Säurequellen erklärt: pH, Reizwirkung und Badehinweise

Erfahren Sie, was saure Quellen sind: pH-Wert, Grund für das prickelnde Gefühl, Häufigkeit in Vulkanregionen, Risiken für empfindliche Haut und typische Kurorte.

Saure Thermalquellen sind Thermalquellen mit niedrigem pH-Wert. Ein markantes Merkmal ist, dass beim Einsteigen ein prickelndes oder leicht stechendes Gefühl auftreten kann. Sie kommen häufig in vulkanischen Regionen vor und gehören zu den deutlich ausgeprägten, charakterstarken Typen unter den japanischen Thermalquellen.

Wichtig für Einsteiger ist, dass diese Quellen zwar ein „intensives Thermalerlebnis“ bieten, aber nicht für jeden verträglich sind. Saure Quellen sind spannend, doch sind sie kein Typ, in dem man besonders lange verweilen sollte.

Was sind saure Quellen

Als saure Quellen werden Thermalquellen mit einem niedrigen pH-Wert bezeichnet. Im Analysebericht der Thermalquelle wird der pH-Wert angegeben: Je niedriger die Zahl, desto stärker die Säure.

Auch ohne Kenntnisse bei der Auswahl von Thermalbädern lassen sich saure Quellen oft gut anhand der Wahrnehmung erkennen. Geruch, Hautreizung und Einflüsse auf Badeinrichtungen führen dazu, dass sich saure Quellen visuell und sensorisch deutlich unterscheiden.

Warum fühlt es sich prickelnd an

Das Reizgefühl saurer Quellen entsteht, weil die enthaltenen Bestandteile die Haut stärker stimulieren. Bei offenen Wunden oder bereits gereizter Haut kann das Empfinden noch intensiver sein.

Deshalb kann derselbe Badeort bei verschiedenen Personen sehr unterschiedliche Eindrücke hinterlassen. Manche empfinden das Bad als angenehm, andere als zu stark reizend.

Warum sie in Vulkangebieten häufig vorkommen

Saure Quellen treten oft in Regionen mit vulkanischer Aktivität auf. Manche weisen einen schwefeligen Geruch auf, wodurch sie als typische Vertreter vulkanisch geprägter Thermalquellen wahrgenommen werden.

In bekannten Kurorten, in denen die Stärke der Wasserzusammensetzung selbst als Attraktion gilt, prägen saure Quellen oft das Image des Ortes, wie etwa in Kusatsu Onsen (Kusatsu-Thermalquelle) oder Zao Onsen (Zao-Thermalquelle).

Die Reize und ihr Charme

Der Reiz saurer Quellen liegt in ihrer ausgeprägten Individualität, die andere Quellen oft nicht bieten. Sie können weißliche Trübungen oder Schwefelgeruch aufweisen und hinterlassen bei Menschen, die „typisches Thermalwasser“ erleben möchten, einen starken Eindruck.

Das heißt jedoch nicht, dass starke Reizung automatisch höheren Wert bedeutet. Saure Quellen sind eher als Quellen zu sehen, deren deutliche Charakteristik genossen wird, nicht unbedingt als besonders einsteigerfreundlich.

Vorsichtsmaßnahmen

Bei sauren Quellen sollten Personen mit empfindlicher Haut, trockener Haut oder offenen Wunden besonders vorsichtig sein. Bei starkem Prickeln ist es ratsam, den Aufenthalt zu verkürzen und nicht zu erzwingen.

Außerdem können metallische Accessoires durch das Wasser beschädigt werden, daher ist es sicherer, Schmuck vor dem Baden abzulegen. Manche Einrichtungen geben Hinweise zum Abspülen nach dem Bad; diesen sollte man folgen.

Wie man als Anfänger richtig hineingeht

Wer zum ersten Mal eine saure Quelle ausprobiert, sollte zunächst nur kurz eintauchen. Je stärker die Zusammensetzung, desto wichtiger ist es, nicht sofort lange zu verweilen, sondern die Verträglichkeit des eigenen Körpers zu testen.

Tritt Unwohlsein oder starke Reizung auf, kann das auf eine individuelle Unverträglichkeit hinweisen. Nur weil ein Kurort für seine starke Wasserqualität bekannt ist, bedeutet das nicht, dass man aus Pflichtgefühl länger bleiben muss.

Typische saure Thermalquellen in Japan

In Japan sind Kusatsu Onsen (Kusatsu-Thermalquelle), Zao Onsen (Zao-Thermalquelle) und Tamagawa Onsen (Tamagawa-Thermalquelle) als saure Quellen gut bekannt. In diesen Orten ist die Intensität der Wasserzusammensetzung selbst oft Teil der Attraktion.

Für Reisende sind solche bekannten Kurorte ein leichter Einstieg, um zu verstehen, wie sich saure Quellen anfühlen. Als Lernort für Unterschiedlichkeiten der Thermalwasserarten sind sie gut geeignet.

Für wen sind sie geeignet

Saure Quellen eignen sich für Menschen, die starke, charakteristische Thermalwässer ausprobieren möchten, für jene, die vulkanische Eigenschaften spüren wollen, und für Thermalwasser-Liebhaber, die Unterschiede der Wasserarten körperlich erfahren möchten. Für viele Liebhaber bleiben diese Quellen besonders einprägsam.

Andererseits sind saure Quellen möglicherweise ungeeignet für Personen, die milde, wenig reizende Bäder suchen oder lange, sanfte Badeaufenthalte bevorzugen. Saure Quellen sollte man bewusst auswählen.

Zusammenfassung

Saure Thermalquellen sind durch einen niedrigen pH-Wert und ein prickelndes, reizendes Gefühl gekennzeichnet. Sie treten häufig in vulkanischen Regionen auf und zählen zu den für Japan typischen, charakterstarken Wasserarten.

Da sie reizvoll sein können, sind sie nicht für jeden sofort geeignet. Als Anfänger sollte man kurz beginnen und auf den eigenen Körper hören. Wer die Wasserstärke sicher genießt, erlebt oft sehr eindrückliche Badeerlebnisse.

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