Was sind Kohlensäurequellen? Dieser Leitfaden erklärt die Definition anhand der Vorgabe des Umweltministeriums: freies Kohlendioxid von mindestens 1.000 mg/kg. Außerdem: warum sich feine Bläschen auf der Haut bilden, weshalb das Wasser meist lauwarm angeboten wird, bekannte Bäder wie Nagayu Onsen sowie der Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Kohlensäurequellen.
Veröffentlicht: 24.12.2025
Was sind Kohlensäurequellen? Dieser Leitfaden erklärt die Definition anhand der Vorgabe des Umweltministeriums: freies Kohlendioxid von mindestens 1.000 mg/kg. Außerdem: warum sich feine Bläschen auf der Haut bilden, weshalb das Wasser meist lauwarm angeboten wird, bekannte Bäder wie Nagayu Onsen sowie der Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Kohlensäurequellen.
Veröffentlicht: 24.12.2025
Kohlensäurequellen sind eine von 10 Arten heilender Thermalquellen und zeichnen sich dadurch aus, dass das Quellwasser eine bestimmte Menge Kohlendioxid enthält. Im Alltag werden sie meist als „Kohlensäurebad“ bezeichnet. Beim Eintauchen bilden sich feine Bläschen auf Haut, Händen und Füßen, weshalb sie manchmal auch als „Limonadenbad“ beschrieben werden.
Kurz gesagt: Diese Bläschen entstehen dadurch, dass im Wasser gelöstes Kohlendioxid an der Haut haftet. Das ist das klarste Merkmal dieser Quellart. Natürliche Quellen mit hoher Kohlendioxidkonzentration sind in Japan selten, und weil Kohlendioxid bei hoher Temperatur leichter entweicht, werden sie oft lauwarm angeboten. In diesem Artikel ordnen wir Definition, Blasenbildung, bekannte Beispiele, natürliche und künstliche Unterschiede sowie Hinweise zum Baden anhand der Kriterien des Umweltministeriums ein. Einen Überblick über alle 10 Quelltypen finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quellarten; hier konzentrieren wir uns auf Kohlensäurequellen.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und garantiert keine bestimmte medizinische oder gesundheitliche Wirkung. Wer Vorerkrankungen hat oder sich nicht wohl fühlt, sollte sich nicht überanstrengen und den Anweisungen von Arzt oder Einrichtung folgen.
Ob eine Quelle als Kohlensäurequelle gilt, wird durch die Menge des im Wasser gelösten Kohlendioxids bestimmt. In den „Richtlinien zur Analyse von Mineralquellen“ des Umweltministeriums wird eine Kohlensäurequelle, die als heilende Thermalquelle gilt, als Thermalwasser definiert, das mindestens 1.000 mg freies Kohlendioxid pro 1 kg Wasser enthält. Wenn an einem Bad „Kohlensäurequelle“ oder „kohlendioxidhaltige Quelle“ angegeben ist, erfüllt das Wasser diese Vorgabe.
Nach dem japanischen Onsen-Gesetz gilt Wasser bereits ab 250 mg/kg freiem Kohlendioxid als Onsen. Um sich jedoch als heilende Thermalquelle mit der Bezeichnung „Kohlensäurequelle“ zu bezeichnen, sind viermal so viel, also mindestens 1.000 mg/kg, erforderlich. Steht also „Kohlensäurequelle“ auf der Beschilderung, handelt es sich um Wasser mit relativ hohem Kohlendioxidgehalt. Wenn zusätzlich Eisen enthalten ist, wird es auch im Zusammenhang mit eisenhaltigen Quellen als „eisenhaltige Kohlensäurequelle“ beschrieben, und selbst innerhalb derselben Quellart können Farbe und Badegefühl variieren.
Die Bläschen einer Kohlensäurequelle entstehen, wenn das im Wasser gelöste Kohlendioxid an der Körperoberfläche haftet und als feine Bläschen sichtbar wird. Das ist dasselbe Prinzip wie bei den Bläschen an der Innenseite eines Glases mit kohlensäurehaltigem Getränk: Kohlendioxid, das in hoher Konzentration im Wasser gelöst ist, tritt an der Haut als Bläschen in Erscheinung.
