Was ist ein einfaches Onsen? Erklärt anhand der Kriterien des Umweltministeriums: unter 1.000 mg/kg gelöste Stoffe und Quellentemperatur ab 25 °C. Kein Hinweis auf schwache Mineralisierung, sondern eine neutrale Einordnung: farblos, klar, mild; zudem der Bezug zu alkalischem Onsen ab pH 8,5, die Position unter den anderen Quelltypen und Hinweise zum Baden.
Veröffentlicht: 23.12.2025
Was ist ein einfaches Onsen? Erklärt anhand der Kriterien des Umweltministeriums: unter 1.000 mg/kg gelöste Stoffe und Quellentemperatur ab 25 °C. Kein Hinweis auf schwache Mineralisierung, sondern eine neutrale Einordnung: farblos, klar, mild; zudem der Bezug zu alkalischem Onsen ab pH 8,5, die Position unter den anderen Quelltypen und Hinweise zum Baden.
Veröffentlicht: 23.12.2025
Ein einfaches Onsen ist einer von 10 Heilquellentypen. Es bezeichnet Quellwasser, dessen gelöste Bestandteile die Menge nicht erreichen, die für eine eigenständige Quelltyp-Bezeichnung nötig ist. Nach den Kriterien des Umweltministeriums gilt es als einfaches Onsen, wenn in 1 kg Thermalwasser die gelösten Stoffe, ausgenommen gasförmige Bestandteile, unter 1.000 mg liegen und die Quellentemperatur mindestens 25 °C beträgt. Obwohl das Wort „einfach“ leicht den Eindruck von wenigen Inhaltsstoffen erweckt, ist dies lediglich eine Klassifikation. Es bedeutet nicht, dass das Wasser dünn oder minderwertig wäre.
Kurz gesagt ist einfaches Onsen oft farblos, klar und nahezu geschmacks- und geruchlos, mit milder Reizung und daher leicht zugänglich. Gerade deshalb eignet es sich oft für Onsen-Einsteiger, Menschen, die kein langes Baden möchten, und Familien. Wer jedoch eine starke Charakteristik erwartet, kann es als etwas unspektakulär empfinden. Dieser Artikel ordnet Definition, Merkmale, den Bezug zu alkalischem Onsen mit hohem pH-Wert und die Abgrenzung zu anderen Quelltypen anhand der Kriterien des Umweltministeriums ein. Den Gesamtüberblick über alle 10 Heilquellentypen finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quelltypen; hier geht es ausschließlich um einfaches Onsen.
Dieser Artikel dient allgemeinen Informationszwecken und garantiert keine bestimmten medizinischen oder kosmetischen Wirkungen. Wer Vorerkrankungen hat, in Behandlung ist oder sich unwohl fühlt, sollte sich nicht überanstrengen und den Anweisungen von Arzt oder Einrichtung folgen.
Ob ein Onsen als einfaches Onsen eingestuft wird, entscheidet sich an der Menge der im Wasser gelösten Stoffe und an der Quellentemperatur. In der „Leitlinie zur Analyse von Mineralquellen“ des Umweltministeriums wird einfaches Onsen als Heilquelle definiert, bei der in 1 kg Thermalwasser die gelösten Stoffe, ausgenommen gasförmige Bestandteile, unter 1.000 mg liegen und die Quellentemperatur 25 °C oder höher ist. Wenn an einem Bad „einfaches Onsen“ oder „alkalisches einfaches Onsen“ ausgewiesen ist, erfüllt das Wasser diesen Standard.
Ein häufiges Missverständnis ist die Deutung von „einfach“ als „dünn mineralisiert“. Auch einfaches Onsen enthält verschiedene Bestandteile. Es wird jedoch als einfaches Onsen bezeichnet, weil bestimmte Komponenten wie Natrium oder Sulfat-Ionen die Mengen nicht erreichen, die für eine Benennung als Chloridquelle oder Sulfatquelle erforderlich wären. Anders gesagt handelt es sich um ein ausgewogenes Wasser ohne dominanten Hauptbestandteil, nicht um Wasser mit geringer Gesamtmenge an gelösten Stoffen.
