Erklärt den Säurequellentyp als Heilquelle nach dem Kriterium von mindestens 1 mg/kg Wasserstoffionen gemäß den Leitlinien des Umweltministeriums. Neutral eingeordnet: Kusatsu, Tamagawa, Zao und Hinweise zu starker Säure, Haut, Augen, Wunden und Schwefel.
Veröffentlicht: 24.12.2025
Erklärt den Säurequellentyp als Heilquelle nach dem Kriterium von mindestens 1 mg/kg Wasserstoffionen gemäß den Leitlinien des Umweltministeriums. Neutral eingeordnet: Kusatsu, Tamagawa, Zao und Hinweise zu starker Säure, Haut, Augen, Wunden und Schwefel.
Veröffentlicht: 24.12.2025
Säurequellen sind einer der 10 Typen von Heilquellen und enthalten in ihrem Wasser eine bestimmte Mindestmenge an Wasserstoffionen. Sie kommen häufig in Vulkanregionen vor und gelten in Japan als besonders charaktervolle Bäder mit spürbarer Reizung.
Kurz gesagt wird eine Säurequelle nicht danach bestimmt, ob sie „sauer“ schmeckt oder „kribbelt“, sondern nach der Menge der im Wasser enthaltenen Bestandteile. Nach den Kriterien des Umweltministeriums wird eine Quelle mit ausreichend Wasserstoffionen als Säurequelle definiert. In diesem Artikel ordnen wir die Definition, berühmte Bäder wie Kusatsu, Tamagawa und Zao sowie Hinweise für Haut, Augen und Wunden bei stark sauren Bädern neutral ein. Das subjektive Empfinden von pH-Werten, also sauer bis alkalisch, behandeln wir im Leitfaden zu Onsen-pH-Werten, den Gesamtüberblick über die 10 Quelltypen im Leitfaden zu Onsen-Quelltypen. Hier konzentrieren wir uns auf Säurequellen als Quelltyp.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und garantiert keine bestimmten medizinischen oder gesundheitlichen Wirkungen. Menschen mit empfindlicher Haut, Wunden oder Vorerkrankungen sollten sich nicht überanstrengen, bei reizstarken Bädern zunächst nur kurz baden und den Hinweisen der Einrichtung folgen.
Ob eine Quelle als Säurequelle eingestuft wird, hängt von der Menge der im Wasser gelösten Wasserstoffionen ab. Nach der auf den Leitlinien zur Mineralwasseranalyse des Umweltministeriums beruhenden Klassifikation wird eine Säurequelle unter den Heilquellen als eine Quelle definiert, die mindestens 1 mg Wasserstoffionen pro 1 kg Onsenwasser enthält. Wenn an einem Badebetrieb „Säurequelle“ oder „Säure-○○-Quelle“ angegeben ist, erfüllt das Wasser diesen Standard.
Wichtig ist hier: Der Quelltyp Säurequelle und die pH-Angabe sind nicht dasselbe, denn die Maßstäbe sind verschieden. pH ist ein Wert, der zeigt, ob das Wasser sauer oder alkalisch ist; als grober Richtwert gilt meist ein pH unter 3 als sauer. Wasser mit mindestens 1 mg/kg Wasserstoffionen liegt ungefähr unter pH 3, weshalb Säurequellen oft mit niedrigem pH zusammenfallen. Doch als Quelltyp wird die Säurequelle ausschließlich nach der Stoffmenge und nicht allein nach dem pH-Wert bestimmt. Das einachsige Empfinden von pH, also der Gegensatz zwischen kribbelnder Reizung und der glitschigen Haptik alkalischer Bäder, wird im Leitfaden zu Onsen-pH-Werten behandelt.
Außerdem treten Säurequellen nicht immer allein auf, sondern oft in Kombination mit anderen Bestandteilen. Häufig gibt es Bezeichnungen wie „Säure- und Schwefelquelle“, außerdem Quellen mit Eisen oder Aluminium sowie solche mit Chlorid oder Sulfat. Je nach Region erscheinen daher unterschiedliche Quelltypen auf den Hinweisschildern. Selbst innerhalb desselben Typs variieren Farbe, Geruch und Badegefühl je nach kombinierten Bestandteilen.
