Meine Heimat liegt in der Präfektur Ehime. Ein naturreiches Fleckchen Erde, umgeben von Meer und Bergen.
Ehime ist, neben dem berühmten Dogo Onsen, auch eine der repräsentativen Thermalregionen Japans. „Nun, welches Sauna werde ich diesmal auf dem Heimaturlaub besuchen?“ Noch vor der Rückreise beginne ich mit den Vorbereitungen. Diesmal habe ich mich entschieden, Kisuke no Yu zu besuchen. Am ersten Tag meiner Heimkehr traf ich mich mit Verwandten und besuchte die Gräber unserer Vorfahren. Ich bin meinen Vorfahren dankbar dafür, dass ich heute bin, wer ich bin. Und doch sehnte sich mein Körper nach der Sauna. Ich kann nichts dafür, ich bin eben saunasüchtig. Beim Abendessen fragte mich meine Mutter: „Wohin gehst du morgen?“ „Ich dachte, ich geh mal zu Kisuke no Yu“, antwortete ich im lokalen Dialekt. „Ich möchte auch mitgehen“, murmelte meine Großmutter. „Na dann, gehen wir alle zusammen“, und so gingen wir zu dritt, ich, meine Mutter und meine Großmutter.
Um 10 Uhr morgens kamen wir bei Kisuke no Yu an. Nachdem wir den Empfang erledigt hatten, betraten wir die große Badehalle, und im selben Augenblick war ich von ihrer Größe überwältigt. Es ist so groß, als würde man in einer Halle baden. Die Decke ist hoch, und auch die Größe der Becken ist außergewöhnlich. Zuerst gehe ich ins Karbonatbad, um die Durchblutung anzuregen. Auch die Kohlensäurekonzentration lässt nichts zu wünschen übrig. Mein Körper wird immer wärmer. Jetzt ist es Zeit für das erste Sauna-Set. Bei Kisuke no Yu gibt es ① die „Fujin-Sauna“ für bis zu 40 Personen und ② die 110 °C heiße „Oni-Sauna“. Zuerst geht es in die Fujin-Sauna. Als ich die Sauna betrat, war ich erneut von ihrer Größe überrascht. Sie ist so groß, dass man dort sogar eine Vorlesung halten könnte. Ich setzte mich oben hin, und dort waren es etwa 90 °C. Da es auch eine automatische Löyly gibt, ist die Luftfeuchtigkeit hoch. Man kommt ordentlich ins Schwitzen. Das ist wirklich die Kraft des Platz-1-Saunas von Nifty Sauna Ranking 2024 in ganz Japan. Ich habe bereits ziemlich viel geschwitzt, also ist es bald Zeit, ins Wasserbecken zu gehen.
Es gibt zwei Wasserbecken, eines mit 16 °C und eines mit 9 °C. Für das erste Set entschied ich mich für das 16 °C-Becken. Danach entspanne ich mich im „Innen-Luftbad“. Es gab einen eigenen Raum, um zur Ruhe zu kommen. Dieser Raum war ebenfalls großartig. Die Klimaanlage ist heruntergeregelt, Naturgeräusche wie das Murmeln eines Flusses und das Zwitschern der Vögel erklingen, und man lässt sich in einem angenehm temperierten Raum in einen Infinity Chair sinken. Obwohl es erst das erste Set war, drohte ich schon das Bewusstsein zu verlieren.
Für das zweite Set wählte ich die 110 °C heiße Oni-Sauna. Sie ist einfach nur heiß. Außerdem gibt es auch hier eine automatische Löyly, sodass eine Hitzewelle nach der anderen auf mich einprasselt. Mein Körper schreit, dass er in Schwierigkeiten ist. An nichts Überflüssiges kann ich mehr denken. Das ist der wahre Reiz der Sauna. Ich bringe meine Herzfrequenz bis an die Grenze und gehe diesmal in das 9 °C kalte Wasserbecken. Der Temperaturunterschied beträgt 110 °C. Meine Blutgefäße ziehen sich schlagartig zusammen, und vor Kälte entwich mir ein Laut. Dreißig Sekunden waren das Limit. Langsam ins Wasserbecken zu gehen ist auch schön, aber ich mag auch das sofortige Einfrieren im Single-Wasserbecken, weil es so süchtig macht. Wieder entspanne ich mich im „Innen-Luftbad“. Im Handumdrehen waren drei Sets vorbei.
Als ich mich umzog und im Ruheraum entspannte, kamen auch meine Mutter und meine Großmutter heraus. Sie sahen sehr zufrieden aus. Auch die anderen Menschen wirkten alle glücklich. Sauna und Wasserbecken sind die besten Mittel, um seelische Ruhe und Erfrischung zu erlangen. Es ist erst zwölf Uhr mittags. Dann essen wir noch etwas Leckeres und fahren nach Hause.





