Japans Onsen-Quellen einfach erklärt: 10 Heilbad-Typen im Schnellüberblick, dazu Definitionen, Merkmale, pH und Analysewerte – nach Umweltministerium.
Veröffentlicht: 22.10.2025
Japans Onsen-Quellen einfach erklärt: 10 Heilbad-Typen im Schnellüberblick, dazu Definitionen, Merkmale, pH und Analysewerte – nach Umweltministerium.
Veröffentlicht: 22.10.2025
Die Onsen-Quelle bezeichnet die Einteilung nach den im Badewasser gelösten Bestandteilen. Die Anzeigen in japanischen Thermalbädern mit Bezeichnungen wie „Schwefelquelle“, „Hydrogencarbonatquelle“ oder „Chloridquelle“ fassen den Charakter des Wassers in einem Wort zusammen.
Kurz gesagt: Anfänger müssen nicht alles auswendig lernen. Wer zuerst die groben Unterschiede der 10 Heilbad-Typen und die wichtigsten Stellen im Analyseblatt kennt, kann die Art des Wassers gut verstehen. Dieser Artikel ordnet die wichtigsten Punkte auf Basis der Standards des Umweltministeriums ein.
Zuerst sollten zwei leicht verwechselbare Begriffe getrennt werden.
Der erste ist das rechtliche „Onsen“. Nach dem Onsen-Gesetz gilt Wasser als Onsen, wenn die Quellentemperatur mindestens 25 °C beträgt oder wenn es mindestens eine der 19 festgelegten Substanzen in der vorgeschriebenen Menge enthält. Dann gilt die Einstufung auch bei niedriger Temperatur.
Der zweite Begriff ist „Heilbad“. Das ist ein Onsen, das die strengeren Kriterien der „Richtlinien für die Analyse von Mineralquellen“ des Umweltministeriums erfüllt. Nur Heilbäder erhalten einen Quellenname-Typ mit 10 Kategorien. Wenn du ein Schild mit „○○-Quelle“ siehst, kannst du davon ausgehen, dass diese Quelle die Bedingungen für ein Heilbad erfüllt. Dazu gehören eine Gesamtlösung von mindestens 1.000 mg/kg oder bestimmte Bestandteile in vorgeschriebener Menge.
Heilbäder werden nach den enthaltenen Bestandteilen in die folgenden 10 Typen eingeteilt. Nutze zuerst diese Tabelle, um das Gesamtbild zu erfassen, und lies anschließend die Details zu den Quellenarten, die dich interessieren.
| Quellenart | Richtwert der Definition (Heilbad) | Gefühl beim Baden | Typische Orte (Beispiele) |
|---|---|---|---|
| Einfaches Onsen | gelöste Stoffe unter 1.000 mg/kg, Quellwasser ab 25 °C | mild und weich | Gero, Kinugawa |
| Chloridquelle | gelöste Stoffe ab 1.000 mg/kg, Hauptanion Chloridionen | soll durch Salz weniger schnell auskühlen | Atami, Kinosaki |
| Hydrogencarbonatquelle | wie oben, Hauptbestandteil Hydrogencarbonat-Ionen | die Haut fühlt sich glatt an, auch „Schönheitsbad“ genannt | Ureshino, Ryujin |
| Sulfatquelle | wie oben, Hauptbestandteil Sulfationen | klares Badegefühl, auch „Wundenbad“ genannt | Yamanaka, Hōshi |
| Kohlendioxidquelle | freies Kohlendioxid ab 1.000 mg/kg | Bläschen haften selbst bei lauwarmem Wasser an der Haut | Nagayu (Ōita) |
| Eisenhaltige Quelle | Gesamteisenionen ab 20 mg/kg | färbt sich an der Luft braunrot | Arima (Goldquelle), Nagayu |
Die Zahlen basieren auf den Richtlinien des Umweltministeriums „Richtlinien für die Analyse von Mineralquellen“ (Überarbeitung 2014). Die genannten Orte sind nur Beispiele, und selbst in demselben Onsen-Gebiet kann sich die Quellenart je nach Quelle unterscheiden.
Das am Umkleidebereich oder im Bad ausgehängte „Onsen-Analyseblatt“ musst du nicht komplett lesen. Anfänger können die Eigenschaften des Wassers grob erfassen, wenn sie nur diese 5 Punkte prüfen.
Eine ausführlichere Anleitung findest du unter So liest man ein Onsen-Analyseblatt.