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Gelöste Stoffe, gasförmige ausgeschlossen | unter 1.000 mg pro 1 kg Thermalwasser |
| Quellentemperatur | 25 °C oder höher |
| Aussehen / Geruch | häufig farblos, klar und nahezu geruchs- und geschmacksneutral |
| Alkalisches einfaches Onsen | zusätzlich pH 8,5 oder höher |
Wenn die gelösten Stoffe 1.000 mg oder mehr betragen oder ein bestimmter Bestandteil die festgelegte Menge überschreitet, wird das Wasser nicht als einfaches Onsen, sondern etwa als Chloridquelle, Sulfatquelle oder Hydrogencarbonatquelle eingestuft. Die allgemeine Definition von Onsen selbst, also Mindestanforderungen an Temperatur und Bestandteile, ist eine andere Frage als die Klassifikation des einfachen Onsen. Ein Blick in Was ist Onsen? hilft dabei, die Grenze zwischen Onsen und Heilquelle klarer zu verstehen.
Ein einfaches Onsen zeigt meist keine ausgeprägten Merkmale bei Aussehen oder Geruch. Im Gegensatz zu Schwefelquellen mit Trübung oder eisenhaltigen Quellen mit rotbrauner Farbe fehlt häufig ein markantes Erkennungszeichen. Es ist meist farblos, klar und riecht nur schwach. Wer starke Farben oder deutlichen Geruch erwartet, die typisch nach Onsen wirken, kann es als wenig spektakulär empfinden. Für viele ist gerade diese Milde jedoch angenehm und beruhigend.
Da die Reizung als vergleichsweise gering gilt, passt es gut für Menschen, die an Onsen nicht gewöhnt sind, langes Baden vermeiden möchten oder sich beim Baden schonen wollen. Auch bei Familienreisen, wenn Personen unterschiedlichen Alters zusammen baden, ist es eine naheliegende Wahl. Selbst wenn es mild ist, kann ein Bad in einem heißen Becken den Körper stärker erwärmen als erwartet. Deshalb ist es sinnvoll, nicht gleich lange zu baden, sondern zunächst kürzer zu testen.
Wer nicht die Wirkung einzelner Bestandteile, sondern das reine Wohlgefühl beim Baden und die ruhige Zeit in einer Onsen-Region genießen möchte, versteht diesen Quelltyp am besten.
Unter den einfachen Onsen werden solche mit hohem pH-Wert als alkalisches einfaches Onsen bezeichnet. In der Regel gilt ein pH-Wert von 8,5 oder höher, und an den Anlagen wird dies oft ausdrücklich als „alkalisches einfaches Onsen“ ausgewiesen.
Alkalisches Wasser soll die Hornschicht der Haut sanft aufweichen, sodass sich die Haut während des Badens oder danach glatt und weich anfühlt. Deshalb werden manche Onsen-Orte als „Schönheitsbad“ beworben. Das ist jedoch lediglich eine traditionelle Bezeichnung, die auf das Hautgefühl zurückgeht, und keine Garantie für kosmetische Wirkungen. Das Empfinden ist individuell verschieden, und in diesem Artikel werden Wirkungen nicht behauptet. Den Zusammenhang zwischen pH-Wert und Hautgefühl sowie die Unterscheidung zwischen alkalisch und sauer behandelt der Leitfaden zu pH-Werten von Onsen ausführlich.
Wichtig ist, dass nicht jedes einfache Onsen die gleiche Hautwirkung hat. Auch innerhalb dieser Kategorie gibt es Unterschiede bei pH-Wert und Zusammensetzung. Nahezu neutrale Quellen erzeugen oft nicht das glatte Gefühl eines alkalischen einfachen Onsen. Selbst innerhalb desselben Typs kann der Eindruck je nach Quelle deutlich variieren.
Die Besonderheit von einfachem Onsen liegt darin, dass kein dominanter Hauptbestandteil vorliegt. Im Vergleich zu Chlorid- und Sulfatquellen, die sich äußerlich ebenfalls eher zurückhaltend zeigen und daher leicht verwechselt werden, wird der Unterschied deutlicher.