Säurequellen finden sich verstreut in Regionen mit starkem Vulkanbezug. Besonders bekannte Bäder mit jeweils unterschiedlichem Charakter sind die folgenden. Auch wenn sie alle Säurequellen sind, unterscheiden sich Säuregrad und Begleitstoffe deutlich.
| Onsenort | Lage | Richtwert für den pH | Merkmale |
|---|---|---|---|
| Kusatsu Onsen | Präfektur Gunma | Yubatake ca. 2.1 / Bandai-kō ca. 1.7 | Eine der 3 berühmten heißen Quellen Japans. Viele Quellwasser sind sauer und schwefelhaltig; der Säuregrad variiert je nach Quelle, etwa bei Yubatake |
| Tamagawa Onsen | Präfektur Akita | ca. 1.1 bis 1.2 | Eine der stärksten Säurequellen Japans, mit Salzsäure als Hauptbestandteil. Die Quelle „Ōbuki“ ist als Einzelquelle für ihre landesweit größte Fördermenge bekannt |
| Zao Onsen | Präfektur Yamagata | ca. 1.9 | Stark saures Wasser mit Schwefelanteil, auch bekannt für sein milchig-trübes Badewasser |
pH und Begleitstoffe sind nur Beispiele, und selbst innerhalb desselben Onsenorts unterscheiden sich die Werte je nach Quelle. In Kusatsu etwa gibt es zwischen Bandai-kō und Yubatake Unterschiede im Säuregrad, und auch in Tamagawa schwanken je nach Messzeitpunkt die dokumentierten pH-Werte. Am sichersten ist es, den angegebenen Quelltyp oder das Onsen-Analyseblatt zu prüfen. Auch außerhalb dieser Beispiele gibt es berühmte Säurequellen, etwa Sukawa Onsen in der Präfektur Iwate.
Säurequellen, besonders stark saure Bäder im Bereich von pH 1 bis 2, können wegen ihrer intensiven Reizung den Körper stärker belasten. Die Grundregel lautet: kein langes Baden und zunächst nur kurz testen. Selbst wer sonst keine Probleme hat, kann auf Reisen durch Müdigkeit oder Schlafmangel die Reizung stärker spüren.
Besondere Vorsicht gilt bei drei Punkten: Haut, Augen und Wunden. Bei Wunden oder gereizter Haut kann ein saures Bad brennen. Gelangt Wasser in die Augen, brennt es ebenfalls, deshalb sollte man das Gesicht nicht ins Wasser tauchen und auch nicht damit waschen. Wenn sich die Haut nach dem Bad spannt oder trocken anfühlt, hilft es oft, sich mit klarem Wasser leicht abzuspülen, um die Reizung zu mildern. Menschen mit empfindlicher oder trockener Haut sollten die Badezeit besonders kurz halten und nicht über ihre Grenzen gehen.
In Onsen-Orten wie Kusatsu gibt es auch Badeformen, bei denen man das Wasser vor dem Bad an den Körper gewöhnt, etwa Jikan-yu. Je nach Einrichtung gibt es Hinweise zum richtigen Baden und zum Abspülen danach; diesen sollte man folgen. Säurequellen werden manchmal als „desinfizierend“ beschrieben oder mit Vorteilen bei Hautproblemen in Verbindung gebracht, doch solche Wirkungen hängen von den Bedingungen ab und sollten nur als allgemeine Behauptungen verstanden werden. In diesem Artikel werden keine Wirkungen behauptet. Bei Vorerkrankungen oder allgemeinen Fragen zu Wirkungen siehe auch Hinweise vor dem Onsen-Besuch.
Säurequellen enthalten oft auch Schwefelbestandteile. Wie Kusatsu und Zao als „Säure- und Schwefelquellen“ bekannt sind, treten in Vulkanregionen hohe Säuregrade und Schwefelanteile häufig gleichzeitig auf. In solchen Fällen kann das Wasser nach faulen Eiern riechen oder milchig-weiß getrübt sein.