Allerdings gibt es individuelle und betriebliche Unterschiede. Die Menge an Kohlendioxid, die Wassertemperatur, die Zeit seit dem Kontakt mit Luft und die Bauweise des Beckens beeinflussen, ob an einem Tag viele oder wenige Bläschen zu sehen sind. Da Kohlendioxid mit der Zeit aus dem Wasser entweicht, lässt sich frisches Wasser meist besser an den Bläschen erkennen. Man kann also nicht einfach sagen: „Wenige Bläschen bedeuten, dass es nicht echt ist.“ Wenn man sich beim Baden stark bewegt, lösen sich die Bläschen außerdem leichter ab; ruhig zu sitzen macht die Beobachtung einfacher.
Kohlensäurequellen werden häufig bei eher lauwarmer Temperatur genutzt. Der Grund ist, dass Kohlendioxid bei höherer Wassertemperatur leichter aus dem Wasser entweicht. In heißem Wasser geht die Kohlensäure als Gas verloren, sodass die hohe Konzentration schwerer erhalten bleibt. Umgekehrt bleibt Kohlendioxid bei niedrigeren Temperaturen eher gelöst, weshalb lauwarmes Wasser günstiger ist, um Bläschen und das typische Kohlensäuregefühl zu erleben.
Darum sind Becken mit Temperaturen nahe der Körpertemperatur oder etwas darunter bei Kohlensäurequellen nicht ungewöhnlich. Wer heißes Wasser liebt, empfindet das vielleicht als zu mild, für Menschen, die ruhig und lange in lauwarmem Wasser entspannen möchten, passt es dagegen gut. Weitere Informationen zum Badegefühl finden Sie in der Klassifikation nach Onsen-Temperatur.
Kohlensäurequellen werden mitunter als „quellen, die die Durchblutung fördern“ oder als „Herzbad“ beschrieben. Das sind jedoch allgemeine Aussagen aus dem Bereich heilender Thermalquellen; in diesem Artikel werden keine Wirkungen behauptet. Die Indikationen heilender Thermalquellen beruhen auf wiederholter Nutzung über einen bestimmten Zeitraum, und die individuelle Reaktion variiert stark. Gerade wer Herzprobleme oder Blutdrucksorgen hat, sollte solche Aussagen nicht auf sich selbst übertragen und stattdessen auf kurze, schonende Badezeiten und den eigenen Zustand achten.
Natürliche, hochkonzentrierte Kohlensäurequellen sind in Japan nicht häufig. Durch die aktive Vulkanität sind viele Quellen dort sehr heiß, und wie bereits erwähnt löst sich Kohlendioxid in heißem Wasser schlechter. Orte, an denen viel Kohlendioxid unterirdisch erhalten bleibt und zugleich nicht zu heiß an die Oberfläche tritt, sind begrenzt. Dadurch sind solche Quellen selten. Mehr zum Austritt von Onsen-Wasser lesen Sie in Wie entstehen Onsen-Quellen?. In Europa, vor allem in Deutschland, gibt es dagegen vergleichsweise viele natürliche Kohlensäurequellen.
Unter den japanischen Quellen ist Nagayu Onsen in der Präfektur Oita als natürliche Kohlensäurequelle mit hoher Konzentration weithin bekannt. Die wichtigsten Beispiele sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
| Ort | Lage | Merkmale |
|---|---|---|
| Nagayu Onsen | Präfektur Oita | Bekannt für eine der höchsten Kohlendioxidkonzentrationen Japans im warmen Temperaturbereich; wird auch als „Japans beste Kohlensäurequelle“ vorgestellt. Enthält zudem Eisen und ist als eisenhaltige Kohlensäurequelle beliebt |
| Funagoya Onsen | Präfektur Fukuoka | Seit Langem als Mineralquelle mit Kohlendioxid bekannt; geschätzt für lauwarmes Wasser und Trinkkur-Kultur |
Die hier genannten Merkmale sind nur Beispiele. Selbst innerhalb desselben Kurorts unterscheiden sich Zusammensetzung und Konzentration je nach Quelle. Am sichersten ist es, die ausgewiesene Quellart und den Analysebericht der Quelle zu prüfen.