| Quelltyp | Aussehen | Geruch | Tendenz |
|---|---|---|---|
| Einfaches Onsen | farblos, klar | nahezu geruchlos | unter 1.000 mg gelöste Stoffe; mild ohne dominanten Hauptbestandteil |
| Chloridquelle | farblos bis leicht gefärbt | mild bis salzig | Chloridionen als Hauptbestandteil; gilt oft als wärmend nach dem Baden |
| Sulfatquelle | häufig farblos und klar | mild | Sulfationen als Hauptbestandteil; Typen unterscheiden sich nach Kationen |
| Schwefelquelle | kann trüb sein | Schwefelgeruch, eiartig | Schwefelbestandteile als Hauptbestandteil; sehr charakteristisch |
Wie die Tabelle zeigt, eignen sich Schwefel- oder eisenhaltige Quellen für Menschen, die einen markanten Charakter suchen, während einfaches Onsen eher für jene passend ist, die Milde und Zugänglichkeit bevorzugen. Es geht nicht darum, was besser ist, sondern darum, welche Erfahrung man sucht. Die Einordnung aller 10 Heilquellentypen finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quelltypen.
Einfaches Onsen, Chloridquelle und Sulfatquelle lassen sich vor Ort meist nicht allein am Wasser erkennen. Verlässlicher ist der Quellanalysebericht, der im Umkleidebereich oder Bad ausgehängt ist.
Auch für einfaches Onsen werden mitunter allgemeine Badeindikationen nach den Richtlinien des Umweltministeriums angegeben. Diese allgemeinen Indikationen gelten quellenübergreifend für Heilquellen und umfassen etwa Muskel- und Gelenksteifigkeit oder leichte Müdigkeit. Sie sind jedoch als Rahmen für wiederholte Nutzung über einen gewissen Zeitraum gedacht und garantieren keine Wirkung bereits nach einem einzigen Bad.
Da einfaches Onsen eine milde Quelle ist, werden ihm nur selten starke, auf bestimmte Bestandteile zurückzuführende Wirkungen zugeschrieben. Deshalb ist es realistischer, es wegen seiner geringen Reizung und guten Badetauglichkeit zu wählen als wegen erhoffter Effekte. Da individuelle Unterschiede groß sind, sollte man Indikationen nicht wörtlich nehmen und keine überzogenen Erwartungen haben.
Einfaches Onsen eignet sich besonders für Menschen, die an Onsen nicht gewöhnt sind, kräftig reizendes Wasser nicht mögen oder entspannt und in Ruhe baden möchten. Wer weniger auf den Charakter der Quelle als auf Erholung und leichte Zugänglichkeit achtet, findet hier oft eine gute Wahl. Auch in Situationen wie Familienreisen, bei denen Alter und körperliche Verfassung der Badegäste variieren, ist es leicht auszuwählen.
Umgekehrt kann es für Menschen, die starke Merkmale wie Trübung oder intensiven Geruch suchen, etwas zu zurückhaltend wirken. Dann kann der Vergleich mit charakterstärkeren Quelltypen helfen, die Milde von einfachem Onsen besser zu schätzen. Bei der Wahl eines Onsen-Ortes lohnt es sich außerdem, nicht nur den Quelltyp zu prüfen, sondern auch, ob das Wasser direkt aus der Quelle kommt, ob verdünnt oder beheizt wird und ob die Temperatur zu den eigenen Vorlieben passt.
Nein. Es bedeutet nicht, dass das Wasser arm an Bestandteilen ist. Auch einfaches Onsen enthält verschiedene gelöste Stoffe, aber bestimmte Komponenten erreichen nicht die Mengen, die für eine Benennung als Chloridquelle oder Sulfatquelle nötig wären. Nach den Kriterien des Umweltministeriums handelt es sich um Wasser mit unter 1.000 mg gelösten Stoffen pro 1 kg und einer Quellentemperatur von mindestens 25 °C. Genau genommen ist es ein ausgewogenes Wasser ohne dominanten Hauptbestandteil.
Alkalisches einfaches Onsen ist ein einfaches Onsen mit hohem pH-Wert, in der Regel ab 8,5. Alkalisches Wasser soll die Hornschicht der Haut sanft aufweichen, und wegen des glatten Hautgefühls wird es manchmal als „Schönheitsbad“ bezeichnet. Allerdings hat nicht jedes einfache Onsen dieselbe Hautwirkung, und bei nahezu neutralen Quellen fällt das glatte Gefühl oft schwächer aus. Den Zusammenhang zwischen pH-Wert und Hautgefühl erklärt der Leitfaden zu pH-Werten von Onsen.
