Diese Woche genieße ich eine Saunareise in Osaka. Samstagfrüh bin ich ins Auto gestiegen und bis nach Habikino in der Präfektur Osaka gefahren. Mein Ziel: das Nobeha-no-Yu Haupthaus. Es ist eines der besten Super-Sentō Osakas und eine Anlage, die Saunabegeisterte aus dem ganzen Land besuchen. Nach der Ankunft betrat ich das Gebäude mit seiner stimmungsvollen Atmosphäre.
Eine Stunde später sollte sich im Saunaraum ein kleines Ereignis abspielen.
Im großen Badebereich empfängt mich eine dunkel-moderne Atmosphäre, und ich vergesse fast, dass es noch Morgen ist. Man hat sich offensichtlich viel Mühe mit der Beleuchtung gegeben, um das Entspannen zu erleichtern. Ich wärme mich in der Naturthermalquelle des Innenbades auf und wechsle dann in den Außenbereich. Das Außenbad, üppig mit Naturthermalwasser gespeist, bietet mehrere Becken und scheint eine beachtliche Anzahl von Badegästen fassen zu können. Ich lasse mich im frei fließenden Quellwasser treiben und blicke in den blauen Himmel. Keine einzige Wolke. Das schöne Wetter verstärkt das Glücksgefühl noch einmal. Zeit, in die Sauna zu gehen.
Das Nobeha-no-Yu Haupthaus hat zwei Saunen. Die erste heißt Neppū-Mushiya und ist die Hauptsauna. Sie ist mit zwei Öfen ausgestattet – einem iki-Ofen und einem Rocky-Ofen – und bietet Platz für mehr als 20 Personen. Der Raum ist abgedunkelt, und ein Aushang bittet darum, auf Gespräche zu verzichten. Die zweite Sauna heißt Netsu-no-Muro und ist eine Selbst-löyly-Sauna. Der Raum fasst etwa zehn Personen, es gibt keinen Fernseher, und Sprechen ist strikt verboten. Es ist ein Ort, an dem jeder mit sich selbst in Ruhe sein kann.
Für den ersten Durchgang wähle ich die Hauptsauna. Im großzügigen Raum sind bereits etwa zehn Gäste vor mir, jeder in seiner eigenen Welt versunken. Das Einzige, was man hört, ist der Ton des Fernsehers. Wenn Gespräche verboten sind, würde ich am liebsten auch den Fernseher abschaffen... Aber nun ja. Die Wärme der zwei Saunaöfen umhüllt mich, und langsam wird es mir heißer. Der Puls steigt – ein Zeichen dafür, dass die Durchblutung in Schwung kommt.
Als ich an meine Grenzen stoße, gehe ich ins Kaltwasserbad. Das Kaltwasserbad des Nobeha-no-Yu verwendet Grundwasser. Es scheint kein Durchlaufbetrieb zu sein, aber die typisch weiche Qualität des Grundwassers ist durchaus spürbar. Ich kühle mich gründlich ab. Bei der anschließenden Außenluftpause atme ich die frische Morgenluft tief durch die Nase ein und lasse sie langsam durch den Mund wieder hinaus. Ich belüfte meinen gesamten Körper und fühle mich innerlich erfrischt.
Zweiter Durchgang. Ich gehe in die Selbst-löyly-Sauna. Und hier passiert es. Beim Betreten des Saunaraums herrscht eine Dunkelheit, die an ein Meditationszimmer erinnert. Einige Gäste sind bereits tief in der Meditation versunken. Ich setze mich auf die obere Bank, schließe die Augen und genieße die angenehme Wärme des Saunaraums.
Die Qualität dieser Selbst-löyly-Sauna ist schlicht bemerkenswert.
Durch abgedunkelte Beleuchtung und das Gesprächsverbot wird es einem leicht gemacht, in einen meditativen Zustand zu gleiten. Das Kaltwasserbad befindet sich direkt hinter dem Ausgang des Saunaraums – die Wegführung ist perfekt. Im weitläufigen Außenbereich stehen viele Stühle bereit, sodass man die Außenluftpause nach dem Kaltwasserbad bequem genießen kann. Danach kann man sich in der natürlichen Thermalquelle erneut aufwärmen, in die Sauna zurückkehren oder einfach seinen eigenen Weg wählen – diese Freiheit ist wunderbar.
An diesem Tag absolvierte ich insgesamt vier Runden Sauna → Kaltwasserbad → Außenluftpause. Schon am Morgen absolut grandios. Danach folgte die sehnlichst erwartete Mahlzeit.




Auf Saunareisen esse ich, worauf ich Lust habe – das ist mein persönliches Prinzip. Da ich einen riesigen Hunger hatte, bestellte ich im restaurant des Hauses ein Set aus Soba-Nudeln, Tempura und Sushi sowie dazu noch Miso-Katsu. Jedes Gericht drang tief in den ausgelaugten Saunakörper ein und tat unglaublich gut.
Ich fühle mich bereits wie ein Sieger – und dabei ist es noch nicht mal Mittag. Das bedeutet: Diesen Hochgenuss kann ich nachts noch einmal erleben. Die Frage ist nur: wo? Im Rahmen meiner Vorrecherche ist mir eine Anlage aufgefallen, die vielversprechend wirkte. Diese Anlage ist das Sayamagō Onsen Niji-no-Yu in Osaka-Sayama.