In den letzten Jahren sind in Super-Sentos und Tagesbädern immer häufiger Becken mit der Beschriftung „hochkonzentrierte Kohlensäurequelle“ oder „künstliche Kohlensäurequelle“ zu sehen. Dabei wird dem Wasser mithilfe von Umwälzsystemen oder ähnlichen Geräten künstlich Kohlendioxid zugeführt. Auch Badezusätze mit Kohlensäure für zu Hause beruhen auf demselben Prinzip.
Der Unterschied zwischen natürlich und künstlich liegt darin, ob das Kohlendioxid natürlich gelöst im Wasser aufsteigt oder später künstlich zugesetzt wird. Das gelöste Kohlendioxid selbst ist in beiden Fällen dasselbe. Die Tabelle unten fasst den Vergleich zusammen.
| Punkt | Natürliche Kohlensäurequelle | Künstliche Kohlensäurequelle |
|---|---|---|
| Herkunft des Kohlendioxids | Natürlich im Untergrund ins Wasser gelöst | Nachträglich durch Gerät oder Badezusatz eingemischt |
| Quellbezeichnung | Bei Erfüllung der Kriterien darf sie als heilende Thermalquelle „Kohlensäurequelle“ heißen | Keine Bezeichnung als heilende Thermalquelle, oft nicht einmal als Onsen |
| Verfügbarkeit | Hochkonzentrierte natürliche Quellen sind selten | Weit verbreitet, auch in städtischen Bädern |
| Weitere Bestandteile | Kann andere Stoffe wie Eisen enthalten | Meist wird nur Kohlendioxid zugesetzt |
Für Reisende ist es praktischer, weniger auf die Herkunft als auf Temperatur, Bläschenbildung und Kohlensäuregefühl zu achten. Natürlich bedeutet nicht automatisch besser, künstlich nicht automatisch schlechter. Natürliche Kohlensäurequellen haben jedoch oft eine besondere Faszination durch ihre regionalen Inhaltsstoffe und ihre Geschichte.
In einer Kohlensäurequelle spürt man Bläschen und Kohlensäuregefühl leichter, wenn man ruhig eintaucht statt sich hektisch zu bewegen. Auch wenn das Wasser meist lauwarm ist, sollte man nicht zu sorglos sein: Selbst bei niedrigerer Temperatur kann zu langes Baden den Körper ermüden. Bleiben Sie nicht länger, als es sich gut anfühlt, und beenden Sie das Bad rechtzeitig, wenn Ihnen heiß, schwindelig oder erschöpft wird. Die Grundregeln sind dieselben wie bei anderen Quellarten: Vor dem Baden abduschen und vor und nach dem Bad ausreichend trinken. Ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und insbesondere alle mit Herz- oder Blutdruckproblemen sollten auch die Hinweise vor dem Onsen-Bad beachten.
Im Vergleich zu Quellen mit starkem Geruch oder Farbe wie Schwefelquellen ist eine Kohlensäurequelle optisch oft fast farblos und klar, aber sie ist eine seltene Quellart, deren Unterschied man auf der Haut spüren kann. Interessante Einrichtungen mit Kohlensäurequelle finden Sie in der Einrichtungsübersicht.
Im Wesentlichen ja. „Kohlensäurequelle“ ist die offizielle Bezeichnung gemäß den Richtlinien zur Mineralquellenanalyse des Umweltministeriums, während im Alltag häufig die ältere Bezeichnung „Kohlensäurebad“ verwendet wird. Manchmal spricht man auch von „Limonadenbad“.
