die Farben sind nur Tendenzen; in der Praxis mischen sich oft mehrere Bestandteile.
| Hauptursache | Typischer Farbeindruck | Auslöser und Hintergrund |
|---|---|---|
| Eisenoxidation | Braungelb bis Rotbraun, bei schwacher Ausprägung gelblicher | Eisen oxidiert bei Kontakt mit Luft und wird zu feinen Partikeln |
| Jodoxidation | Blassgelb bis Hellbraun | In chloridhaltigen Quellen aus Meerwasser oxidiert Jod |
| Huminstoffe, etwa Huminsäure | Tee- bis Karamellfarbe, sogenanntes Moorbad | Pflanzliche Stoffe lösen sich aus Torfschichten und verwandten Böden |
| Schwefelablagerungen | Milchweiß mit leicht gelblichem Schimmer | Schwefelbestandteile scheiden sich bei Luftkontakt aus |
| Trübung stark salzhaltigen Wassers | Kann zu braungelbem Trübwasser führen | Mischt sich mit Eisen oder anderen Stoffen und wird trüb |
Am deutlichsten färbt meist Eisenoxidation das Wasser. Ursprünglich unterirdisch oft fast klar, trifft das Wasser an der Oberfläche auf Sauerstoff; das Eisen oxidiert und bildet gelblich-braune bis rotbraune Feinpartikel, die das Wasser färben. Bei geringerem Eisengehalt wirkt es eher gelb bis gelbgrün, bei höherem Gehalt zunehmend braun. Eine ausführliche Erklärung der Chemie hinter rotbraunem Wasser finden Sie in Warum eisenhaltige Quellen rotbraun werden und berühmte Bäder; auch in goldgelb wirkenden Quellen spielt Eisen häufig eine Rolle.
Auch Jod ist ein wichtiger Faktor. In chloridhaltigen Quellen mit Meerwasserursprung kann das Wasser bei der Austrittstemperatur zunächst farblos sein, sich aber bei Kontakt mit Luft durch Oxidation der Jodid-Ionen in blassgelb bis hellbraun verfärben. Wasser mit ausreichend Jod wird als jodhaltige Heilquelle eingestuft; laut dem Leitfaden des Umweltministeriums zur Analyse von Mineralquellen gilt ein Gehalt von mindestens 10 mg Jodid-Ion pro kg Quellwasser.
Huminstoffe erzeugen eine etwas andere Farbwelt, sind aber ebenfalls weithin für braungelbe bis karamellfarbene Quellen bekannt. Wasser, das durch Torfschichten aufsteigt, kann Huminsäuren und andere organische Stoffe aufnehmen, die aus über lange Zeit zersetzten Pflanzen stammen, und dadurch die Farbe von Tee oder Oolong-Tee annehmen. Ein typisches Beispiel sind die sogenannten Moorbäder, etwa in Tokachigawa in Hokkaido.
Darüber hinaus können auch Schwefelquellen durch ausgeschiedenen Schwefel in hellgelben Tönen erscheinen, und stark salzhaltiges Wasser kann sich mit anderen Bestandteilen mischen und als braungelbes Trübwasser wirken. Die weißliche Trübung und der gelbliche Schimmer schwefelhaltiger Quellen werden im Guide Geruch und Farbe von Schwefelquellen ausführlicher behandelt.
Goldgelbe und braungelbe Quellen werden vielerorts als „Goldquelle“ oder „Goldwasser“ geschätzt. Bekannte Beispiele haben ihre Färbung meist dem Eisen zu verdanken.
Das „Goldwasser“ von Arima Onsen in der Präfektur Hyogo ist reich an Eisen und Salz. Beim Austritt ist es nahezu farblos, verfärbt sich aber durch Eisenoxidation an der Luft zu rotbraunen bis goldenen Tönen. Es ist auch für seinen hohen Salzgehalt bekannt und wird deshalb seit langem als „Goldwasser“ bezeichnet.
Auch das „Kogane no Yu“ in Ikaho Onsen in der Präfektur Gunma enthält Eisen. Das Wasser tritt farblos aus, färbt sich aber an der Luft braun. Diese traditionelle Trübung zeigt, dass man einen Quelltyp nicht allein anhand des Aussehens bestimmen kann, zumal es in derselben Thermalregion auch andere Quellen mit anderer Farbe gibt.
Bei all diesen berühmten Bädern beschreibt das Wort „golden“ lediglich den Farbeindruck; es ist kein Versprechen besonderer Wirkungen. Verlässlich ist die Prüfung des ausgehängten Quelltyps oder Analyseberichts.
Goldgelbe und braungelbe Quellen können bei jedem Besuch anders wirken. Das liegt daran, dass viele der farbgebenden Reaktionen erst nach Kontakt mit Luft weiter fortschreiten.
Die Oxidation von Eisen und Jod verläuft, nachdem das Wasser an die Oberfläche gelangt und Sauerstoff ausgesetzt ist, mit der Zeit weiter. Deshalb kann es vorkommen, dass der Bereich nahe der Quelle noch klar erscheint, während das Wasser weiter entfernt im Becken oder nach längerer Standzeit deutlich dunkler wirkt. Auch Temperatur, Lufttemperatur und die Stärke des Zuflusses verändern das Erscheinungsbild von Tag zu Tag. Es ist also nicht immer dieselbe Farbe.
Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme: „Je dunkler, desto konzentrierter“ oder „je stärker gefärbt, desto besser“. Die Farbintensität hängt jedoch davon ab, wie weit die Oxidation fortgeschritten ist und wie viele Partikel schweben; sie sagt nicht direkt etwas über Konzentration oder Wirkung aus. Farbe ist ein Hinweis auf die Individualität des Wassers, aber kein Maßstab für Qualität.
Bei goldgelben und braungelben Quellen gibt es einige praktische Punkte zu beachten.
Erstens können eisen- oder farbstoffhaltige Wässer weiße Handtücher und Kleidung verfärben. Wenn die Einrichtung Handtücher bereitstellt, sollten Sie diese bevorzugen. Nutzen Sie eigene weiße Handtücher oder Badebekleidung, sollten Sie mit möglichen Verfärbungen rechnen.
Zweitens sind bei trübem Wasser Boden und Stufen schwerer zu erkennen. Außerdem können sich oxidiertes Eisen und andere Bestandteile an Beckenrand, Boden oder im Bereich des Zulaufs ablagern und glitschig machen. Auch wenn solche Becken besonders eindrucksvoll wirken, gehen Sie beim Ein- und Ausstieg langsam und halten Sie sich möglichst an Rand oder Haltegriffen fest.
Bei stark mineralhaltigem Wasser ist es sinnvoll, nicht gleich lange zu baden, sondern mit kurzen Einheiten zu beginnen. Vor dem Einstieg kurz abduschen, den Körper an das Wasser gewöhnen und das Bad verlassen, bevor man sich erhitzt fühlt – diese Grundregeln gelten auch für stark gefärbtes Wasser. Wenn Sie passende Bäder suchen, können Sie sie in der Einrichtungsübersicht vergleichen.
Es gibt nicht nur einen Grund. Am häufigsten oxidiert Eisen bei Luftkontakt und bildet gelblich-braune bis rotbraune Feinpartikel. In chloridhaltigen Quellen mit Meerwasserursprung kann Jod oxidieren und das Wasser blassgelb bis hellbraun färben. Auch Huminstoffe pflanzlichen Ursprungs können eine karamellartige Farbe erzeugen. Die Farbe gibt also Hinweise auf die enthaltenen Stoffe.
„Goldquelle“ ist eine Bezeichnung für den Farbeindruck und kein offizieller Quelltyp. Bei Arima und Ikaho liegt der Farbeindruck oft an Eisen, doch der Name allein verspricht keine Wirkung. Den tatsächlichen Charakter entnehmen Sie bitte dem Quelltyp oder dem Analysebericht.
Die farbgebenden Reaktionen von Eisen oder Jod schreiten oft erst voran, nachdem das Wasser mit Luft in Kontakt gekommen ist. Frisch austretendes Wasser ist daher oft noch fast klar, während es bei längerer Luftberührung gelb bis braun wird. Die Farbintensität zeigt also nicht das Alter, sondern den Grad der Oxidation.
Nicht unbedingt. Die Farbintensität hängt von Oxidation und Schwebstoffen ab und sagt nicht direkt etwas über Konzentration oder Wirkung aus. Farbe ist ein Hinweis auf die Individualität des Wassers, nicht auf dessen Wertigkeit.
Eisen und Farbstoffe können weiße Handtücher und Kleidung verfärben. Daher sind hauseigene Handtücher oder dunklere Textilien oft sicherer. In trübem Wasser sind Boden und Stufen schwerer erkennbar, und Ablagerungen können glitschig sein. Gehen Sie langsam hinein und heraus, und beginnen Sie bei stark mineralhaltigem Wasser mit kurzen Badezeiten.
Goldgelbe, braungelbe und braune heiße Quellen werden wegen ihrer markanten Optik oft als „Goldquelle“ geschätzt, doch die Ursachen der Farbe sind vielfältig. Eisenoxidation, Jodoxidation, Trübung salzhaltigen Wassers, leicht gelbliche Schwefelablagerungen und Huminstoffe pflanzlichen Ursprungs sind nur einige Beispiele. Berühmte Bäder wie das Goldwasser von Arima oder das Kogane no Yu in Ikaho zeigen, dass Eisen an vielen Orten die Farbwirkung prägt.
Als Reisende sollten Sie sich merken: Die Farbe ist ein Hinweis auf die Individualität des Wassers, kein Maßstab für die Wirkung. Da sich die Farbe nach Luftkontakt verändert, ist das Erscheinungsbild nicht immer konstant. Wer zudem auf Verfärbungen und den Boden achtet, kann solche Quellen sehr gut genießen. Die Entstehung milchig-weißer Quellen erklärt Warum milchig-weiße heiße Quellen trüb erscheinen, die Chemie rotbrauner Eisenquellen Warum eisenhaltige Quellen rotbraun werden und berühmte Bäder, und den Gesamtüberblick über Quelltypen bietet Leitfaden zu Onsen-Quelltypen.