Geruch, Trübung und Badefäden sind Besonderheiten von Schwefelquellen; die dahinterstehenden Mechanismen, das Verfärben von Silberschmuck und Vorsicht in schlecht belüfteten Räumen werden im Leitfaden zu Geruch und Farbe von Schwefelquellen behandelt. Säurequellen und Schwefelquellen werden nach unterschiedlichen Kriterien eingestuft, kommen in der Praxis aber oft gemeinsam vor. Es gibt auch stark saure Quellen im Kontext radioaktiver Quellen, etwa Tamagawa Onsen in Akita; dazu ist Kriterien und Sicherheit von radioaktiven Quellen (Radonquellen) hilfreich. Interessante Säurequellen können Sie über die Liste der Einrichtungen finden.
In Säurequellen können Metallaccessoires und Uhren beschädigt werden. Das liegt daran, dass Säure auf die Metalloberfläche wirkt; Ringe, Halsketten und Ohrringe sollte man daher vor dem Baden besser abnehmen. Bei schwefelhaltigem Wasser kann außerdem Silberschmuck schwarz anlaufen.
Stark saure Bäder können auch Wannen, Rohrleitungen und Bereiche rund um den Auslass angreifen. Als Nutzer müssen Sie nichts Besonderes tun, aber die Tatsache, dass Säurequellen sogar auf Anlagen wirken können, gibt einen Hinweis darauf, wie stark dieses Wasser ist.
Es handelt sich um einen der 10 Typen von Heilquellen und bezeichnet Wasser, das mindestens 1 mg Wasserstoffionen pro 1 kg Onsenwasser enthält. Sie kommen häufig in Vulkanregionen vor und zeichnen sich durch eine spürbare Reizung aus. Wenn auf Schildern oder im Analyseblatt „Säurequelle“ oder „Säure-○○-Quelle“ steht, erfüllt das Wasser diesen Standard.
Nein, die Maßstäbe sind verschieden. Säurequelle ist ein nach der Zusammensetzung, also der Menge der Wasserstoffionen, definierter Quelltyp, während pH einen Wert für sauer oder alkalisch darstellt. Wasser mit mindestens 1 mg/kg Wasserstoffionen liegt meist unter pH 3, daher überschneiden sich beide Angaben oft, sind aber nicht identisch. Das Erleben von pH behandeln wir im Leitfaden zu Onsen-pH-Werten.
Vermeiden Sie langes Baden und testen Sie das Wasser zunächst nur kurz. Achten Sie auf den Zustand der Haut, denn offene Stellen können brennen. Da Wasser in den Augen ebenfalls brennt, sollte man das Gesicht nicht eintauchen. Wer empfindliche Haut hat oder sich an einem schlechten Tag befindet, sollte besonders vorsichtig sein; wenn sich die Haut nach dem Bad spannt, hilft ein leichtes Abspülen mit klarem Wasser oft.
Säurequellen werden manchmal als „desinfizierend“ beschrieben oder mit Vorteilen bei Hautproblemen in Verbindung gebracht, doch die Wirkung hängt von den Bedingungen ab und lässt sich nicht pauschal belegen. Die Indikationen von Heilquellen werden auf wiederholte Nutzung über einen bestimmten Zeitraum hin gedacht; da die individuellen Unterschiede groß sind, sollte man keine überzogenen Erwartungen haben.
In Regionen mit Vulkanaktivität treten hohe Säuregrade und Schwefelbestandteile oft gleichzeitig auf. In Bädern wie Kusatsu oder Zao, die als „Säure- und Schwefelquellen“ bekannt sind, kann es deshalb zu Geruch und milchiger Trübung kommen. Die Mechanismen von Geruch und Farbe finden Sie im Leitfaden zu Geruch und Farbe von Schwefelquellen.
Säurequellen sind Heilquellen, die mindestens 1 mg Wasserstoffionen pro 1 kg Onsenwasser enthalten, und sind charaktervolle Bäder, die häufig in Vulkanregionen vorkommen. Ob es eine Säurequelle ist, entscheidet nicht das Kribbeln, sondern die Stoffmenge; das ist ein anderer Maßstab als der pH-Wert. In Orten wie Kusatsu, Tamagawa und Zao gibt es berühmte Bäder mit unterschiedlichem Säuregrad und verschiedenen Begleitstoffen, oft auch mit Schwefelanteil.