Es handelt sich um Kohlendioxid, das in hoher Konzentration im Wasser gelöst war und an der Körperoberfläche als feine Bläschen haftet. Das ist dasselbe Prinzip wie bei Bläschen an der Innenseite eines Glases mit kohlensäurehaltigem Getränk. Wie viele Bläschen entstehen, hängt von Konzentration, Temperatur und Frische des Wassers ab.
Weil Kohlendioxid bei höherer Wassertemperatur leichter aus dem Wasser entweicht. Wenn das Wasser zu heiß ist, verliert es die Kohlensäure. Deshalb wird es häufig lauwarm angeboten, damit man Bläschen und Kohlensäuregefühl besser erleben kann.
Das gelöste Kohlendioxid selbst ist in beiden Fällen gleich. Allerdings gilt die offizielle Bezeichnung als heilende Thermalquelle nur für natürliche Kohlensäurequellen, die die Kriterien erfüllen; künstliche Kohlensäurequellen tragen diese Bezeichnung nicht. Über Wirkungen trifft dieser Artikel keine Aussage.
Ausdrücke wie „fördert die Durchblutung“ oder „Herzbad“ sind herkömmliche Formulierungen, und dieser Artikel behauptet keine Wirkung. Gerade wer Herz- oder Blutdruckprobleme hat, sollte solche Begriffe nicht auf sich übertragen, nicht zu lange baden, auf eine moderate Badezeit achten und bei Beschwerden sofort aus dem Wasser gehen.
Eine Kohlensäurequelle ist eine heilende Thermalquelle mit mindestens 1.000 mg freiem Kohlendioxid pro kg Wasser, und das deutlichste Merkmal sind feine Bläschen auf der Haut. Da Kohlendioxid bei hoher Temperatur leichter entweicht, wird solches Wasser oft lauwarm angeboten. In Japan sind natürliche hochkonzentrierte Kohlensäurequellen wegen der aktiven Vulkanität selten; bekannt ist unter anderem Nagayu Onsen in Oita. Künstliche Kohlensäurequellen, die erst später mit Kohlendioxid angereichert werden, haben keine offizielle Quellbezeichnung, bieten aber unkompliziert ein kohlensäurehaltiges Badegefühl.
Für Reisende reicht es, das Prinzip der Bläschenbildung, den Grund für die lauwarme Temperatur und den Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Quellen zu kennen. Wichtig ist, die Wirkung nicht zu behaupten und je nach körperlichem Zustand vernünftig zu baden. Einen Überblick über alle Quellarten finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quellarten.
Kohlensäurequellen sind eine von 10 Arten heilender Thermalquellen und zeichnen sich dadurch aus, dass das Quellwasser eine bestimmte Menge Kohlendioxid enthält. Im Alltag werden sie meist als „Kohlensäurebad“ bezeichnet. Beim Eintauchen bilden sich feine Bläschen auf Haut, Händen und Füßen, weshalb sie manchmal auch als „Limonadenbad“ beschrieben werden.
Kurz gesagt: Diese Bläschen entstehen dadurch, dass im Wasser gelöstes Kohlendioxid an der Haut haftet. Das ist das klarste Merkmal dieser Quellart. Natürliche Quellen mit hoher Kohlendioxidkonzentration sind in Japan selten, und weil Kohlendioxid bei hoher Temperatur leichter entweicht, werden sie oft lauwarm angeboten. In diesem Artikel ordnen wir Definition, Blasenbildung, bekannte Beispiele, natürliche und künstliche Unterschiede sowie Hinweise zum Baden anhand der Kriterien des Umweltministeriums ein. Einen Überblick über alle 10 Quelltypen finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quellarten; hier konzentrieren wir uns auf Kohlensäurequellen.
Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und garantiert keine bestimmte medizinische oder gesundheitliche Wirkung. Wer Vorerkrankungen hat oder sich nicht wohl fühlt, sollte sich nicht überanstrengen und den Anweisungen von Arzt oder Einrichtung folgen.