Neben der Quellenart beeinflusst vor allem der pH-Wert das Badegefühl. In den Richtlinien zur Analyse von Mineralquellen wird er grob wie folgt eingeteilt.
| pH | Reaktion | Merkmale und Beispiele |
|---|---|---|
| bis 3 | stark sauer | stark reizend und keimhemmend (Tamagawa, Kusatsu) |
| 3–6 | leicht sauer | sanft sauer |
| 6–7,5 | neutral | Standard |
| 7,5–8,5 | leicht alkalisch | glitschiges Hautgefühl |
| ab 8,5 | alkalisch | glattes Gefühl (z. B. Happo in Hakuba) |
Saure Bäder reizen die Haut eher und gelten als keimhemmend. Alkalische Bäder lösen dagegen alte Hornschichten und Talg, weshalb sie oft als „glitschig“ oder „glatt“ beschrieben werden. Das ist jedoch nur eine Beschreibung des Hautgefühls und keine Garantie für kosmetische Effekte. Mehr dazu unter So liest man den pH-Wert.
Vermeide Pauschalurteile wie „Schwefelquelle ist immer die beste“ oder „einfaches Onsen ist langweilig“. Das tatsächliche Badeerlebnis hängt nicht nur von der Quellenart ab, sondern auch von Temperatur, Verdünnung oder Erwärmung, Zirkulation sowie der Größe und Auslastung des Bades.
Selbst ein mildes einfaches Onsen kann mit durchlaufendem Quellwasser und passender Temperatur angenehmer sein als ein stark mineralhaltiges Bad. Die Quellenart ist ein Hinweis zum Verständnis des Wassers, keine Rangliste von gut bis schlecht.
Wenn du unsicher bist, hilft diese Reihenfolge.
Wichtiger als die Jagd nach einer berühmten Quellenart ist es, ein Bad zu finden, in dem du dich wohlfühlst.
Auch wenn sich die Quellenart ändert, bleiben die Grundregeln gleich. Vor dem Baden erst abduschen, nicht sofort lange baden, vor dem Überhitzen herausgehen und vorher und nachher ausreichend trinken.
Bei stark reizenden Bädern wie einer sauren Quelle oder stark mineralhaltigen Bädern wie einer Schwefelquelle solltest du mit noch kürzeren Badezeiten beginnen. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollten auch die Hinweise vor dem Baden im Onsen beachten.
Nein. Wenn du die 10 Typen und die groben Tendenzen bei Geruch, Farbe und Hautgefühl kennst, reicht das aus. Den Rest kannst du vor Ort im Analyseblatt nachsehen.
Das sind keine rechtlichen Quellenarten, sondern gebräuchliche Bezeichnungen. Alkalische oder Hydrogencarbonatquellen können die Haut glatt anfühlen lassen, aber sie garantieren keine kosmetische Wirkung.
Die Quellenart ist nur ein Kriterium. Die Wassertemperatur, die Nutzungssituation wie Verdünnung, Erwärmung oder Zirkulation und die Umgebung der Anlage beeinflussen das Badeerlebnis stark.
Wärme und Hautgefühl lassen sich sofort wahrnehmen. Die „Anwendungsgebiete“ eines Heilbads werden jedoch oft im Zusammenhang mit einer regelmäßigen Nutzung über längere Zeit betrachtet. Die individuellen Unterschiede sind groß, daher sind überzogene Erwartungen nicht sinnvoll.
Die Quellenart ist eine Einteilung, die den Charakter der im Onsen gelösten Bestandteile zeigt. Einen Quellenname erhalten nur Bäder, die die Standards erfüllen und damit als „Heilbad“ gelten. Wenn du die groben Unterschiede der 10 Typen und die 5 Punkte im Analyseblatt – Quellenart, Quellentemperatur, pH, osmotischer Druck und Nutzungssituation – kennst, kannst du selbst bei deinem ersten Onsen das Wasser besser verstehen. Denk nicht zu kompliziert und beginne einfach mit einem Bad, in dem du dich wohlfühlst.
Die Onsen-Quelle bezeichnet die Einteilung nach den im Badewasser gelösten Bestandteilen. Die Anzeigen in japanischen Thermalbädern mit Bezeichnungen wie „Schwefelquelle“, „Hydrogencarbonatquelle“ oder „Chloridquelle“ fassen den Charakter des Wassers in einem Wort zusammen.
