Kohlendioxid-Quellen: Warum Blasen, milde Wärme & Tipps

Kohlendioxid-Quellen: Warum Blasen auf der Haut entstehen, weshalb das Wasser oft lauwarm ist, Unterschiede zu künstlichen Quellen und praktische Bade-Tipps.

Kohlendioxid-Quellen sind Thermalquellen, die eine bestimmte Menge an Kohlendioxid enthalten. Ein typisches Merkmal ist, dass sich beim Baden feine Bläschen auf der Haut bilden können. Solche Quellen werden oft auch als Carbonatquellen bezeichnet.

Für Reisende ist leichter verständlich, dass der Reiz weniger in auffälligen Effekten liegt, sondern darin, dass man oft auch in vergleichsweise lauwarmem Wasser länger verweilen kann und die charakteristische Bläschenbildung spürbar wird. Anstatt hohe medizinische Erwartungen zu wecken, ist es hilfreicher, die Quelle als besondere Wasserqualität kennenzulernen.

Was ist eine Kohlendioxid-Quelle

Eine Kohlendioxid-Quelle ist ein Quelltyp, dessen Wasser gelöstes Kohlendioxid enthält. Allgemein ist die Bezeichnung Carbonatquelle geläufig.

Wie bei kohlensäurehaltigen Getränken spielt Kohlendioxid eine Rolle, jedoch ist die Wirkung beim Baden nicht mit dem starken Prickeln eines Getränks vergleichbar. Es handelt sich um eine Quelle, bei der man während des Badens an der Körperoberfläche Unterschiede wahrnehmen kann.

Warum bilden sich Blasen

Das im Wasser gelöste Kohlendioxid kann an der Körperoberfläche ausgasen und als feine Bläschen sichtbar werden. Das ist ein anschauliches Kennzeichen von Kohlendioxid-Quellen.

Allerdings variiert die Bläschenbildung individuell und je nach Einrichtung. Es ist also nicht sinnvoll zu schließen, dass eine Quelle „nicht echt“ ist, nur weil nur wenige Blasen sichtbar sind.

Warum viele dieser Quellen lauwarm sind

Kohlendioxid-Quellen werden häufig bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen betrieben. Bei zu hoher Temperatur entweicht das Kohlendioxid leichter, deshalb bleiben die Quellen oft lauwarm, was den Eindruck prägt.

Deshalb kann das Wasser für Liebhaber sehr heißer Bäder zunächst zu mild wirken. Andererseits ist diese Temperatur für Personen geeignet, die lieber länger und entspannt baden möchten.

Zur Bezeichnung „Herzbad"

Kohlendioxid-Quellen werden gelegentlich als „Herzbad" beschrieben. Diese Formulierung sollte jedoch nicht ungeprüft als medizinische Wirkung verstanden werden. Es ist sinnvoller, die Quelle als Typ zu sehen, bei dem viele Menschen selbst bei lauwarmem Wasser eine stärkere Erwärmung empfinden.

Gerade Personen mit Herz- oder Blutdruckproblemen sollten nicht aus eigener Einschätzung entscheiden, dass ein längeres Bad geeignet ist. Vorrang haben eine schonende Badezeit und die Rücksicht auf den eigenen Gesundheitszustand.

Warum sie in Japan selten sind

Kohlendioxid-Quellen sind in Japan nicht sehr zahlreich, deshalb bleiben sie unter Onsen-Freunden oft in Erinnerung. Als Beispiel wird häufig Nagayu Onsen genannt.

Wenn Sie an Ihrem Reiseziel auf eine solche Quelle stoßen, können Sie das als besondere Wasserqualität wahrnehmen. Seltenheit bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie für jeden uneingeschränkt empfohlen werden kann.

Unterschied zu künstlichen Carbonatbädern

In jüngerer Zeit sieht man in vielen Super-Sento auch künstliche Carbonatbäder. Der Unterschied zur natürlichen Quelle besteht darin, dass dem Wasser Kohlendioxid künstlich zugesetzt wird.

Für Reisende ist meist praktischer, sich auf Temperatur und Empfindung beim Baden zu konzentrieren, statt allein auf die Frage „natürlich oder künstlich" zu achten. Natürlichkeit macht nicht automatisch überlegen, künstliche Zugabe mindert nicht zwangsläufig den Wert des Badeerlebnisses.

Tipps fürs Baden

Bei Kohlendioxid-Quellen gilt: Ruhiges, entspanntes Eintauchen fördert die Bläschenbildung und das Empfinden. Auch bei lauwarmem Wasser gilt, auf Kreislaufzeichen wie Schwindel oder starke Ermüdung zu achten und das Bad entsprechend zu beenden.

Nur weil man länger im Wasser bleiben kann, heißt das nicht, dass man seine Grenzen überschreiten sollte. Auch bei niedrigen Temperaturen kann zu lange Baden ermüden.

Für wen die Quellen geeignet sind

Geeignet sind Personen, die sehr heiße Bäder nicht mögen, diejenigen, die in lauwarmem Wasser länger entspannen möchten, und Reisende, die eine ungewöhnliche Wasserqualität probieren möchten. Die sichtbare Bläschenbildung ist zudem ein leicht verständliches Merkmal.

Wer dagegen in kurzer Zeit kräftige Hitze sucht, könnte das Erlebnis als unbefriedigend empfinden. Kohlendioxid-Quellen zeichnen sich eher durch eine ruhige, langanhaltende Badeempfindung als durch intensive Hitze aus.

Fazit

Kohlendioxid-Quellen sind eine seltene Form von Thermalquellen, bei denen sich mitunter Bläschen auf der Haut bilden und die meist lauwarmes Baden ermöglichen. Die sichtbaren Blasen machen die Quelle anschaulich und helfen Einsteigern, Unterschiede der Wasserqualität zu erkennen.

Gleichzeitig sollte man Begriffe wie „Herzbad" nicht ungeprüft als Heilversprechen auffassen und stets auf den eigenen Gesundheitszustand und eine angemessene Badezeit achten. Reisenden, die besondere Quellen erleben möchten, bleiben Kohlendioxid-Quellen oft nachhaltig in Erinnerung.

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