Ob eine Quelle als Kohlensäurequelle gilt, wird durch die Menge des im Wasser gelösten Kohlendioxids bestimmt. In den „Richtlinien zur Analyse von Mineralquellen“ des Umweltministeriums wird eine Kohlensäurequelle, die als heilende Thermalquelle gilt, als Thermalwasser definiert, das mindestens 1.000 mg freies Kohlendioxid pro 1 kg Wasser enthält. Wenn an einem Bad „Kohlensäurequelle“ oder „kohlendioxidhaltige Quelle“ angegeben ist, erfüllt das Wasser diese Vorgabe.
Nach dem japanischen Onsen-Gesetz gilt Wasser bereits ab 250 mg/kg freiem Kohlendioxid als Onsen. Um sich jedoch als heilende Thermalquelle mit der Bezeichnung „Kohlensäurequelle“ zu bezeichnen, sind viermal so viel, also mindestens 1.000 mg/kg, erforderlich. Steht also „Kohlensäurequelle“ auf der Beschilderung, handelt es sich um Wasser mit relativ hohem Kohlendioxidgehalt. Wenn zusätzlich Eisen enthalten ist, wird es auch im Zusammenhang mit eisenhaltigen Quellen als „eisenhaltige Kohlensäurequelle“ beschrieben, und selbst innerhalb derselben Quellart können Farbe und Badegefühl variieren.
Die Bläschen einer Kohlensäurequelle entstehen, wenn das im Wasser gelöste Kohlendioxid an der Körperoberfläche haftet und als feine Bläschen sichtbar wird. Das ist dasselbe Prinzip wie bei den Bläschen an der Innenseite eines Glases mit kohlensäurehaltigem Getränk: Kohlendioxid, das in hoher Konzentration im Wasser gelöst ist, tritt an der Haut als Bläschen in Erscheinung.
Allerdings gibt es individuelle und betriebliche Unterschiede. Die Menge an Kohlendioxid, die Wassertemperatur, die Zeit seit dem Kontakt mit Luft und die Bauweise des Beckens beeinflussen, ob an einem Tag viele oder wenige Bläschen zu sehen sind. Da Kohlendioxid mit der Zeit aus dem Wasser entweicht, lässt sich frisches Wasser meist besser an den Bläschen erkennen. Man kann also nicht einfach sagen: „Wenige Bläschen bedeuten, dass es nicht echt ist.“ Wenn man sich beim Baden stark bewegt, lösen sich die Bläschen außerdem leichter ab; ruhig zu sitzen macht die Beobachtung einfacher.
Kohlensäurequellen werden häufig bei eher lauwarmer Temperatur genutzt. Der Grund ist, dass Kohlendioxid bei höherer Wassertemperatur leichter aus dem Wasser entweicht. In heißem Wasser geht die Kohlensäure als Gas verloren, sodass die hohe Konzentration schwerer erhalten bleibt. Umgekehrt bleibt Kohlendioxid bei niedrigeren Temperaturen eher gelöst, weshalb lauwarmes Wasser günstiger ist, um Bläschen und das typische Kohlensäuregefühl zu erleben.
Darum sind Becken mit Temperaturen nahe der Körpertemperatur oder etwas darunter bei Kohlensäurequellen nicht ungewöhnlich. Wer heißes Wasser liebt, empfindet das vielleicht als zu mild, für Menschen, die ruhig und lange in lauwarmem Wasser entspannen möchten, passt es dagegen gut. Weitere Informationen zum Badegefühl finden Sie in der Klassifikation nach Onsen-Temperatur.
Kohlensäurequellen werden mitunter als „quellen, die die Durchblutung fördern“ oder als „Herzbad“ beschrieben. Das sind jedoch allgemeine Aussagen aus dem Bereich heilender Thermalquellen; in diesem Artikel werden keine Wirkungen behauptet. Die Indikationen heilender Thermalquellen beruhen auf wiederholter Nutzung über einen bestimmten Zeitraum, und die individuelle Reaktion variiert stark. Gerade wer Herzprobleme oder Blutdrucksorgen hat, sollte solche Aussagen nicht auf sich selbst übertragen und stattdessen auf kurze, schonende Badezeiten und den eigenen Zustand achten.