Als Reisender sollte man in stark sauren Bädern langes Baden vermeiden, auf Haut, Augen und Wunden achten und Metallprodukte ablegen, dann kann man sie gut genießen. Ohne Wirkungen zu übertreiben und ohne unnötige Scheu kann man hier einen klaren Charakter erleben, den andere Quelltypen nicht haben. Den Gesamtüberblick über alle Quelltypen finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quelltypen, das Hautgefühl von sauer bis alkalisch im Leitfaden zu Onsen-pH-Werten.
Säurequellen sind einer der 10 Typen von Heilquellen und enthalten in ihrem Wasser eine bestimmte Mindestmenge an Wasserstoffionen. Sie kommen häufig in Vulkanregionen vor und gelten in Japan als besonders charaktervolle Bäder mit spürbarer Reizung.
Kurz gesagt wird eine Säurequelle nicht danach bestimmt, ob sie „sauer“ schmeckt oder „kribbelt“, sondern nach der Menge der im Wasser enthaltenen Bestandteile. Nach den Kriterien des Umweltministeriums wird eine Quelle mit ausreichend Wasserstoffionen als Säurequelle definiert. In diesem Artikel ordnen wir die Definition, berühmte Bäder wie Kusatsu, Tamagawa und Zao sowie Hinweise für Haut, Augen und Wunden bei stark sauren Bädern neutral ein. Das subjektive Empfinden von pH-Werten, also sauer bis alkalisch, behandeln wir im Leitfaden zu Onsen-pH-Werten, den Gesamtüberblick über die 10 Quelltypen im Leitfaden zu Onsen-Quelltypen. Hier konzentrieren wir uns auf Säurequellen als Quelltyp.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und garantiert keine bestimmten medizinischen oder gesundheitlichen Wirkungen. Menschen mit empfindlicher Haut, Wunden oder Vorerkrankungen sollten sich nicht überanstrengen, bei reizstarken Bädern zunächst nur kurz baden und den Hinweisen der Einrichtung folgen.
Ob eine Quelle als Säurequelle eingestuft wird, hängt von der Menge der im Wasser gelösten Wasserstoffionen ab. Nach der auf den Leitlinien zur Mineralwasseranalyse des Umweltministeriums beruhenden Klassifikation wird eine Säurequelle unter den Heilquellen als eine Quelle definiert, die mindestens 1 mg Wasserstoffionen pro 1 kg Onsenwasser enthält. Wenn an einem Badebetrieb „Säurequelle“ oder „Säure-○○-Quelle“ angegeben ist, erfüllt das Wasser diesen Standard.
Wichtig ist hier: Der Quelltyp Säurequelle und die pH-Angabe sind nicht dasselbe, denn die Maßstäbe sind verschieden. pH ist ein Wert, der zeigt, ob das Wasser sauer oder alkalisch ist; als grober Richtwert gilt meist ein pH unter 3 als sauer. Wasser mit mindestens 1 mg/kg Wasserstoffionen liegt ungefähr unter pH 3, weshalb Säurequellen oft mit niedrigem pH zusammenfallen. Doch als Quelltyp wird die Säurequelle ausschließlich nach der Stoffmenge und nicht allein nach dem pH-Wert bestimmt. Das einachsige Empfinden von pH, also der Gegensatz zwischen kribbelnder Reizung und der glitschigen Haptik alkalischer Bäder, wird im Leitfaden zu Onsen-pH-Werten behandelt.
Außerdem treten Säurequellen nicht immer allein auf, sondern oft in Kombination mit anderen Bestandteilen. Häufig gibt es Bezeichnungen wie „Säure- und Schwefelquelle“, außerdem Quellen mit Eisen oder Aluminium sowie solche mit Chlorid oder Sulfat. Je nach Region erscheinen daher unterschiedliche Quelltypen auf den Hinweisschildern. Selbst innerhalb desselben Typs variieren Farbe, Geruch und Badegefühl je nach kombinierten Bestandteilen.
