Bikarbonatquellen werden oft als „Schönheitsbäder“ bezeichnet, weil viele Menschen nach dem Baden ein besonders geschmeidiges Hautgefühl feststellen. Diese Bezeichnung ist jedoch eine gebräuchliche Umschreibung und bedeutet nicht zwangsläufig, dass kosmetische Wirkungen garantiert sind.
Für Reisende ist vor allem wichtig zu verstehen, warum diese Bezeichnung verwendet wird, welche Hautempfindungen typischerweise auftreten und worauf nach dem Baden zu achten ist. Dieser Artikel konzentriert sich auf diese Punkte.
Was ist eine Bikarbonatquelle
Bikarbonatquellen sind Thermalquellen, die eine bestimmte Menge an Hydrogencarbonat-Ionen enthalten. In Analysenberichten der Quellen stehen oft lange chemische Bezeichnungen, für Reisende ist es aber praktisch zu wissen, dass es sich häufig um leicht alkalische Quellen handelt, die sich in der Hautwahrnehmung bemerkbar machen können.
Viele dieser Quellen wirken farblos und unscheinbar, sodass das Aussehen allein die Besonderheit nicht verrät. Beim Baden nimmt man jedoch oft eine schmierende oder samtige Textur wahr, weshalb viele Menschen den Unterschied spüren.
Warum sie „Schönheitsbäder“ genannt werden
Bikarbonatquellen werden als „Schönheitsbäder“ bezeichnet, weil viele Menschen nach dem Bad eine glattere Hautoberfläche empfinden. Das leicht alkalische Wasser kann abgestorbene Hautzellen und Hautfette leichter lösen, was zu einem geschmeidigeren Hautgefühl führen kann.
Das ist jedoch in erster Linie eine wahrnehmbare Änderung des Hautgefühls und stellt keine medizinisch gesicherte kosmetische Wirkung dar. Die Wirkung variiert stark von Person zu Person und hängt auch von Wassertemperatur und Badezeit ab.
Welche Merkmale auftreten können
Bei Bikarbonatquellen kann man während des Badens eine leichte Schmierigkeit oder eine fast sirupartige Textur wahrnehmen. Viele Reisende beschreiben dies als „weichere Haut“.
Das heißt jedoch nicht, dass alle Bikarbonatquellen stark schmierig sind. Die Zusammensetzung der Mineralien, der pH-Wert und die Art, wie das Wasser im Becken gehandhabt wird, beeinflussen das Empfinden.
Kann die Haut nach dem Bad austrocknen
Da bei Bikarbonatquellen Hautfette und alte Hautschüppchen leichter gelöst werden können, berichten manche Menschen von Trockenheit nach dem Baden. Auch wenn die Haut unmittelbar nach dem Bad geschmeidig wirkt, kann später ein Spannungsgefühl auftreten.
Deshalb sollte man die angenehme Hautempfindung nicht als Ende betrachten, sondern auch an Nachpflege denken. Besonders Personen mit trockener Haut oder diejenigen, die lange im Wasser bleiben, sollten dies nicht unterschätzen.
Für wen geeignet
Die Quellen eignen sich für Menschen, die Unterschiede der Thermalquellen über das Hautgefühl wahrnehmen möchten, für jene, die milde, nicht zu reizende Bäder suchen, und für diejenigen, die einmal ein sogenanntes „Schönheitsbad“ ausprobieren möchten. Da der Unterschied eher am Tastsinn als am Aussehen auffällt, sind solche Quellen auch für Badeanfänger gut geeignet.
Menschen mit empfindlicher Haut sollten jedoch nicht automatisch davon ausgehen, dass die Schmierigkeit gut vertragen wird. Es ist sicherer, zunächst kurz zu probieren und die Reaktion der eigenen Haut zu beobachten.
Hinweise zur Badeweise
Bei Bikarbonatquellen ist es wichtig, nicht zu lange zu verweilen. Wenn sich die Haut geschmeidig anfühlt, neigt man dazu, länger zu bleiben, dabei können aber Überhitzung oder Trockenheit auftreten. Deshalb ist es ratsam, kurze Badephasen mit Pausen zu kombinieren.
Nach dem Baden sollte man die Haut nicht kräftig mit dem Handtuch abreiben, sondern die Feuchtigkeit vorsichtig abtupfen und anschließend eine Feuchtigkeitsversorgung durchführen, um die Belastung der Haut zu verringern. Betrachten Sie das Thermalbad nicht als alleiniges Pflegekonzept, sondern denken Sie auch an die Pflege danach.
Häufige Missverständnisse
Nur weil ein Bad als „Schönheitsbad“ bezeichnet wird, heißt das nicht, dass jeder automatisch eine schönere Haut bekommt. Der Begriff wird umgangssprachlich verwendet, und man sollte seine Erwartungen nicht übermäßig hoch schrauben, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Außerdem gilt nicht: je stärker die Schmierigkeit, desto höher die Qualität. Die Attraktivität einer Thermalquelle bemisst sich nicht nur an einem Sinneseindruck, sondern an einer Kombination aus Wasserqualität, Temperatur, Aussicht und Aufenthaltskomfort.
Verhältnis zu bekannten Kurorten
Unter den Orten mit Bikarbonatquellen gibt es solche, die touristisch als Orte für „schöne Haut“ bekannt sind. Dort wird neben der chemischen Beschreibung oft besonders das Hautempfinden in den Vordergrund gestellt.
Dennoch können dieselben „Schönheitsbad“-Behauptungen von Unterkunft zu Unterkunft verschieden wirken. Bei der Reiseplanung sollte man daher nicht nur auf den Namen der Quelle achten, sondern auch auf die Wasserführung, die Umgebung des Außenbades und den Stil der Unterkunft.
Zusammenfassung
Bikarbonatquellen werden aufgrund des leicht alkalischen Effekts häufig als „Schönheitsbäder“ bezeichnet, weil sie das Hautgefühl verändern können.
Gleichzeitig kann die Haut nach dem Bad eher zur Trockenheit neigen, weshalb man lange Aufenthalte vermeiden und auch an Nachpflege denken sollte. Lassen Sie sich nicht allein vom Schlagwort „schöne Haut“ leiten, sondern genießen Sie das Bad unter Berücksichtigung des tatsächlichen Hautgefühls und des Zustands nach dem Verlassen des Wassers.