Natürliche, hochkonzentrierte Kohlensäurequellen sind in Japan nicht häufig. Durch die aktive Vulkanität sind viele Quellen dort sehr heiß, und wie bereits erwähnt löst sich Kohlendioxid in heißem Wasser schlechter. Orte, an denen viel Kohlendioxid unterirdisch erhalten bleibt und zugleich nicht zu heiß an die Oberfläche tritt, sind begrenzt. Dadurch sind solche Quellen selten. Mehr zum Austritt von Onsen-Wasser lesen Sie in Wie entstehen Onsen-Quellen?. In Europa, vor allem in Deutschland, gibt es dagegen vergleichsweise viele natürliche Kohlensäurequellen.
Unter den japanischen Quellen ist Nagayu Onsen in der Präfektur Oita als natürliche Kohlensäurequelle mit hoher Konzentration weithin bekannt. Die wichtigsten Beispiele sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
| Ort | Lage | Merkmale |
|---|---|---|
| Nagayu Onsen | Präfektur Oita | Bekannt für eine der höchsten Kohlendioxidkonzentrationen Japans im warmen Temperaturbereich; wird auch als „Japans beste Kohlensäurequelle“ vorgestellt. Enthält zudem Eisen und ist als eisenhaltige Kohlensäurequelle beliebt |
| Funagoya Onsen | Präfektur Fukuoka | Seit Langem als Mineralquelle mit Kohlendioxid bekannt; geschätzt für lauwarmes Wasser und Trinkkur-Kultur |
Die hier genannten Merkmale sind nur Beispiele. Selbst innerhalb desselben Kurorts unterscheiden sich Zusammensetzung und Konzentration je nach Quelle. Am sichersten ist es, die ausgewiesene Quellart und den Analysebericht der Quelle zu prüfen.
In den letzten Jahren sind in Super-Sentos und Tagesbädern immer häufiger Becken mit der Beschriftung „hochkonzentrierte Kohlensäurequelle“ oder „künstliche Kohlensäurequelle“ zu sehen. Dabei wird dem Wasser mithilfe von Umwälzsystemen oder ähnlichen Geräten künstlich Kohlendioxid zugeführt. Auch Badezusätze mit Kohlensäure für zu Hause beruhen auf demselben Prinzip.
Der Unterschied zwischen natürlich und künstlich liegt darin, ob das Kohlendioxid natürlich gelöst im Wasser aufsteigt oder später künstlich zugesetzt wird. Das gelöste Kohlendioxid selbst ist in beiden Fällen dasselbe. Die Tabelle unten fasst den Vergleich zusammen.
| Punkt | Natürliche Kohlensäurequelle | Künstliche Kohlensäurequelle |
|---|---|---|
| Herkunft des Kohlendioxids | Natürlich im Untergrund ins Wasser gelöst | Nachträglich durch Gerät oder Badezusatz eingemischt |
| Quellbezeichnung | Bei Erfüllung der Kriterien darf sie als heilende Thermalquelle „Kohlensäurequelle“ heißen | Keine Bezeichnung als heilende Thermalquelle, oft nicht einmal als Onsen |
| Verfügbarkeit | Hochkonzentrierte natürliche Quellen sind selten | Weit verbreitet, auch in städtischen Bädern |
| Weitere Bestandteile | Kann andere Stoffe wie Eisen enthalten | Meist wird nur Kohlendioxid zugesetzt |
Für Reisende ist es praktischer, weniger auf die Herkunft als auf Temperatur, Bläschenbildung und Kohlensäuregefühl zu achten. Natürlich bedeutet nicht automatisch besser, künstlich nicht automatisch schlechter. Natürliche Kohlensäurequellen haben jedoch oft eine besondere Faszination durch ihre regionalen Inhaltsstoffe und ihre Geschichte.