Kurz gesagt: Anfänger müssen nicht alles auswendig lernen. Wer zuerst die groben Unterschiede der 10 Heilbad-Typen und die wichtigsten Stellen im Analyseblatt kennt, kann die Art des Wassers gut verstehen. Dieser Artikel ordnet die wichtigsten Punkte auf Basis der Standards des Umweltministeriums ein.
Zuerst sollten zwei leicht verwechselbare Begriffe getrennt werden.
Der erste ist das rechtliche „Onsen“. Nach dem Onsen-Gesetz gilt Wasser als Onsen, wenn die Quellentemperatur mindestens 25 °C beträgt oder wenn es mindestens eine der 19 festgelegten Substanzen in der vorgeschriebenen Menge enthält. Dann gilt die Einstufung auch bei niedriger Temperatur.
Der zweite Begriff ist „Heilbad“. Das ist ein Onsen, das die strengeren Kriterien der „Richtlinien für die Analyse von Mineralquellen“ des Umweltministeriums erfüllt. Nur Heilbäder erhalten einen Quellenname-Typ mit 10 Kategorien. Wenn du ein Schild mit „○○-Quelle“ siehst, kannst du davon ausgehen, dass diese Quelle die Bedingungen für ein Heilbad erfüllt. Dazu gehören eine Gesamtlösung von mindestens 1.000 mg/kg oder bestimmte Bestandteile in vorgeschriebener Menge.
Heilbäder werden nach den enthaltenen Bestandteilen in die folgenden 10 Typen eingeteilt. Nutze zuerst diese Tabelle, um das Gesamtbild zu erfassen, und lies anschließend die Details zu den Quellenarten, die dich interessieren.
| Quellenart | Richtwert der Definition (Heilbad) | Gefühl beim Baden | Typische Orte (Beispiele) |
|---|---|---|---|
| Einfaches Onsen | gelöste Stoffe unter 1.000 mg/kg, Quellwasser ab 25 °C | mild und weich | Gero, Kinugawa |
| Chloridquelle | gelöste Stoffe ab 1.000 mg/kg, Hauptanion Chloridionen | soll durch Salz weniger schnell auskühlen | Atami, Kinosaki |
| Hydrogencarbonatquelle | wie oben, Hauptbestandteil Hydrogencarbonat-Ionen | die Haut fühlt sich glatt an, auch „Schönheitsbad“ genannt | Ureshino, Ryujin |
| Sulfatquelle | wie oben, Hauptbestandteil Sulfationen | klares Badegefühl, auch „Wundenbad“ genannt | Yamanaka, Hōshi |
| Kohlendioxidquelle | freies Kohlendioxid ab 1.000 mg/kg | Bläschen haften selbst bei lauwarmem Wasser an der Haut | Nagayu (Ōita) |
| Eisenhaltige Quelle | Gesamteisenionen ab 20 mg/kg | färbt sich an der Luft braunrot | Arima (Goldquelle), Nagayu |
Die Zahlen basieren auf den Richtlinien des Umweltministeriums „Richtlinien für die Analyse von Mineralquellen“ (Überarbeitung 2014). Die genannten Orte sind nur Beispiele, und selbst in demselben Onsen-Gebiet kann sich die Quellenart je nach Quelle unterscheiden.
Das am Umkleidebereich oder im Bad ausgehängte „Onsen-Analyseblatt“ musst du nicht komplett lesen. Anfänger können die Eigenschaften des Wassers grob erfassen, wenn sie nur diese 5 Punkte prüfen.
Eine ausführlichere Anleitung findest du unter So liest man ein Onsen-Analyseblatt.
Neben der Quellenart beeinflusst vor allem der pH-Wert das Badegefühl. In den Richtlinien zur Analyse von Mineralquellen wird er grob wie folgt eingeteilt.
| pH | Reaktion | Merkmale und Beispiele |
|---|---|---|
| bis 3 | stark sauer | stark reizend und keimhemmend (Tamagawa, Kusatsu) |
| 3–6 | leicht sauer | sanft sauer |
| 6–7,5 | neutral | Standard |
| 7,5–8,5 | leicht alkalisch | glitschiges Hautgefühl |
| ab 8,5 | alkalisch | glattes Gefühl (z. B. Happo in Hakuba) |
Saure Bäder reizen die Haut eher und gelten als keimhemmend. Alkalische Bäder lösen dagegen alte Hornschichten und Talg, weshalb sie oft als „glitschig“ oder „glatt“ beschrieben werden. Das ist jedoch nur eine Beschreibung des Hautgefühls und keine Garantie für kosmetische Effekte. Mehr dazu unter So liest man den pH-Wert.