Säurequellen finden sich verstreut in Regionen mit starkem Vulkanbezug. Besonders bekannte Bäder mit jeweils unterschiedlichem Charakter sind die folgenden. Auch wenn sie alle Säurequellen sind, unterscheiden sich Säuregrad und Begleitstoffe deutlich.
| Onsenort | Lage | Richtwert für den pH | Merkmale |
|---|---|---|---|
| Kusatsu Onsen | Präfektur Gunma | Yubatake ca. 2.1 / Bandai-kō ca. 1.7 | Eine der 3 berühmten heißen Quellen Japans. Viele Quellwasser sind sauer und schwefelhaltig; der Säuregrad variiert je nach Quelle, etwa bei Yubatake |
| Tamagawa Onsen | Präfektur Akita | ca. 1.1 bis 1.2 | Eine der stärksten Säurequellen Japans, mit Salzsäure als Hauptbestandteil. Die Quelle „Ōbuki“ ist als Einzelquelle für ihre landesweit größte Fördermenge bekannt |
| Zao Onsen | Präfektur Yamagata | ca. 1.9 | Stark saures Wasser mit Schwefelanteil, auch bekannt für sein milchig-trübes Badewasser |
pH und Begleitstoffe sind nur Beispiele, und selbst innerhalb desselben Onsenorts unterscheiden sich die Werte je nach Quelle. In Kusatsu etwa gibt es zwischen Bandai-kō und Yubatake Unterschiede im Säuregrad, und auch in Tamagawa schwanken je nach Messzeitpunkt die dokumentierten pH-Werte. Am sichersten ist es, den angegebenen Quelltyp oder das Onsen-Analyseblatt zu prüfen. Auch außerhalb dieser Beispiele gibt es berühmte Säurequellen, etwa Sukawa Onsen in der Präfektur Iwate.
Säurequellen, besonders stark saure Bäder im Bereich von pH 1 bis 2, können wegen ihrer intensiven Reizung den Körper stärker belasten. Die Grundregel lautet: kein langes Baden und zunächst nur kurz testen. Selbst wer sonst keine Probleme hat, kann auf Reisen durch Müdigkeit oder Schlafmangel die Reizung stärker spüren.
Besondere Vorsicht gilt bei drei Punkten: Haut, Augen und Wunden. Bei Wunden oder gereizter Haut kann ein saures Bad brennen. Gelangt Wasser in die Augen, brennt es ebenfalls, deshalb sollte man das Gesicht nicht ins Wasser tauchen und auch nicht damit waschen. Wenn sich die Haut nach dem Bad spannt oder trocken anfühlt, hilft es oft, sich mit klarem Wasser leicht abzuspülen, um die Reizung zu mildern. Menschen mit empfindlicher oder trockener Haut sollten die Badezeit besonders kurz halten und nicht über ihre Grenzen gehen.
In Onsen-Orten wie Kusatsu gibt es auch Badeformen, bei denen man das Wasser vor dem Bad an den Körper gewöhnt, etwa Jikan-yu. Je nach Einrichtung gibt es Hinweise zum richtigen Baden und zum Abspülen danach; diesen sollte man folgen. Säurequellen werden manchmal als „desinfizierend“ beschrieben oder mit Vorteilen bei Hautproblemen in Verbindung gebracht, doch solche Wirkungen hängen von den Bedingungen ab und sollten nur als allgemeine Behauptungen verstanden werden. In diesem Artikel werden keine Wirkungen behauptet. Bei Vorerkrankungen oder allgemeinen Fragen zu Wirkungen siehe auch Hinweise vor dem Onsen-Besuch.
Säurequellen enthalten oft auch Schwefelbestandteile. Wie Kusatsu und Zao als „Säure- und Schwefelquellen“ bekannt sind, treten in Vulkanregionen hohe Säuregrade und Schwefelanteile häufig gleichzeitig auf. In solchen Fällen kann das Wasser nach faulen Eiern riechen oder milchig-weiß getrübt sein.
Geruch, Trübung und Badefäden sind Besonderheiten von Schwefelquellen; die dahinterstehenden Mechanismen, das Verfärben von Silberschmuck und Vorsicht in schlecht belüfteten Räumen werden im Leitfaden zu Geruch und Farbe von Schwefelquellen behandelt. Säurequellen und Schwefelquellen werden nach unterschiedlichen Kriterien eingestuft, kommen in der Praxis aber oft gemeinsam vor. Es gibt auch stark saure Quellen im Kontext radioaktiver Quellen, etwa Tamagawa Onsen in Akita; dazu ist Kriterien und Sicherheit von radioaktiven Quellen (Radonquellen) hilfreich. Interessante Säurequellen können Sie über die Liste der Einrichtungen finden.