In einer Kohlensäurequelle spürt man Bläschen und Kohlensäuregefühl leichter, wenn man ruhig eintaucht statt sich hektisch zu bewegen. Auch wenn das Wasser meist lauwarm ist, sollte man nicht zu sorglos sein: Selbst bei niedrigerer Temperatur kann zu langes Baden den Körper ermüden. Bleiben Sie nicht länger, als es sich gut anfühlt, und beenden Sie das Bad rechtzeitig, wenn Ihnen heiß, schwindelig oder erschöpft wird. Die Grundregeln sind dieselben wie bei anderen Quellarten: Vor dem Baden abduschen und vor und nach dem Bad ausreichend trinken. Ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und insbesondere alle mit Herz- oder Blutdruckproblemen sollten auch die Hinweise vor dem Onsen-Bad beachten.
Im Vergleich zu Quellen mit starkem Geruch oder Farbe wie Schwefelquellen ist eine Kohlensäurequelle optisch oft fast farblos und klar, aber sie ist eine seltene Quellart, deren Unterschied man auf der Haut spüren kann. Interessante Einrichtungen mit Kohlensäurequelle finden Sie in der Einrichtungsübersicht.
Im Wesentlichen ja. „Kohlensäurequelle“ ist die offizielle Bezeichnung gemäß den Richtlinien zur Mineralquellenanalyse des Umweltministeriums, während im Alltag häufig die ältere Bezeichnung „Kohlensäurebad“ verwendet wird. Manchmal spricht man auch von „Limonadenbad“.
Es handelt sich um Kohlendioxid, das in hoher Konzentration im Wasser gelöst war und an der Körperoberfläche als feine Bläschen haftet. Das ist dasselbe Prinzip wie bei Bläschen an der Innenseite eines Glases mit kohlensäurehaltigem Getränk. Wie viele Bläschen entstehen, hängt von Konzentration, Temperatur und Frische des Wassers ab.
Weil Kohlendioxid bei höherer Wassertemperatur leichter aus dem Wasser entweicht. Wenn das Wasser zu heiß ist, verliert es die Kohlensäure. Deshalb wird es häufig lauwarm angeboten, damit man Bläschen und Kohlensäuregefühl besser erleben kann.
Das gelöste Kohlendioxid selbst ist in beiden Fällen gleich. Allerdings gilt die offizielle Bezeichnung als heilende Thermalquelle nur für natürliche Kohlensäurequellen, die die Kriterien erfüllen; künstliche Kohlensäurequellen tragen diese Bezeichnung nicht. Über Wirkungen trifft dieser Artikel keine Aussage.
Ausdrücke wie „fördert die Durchblutung“ oder „Herzbad“ sind herkömmliche Formulierungen, und dieser Artikel behauptet keine Wirkung. Gerade wer Herz- oder Blutdruckprobleme hat, sollte solche Begriffe nicht auf sich übertragen, nicht zu lange baden, auf eine moderate Badezeit achten und bei Beschwerden sofort aus dem Wasser gehen.
Eine Kohlensäurequelle ist eine heilende Thermalquelle mit mindestens 1.000 mg freiem Kohlendioxid pro kg Wasser, und das deutlichste Merkmal sind feine Bläschen auf der Haut. Da Kohlendioxid bei hoher Temperatur leichter entweicht, wird solches Wasser oft lauwarm angeboten. In Japan sind natürliche hochkonzentrierte Kohlensäurequellen wegen der aktiven Vulkanität selten; bekannt ist unter anderem Nagayu Onsen in Oita. Künstliche Kohlensäurequellen, die erst später mit Kohlendioxid angereichert werden, haben keine offizielle Quellbezeichnung, bieten aber unkompliziert ein kohlensäurehaltiges Badegefühl.
Für Reisende reicht es, das Prinzip der Bläschenbildung, den Grund für die lauwarme Temperatur und den Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Quellen zu kennen. Wichtig ist, die Wirkung nicht zu behaupten und je nach körperlichem Zustand vernünftig zu baden. Einen Überblick über alle Quellarten finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quellarten.