Vermeide Pauschalurteile wie „Schwefelquelle ist immer die beste“ oder „einfaches Onsen ist langweilig“. Das tatsächliche Badeerlebnis hängt nicht nur von der Quellenart ab, sondern auch von Temperatur, Verdünnung oder Erwärmung, Zirkulation sowie der Größe und Auslastung des Bades.
Selbst ein mildes einfaches Onsen kann mit durchlaufendem Quellwasser und passender Temperatur angenehmer sein als ein stark mineralhaltiges Bad. Die Quellenart ist ein Hinweis zum Verständnis des Wassers, keine Rangliste von gut bis schlecht.
Wenn du unsicher bist, hilft diese Reihenfolge.
Wichtiger als die Jagd nach einer berühmten Quellenart ist es, ein Bad zu finden, in dem du dich wohlfühlst.
Auch wenn sich die Quellenart ändert, bleiben die Grundregeln gleich. Vor dem Baden erst abduschen, nicht sofort lange baden, vor dem Überhitzen herausgehen und vorher und nachher ausreichend trinken.
Bei stark reizenden Bädern wie einer sauren Quelle oder stark mineralhaltigen Bädern wie einer Schwefelquelle solltest du mit noch kürzeren Badezeiten beginnen. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollten auch die Hinweise vor dem Baden im Onsen beachten.
Nein. Wenn du die 10 Typen und die groben Tendenzen bei Geruch, Farbe und Hautgefühl kennst, reicht das aus. Den Rest kannst du vor Ort im Analyseblatt nachsehen.
Das sind keine rechtlichen Quellenarten, sondern gebräuchliche Bezeichnungen. Alkalische oder Hydrogencarbonatquellen können die Haut glatt anfühlen lassen, aber sie garantieren keine kosmetische Wirkung.
Die Quellenart ist nur ein Kriterium. Die Wassertemperatur, die Nutzungssituation wie Verdünnung, Erwärmung oder Zirkulation und die Umgebung der Anlage beeinflussen das Badeerlebnis stark.
Wärme und Hautgefühl lassen sich sofort wahrnehmen. Die „Anwendungsgebiete“ eines Heilbads werden jedoch oft im Zusammenhang mit einer regelmäßigen Nutzung über längere Zeit betrachtet. Die individuellen Unterschiede sind groß, daher sind überzogene Erwartungen nicht sinnvoll.
Die Quellenart ist eine Einteilung, die den Charakter der im Onsen gelösten Bestandteile zeigt. Einen Quellenname erhalten nur Bäder, die die Standards erfüllen und damit als „Heilbad“ gelten. Wenn du die groben Unterschiede der 10 Typen und die 5 Punkte im Analyseblatt – Quellenart, Quellentemperatur, pH, osmotischer Druck und Nutzungssituation – kennst, kannst du selbst bei deinem ersten Onsen das Wasser besser verstehen. Denk nicht zu kompliziert und beginne einfach mit einem Bad, in dem du dich wohlfühlst.
| Saure Quelle | Wasserstoffionen ab 1 mg/kg, grob unter pH 3 | stark reizend und keimhemmend | Kusatsu, Tamagawa |
| Jodhaltige Quelle | Jodidionen ab 10 mg/kg | wird mit der Zeit gelb bis braun | Ebenenregionen in Chiba und Niigata |
| Schwefelquelle | Gesamtschwefel ab 2 mg/kg | eiähnlicher Geruch, kann trüb werden | Manza, Takayu |
| Radioaktive Quelle | Radon ab 8,25 Mache-Einheiten, etwa 111 Bq/kg | meist farblos und klar | Misasa, Masutomi |
| Saure Quelle | Wasserstoffionen ab 1 mg/kg, grob unter pH 3 | stark reizend und keimhemmend | Kusatsu, Tamagawa |
| Jodhaltige Quelle | Jodidionen ab 10 mg/kg | wird mit der Zeit gelb bis braun | Ebenenregionen in Chiba und Niigata |
| Schwefelquelle | Gesamtschwefel ab 2 mg/kg | eiähnlicher Geruch, kann trüb werden | Manza, Takayu |
| Radioaktive Quelle | Radon ab 8,25 Mache-Einheiten, etwa 111 Bq/kg | meist farblos und klar | Misasa, Masutomi |