In Säurequellen können Metallaccessoires und Uhren beschädigt werden. Das liegt daran, dass Säure auf die Metalloberfläche wirkt; Ringe, Halsketten und Ohrringe sollte man daher vor dem Baden besser abnehmen. Bei schwefelhaltigem Wasser kann außerdem Silberschmuck schwarz anlaufen.
Stark saure Bäder können auch Wannen, Rohrleitungen und Bereiche rund um den Auslass angreifen. Als Nutzer müssen Sie nichts Besonderes tun, aber die Tatsache, dass Säurequellen sogar auf Anlagen wirken können, gibt einen Hinweis darauf, wie stark dieses Wasser ist.
Es handelt sich um einen der 10 Typen von Heilquellen und bezeichnet Wasser, das mindestens 1 mg Wasserstoffionen pro 1 kg Onsenwasser enthält. Sie kommen häufig in Vulkanregionen vor und zeichnen sich durch eine spürbare Reizung aus. Wenn auf Schildern oder im Analyseblatt „Säurequelle“ oder „Säure-○○-Quelle“ steht, erfüllt das Wasser diesen Standard.
Nein, die Maßstäbe sind verschieden. Säurequelle ist ein nach der Zusammensetzung, also der Menge der Wasserstoffionen, definierter Quelltyp, während pH einen Wert für sauer oder alkalisch darstellt. Wasser mit mindestens 1 mg/kg Wasserstoffionen liegt meist unter pH 3, daher überschneiden sich beide Angaben oft, sind aber nicht identisch. Das Erleben von pH behandeln wir im Leitfaden zu Onsen-pH-Werten.
Vermeiden Sie langes Baden und testen Sie das Wasser zunächst nur kurz. Achten Sie auf den Zustand der Haut, denn offene Stellen können brennen. Da Wasser in den Augen ebenfalls brennt, sollte man das Gesicht nicht eintauchen. Wer empfindliche Haut hat oder sich an einem schlechten Tag befindet, sollte besonders vorsichtig sein; wenn sich die Haut nach dem Bad spannt, hilft ein leichtes Abspülen mit klarem Wasser oft.
Säurequellen werden manchmal als „desinfizierend“ beschrieben oder mit Vorteilen bei Hautproblemen in Verbindung gebracht, doch die Wirkung hängt von den Bedingungen ab und lässt sich nicht pauschal belegen. Die Indikationen von Heilquellen werden auf wiederholte Nutzung über einen bestimmten Zeitraum hin gedacht; da die individuellen Unterschiede groß sind, sollte man keine überzogenen Erwartungen haben.
In Regionen mit Vulkanaktivität treten hohe Säuregrade und Schwefelbestandteile oft gleichzeitig auf. In Bädern wie Kusatsu oder Zao, die als „Säure- und Schwefelquellen“ bekannt sind, kann es deshalb zu Geruch und milchiger Trübung kommen. Die Mechanismen von Geruch und Farbe finden Sie im Leitfaden zu Geruch und Farbe von Schwefelquellen.
Säurequellen sind Heilquellen, die mindestens 1 mg Wasserstoffionen pro 1 kg Onsenwasser enthalten, und sind charaktervolle Bäder, die häufig in Vulkanregionen vorkommen. Ob es eine Säurequelle ist, entscheidet nicht das Kribbeln, sondern die Stoffmenge; das ist ein anderer Maßstab als der pH-Wert. In Orten wie Kusatsu, Tamagawa und Zao gibt es berühmte Bäder mit unterschiedlichem Säuregrad und verschiedenen Begleitstoffen, oft auch mit Schwefelanteil.
Als Reisender sollte man in stark sauren Bädern langes Baden vermeiden, auf Haut, Augen und Wunden achten und Metallprodukte ablegen, dann kann man sie gut genießen. Ohne Wirkungen zu übertreiben und ohne unnötige Scheu kann man hier einen klaren Charakter erleben, den andere Quelltypen nicht haben. Den Gesamtüberblick über alle Quelltypen finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quelltypen, das Hautgefühl von sauer bis alkalisch im Leitfaden zu Onsen-pH-Werten.