Bei alkalischem einfachem Onsen kann sich die Haut nach dem Baden glatt anfühlen, und manche Onsen-Orte werden als „Schönheitsbad“ bezeichnet. Das ist jedoch nur eine traditionelle Bezeichnung, die auf das Hautgefühl zurückgeht, und keine Garantie für kosmetische Wirkungen. Das Empfinden ist individuell verschieden, und in diesem Artikel werden Wirkungen nicht behauptet.
Das ist schwierig. Einfaches Onsen ist oft farblos und riecht nur schwach, weshalb es äußerlich schwer von Chlorid- oder Sulfatquellen zu unterscheiden ist. Zuverlässig ist die Angabe im Quellanalysebericht, der im Umkleidebereich oder Bad ausgehängt ist.
Ja, eher schon. Da die Reizung vergleichsweise gering ist und es oft farblos, klar und nahezu geruchs- und geschmacksneutral ist, eignet es sich gut für Menschen ohne Onsen-Erfahrung, für Personen, die langes Baden vermeiden möchten, und für Familien. Dennoch kann die Temperatur in manchen Anlagen hoch sein, daher ist ein kurzer erster Test ratsam.
Ein einfaches Onsen ist eine Heilquelle mit unter 1.000 mg gelösten Stoffen pro 1 kg Wasser, ohne gasförmige Bestandteile, und mit einer Quellentemperatur von mindestens 25 °C. Trotz des Namens ist es nicht arm an Inhaltsstoffen, sondern nur so zusammengesetzt, dass kein bestimmter Hauptbestandteil die Schwelle für eine eigene Quelltyp-Bezeichnung erreicht. Es ist ein ausgewogenes, mildes Wasser ohne ausgeprägten Charakter und daher besonders für Onsen-Einsteiger, Menschen, die kein langes Baden möchten, und Familien geeignet.
Wenn der pH-Wert hoch ist, nennt man es alkalisches einfaches Onsen. Wegen des glatten Hautgefühls wird es manchmal als „Schönheitsbad“ beworben, doch nicht jedes einfache Onsen fühlt sich gleich an. Wer starke Charakteristik sucht, sollte andere Quelltypen wählen; wer Milde und leichte Zugänglichkeit bevorzugt, ist mit einfachem Onsen gut beraten. Einen Überblick über alle Quelltypen bietet der Leitfaden zu Onsen-Quelltypen, Details zu pH und Hautgefühl finden Sie im Leitfaden zu pH-Werten von Onsen.
Ein einfaches Onsen ist einer von 10 Heilquellentypen. Es bezeichnet Quellwasser, dessen gelöste Bestandteile die Menge nicht erreichen, die für eine eigenständige Quelltyp-Bezeichnung nötig ist. Nach den Kriterien des Umweltministeriums gilt es als einfaches Onsen, wenn in 1 kg Thermalwasser die gelösten Stoffe, ausgenommen gasförmige Bestandteile, unter 1.000 mg liegen und die Quellentemperatur mindestens 25 °C beträgt. Obwohl das Wort „einfach“ leicht den Eindruck von wenigen Inhaltsstoffen erweckt, ist dies lediglich eine Klassifikation. Es bedeutet nicht, dass das Wasser dünn oder minderwertig wäre.
Kurz gesagt ist einfaches Onsen oft farblos, klar und nahezu geschmacks- und geruchlos, mit milder Reizung und daher leicht zugänglich. Gerade deshalb eignet es sich oft für Onsen-Einsteiger, Menschen, die kein langes Baden möchten, und Familien. Wer jedoch eine starke Charakteristik erwartet, kann es als etwas unspektakulär empfinden. Dieser Artikel ordnet Definition, Merkmale, den Bezug zu alkalischem Onsen mit hohem pH-Wert und die Abgrenzung zu anderen Quelltypen anhand der Kriterien des Umweltministeriums ein. Den Gesamtüberblick über alle 10 Heilquellentypen finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quelltypen; hier geht es ausschließlich um einfaches Onsen.
Dieser Artikel dient allgemeinen Informationszwecken und garantiert keine bestimmten medizinischen oder kosmetischen Wirkungen. Wer Vorerkrankungen hat, in Behandlung ist oder sich unwohl fühlt, sollte sich nicht überanstrengen und den Anweisungen von Arzt oder Einrichtung folgen.
Ob ein Onsen als einfaches Onsen eingestuft wird, entscheidet sich an der Menge der im Wasser gelösten Stoffe und an der Quellentemperatur. In der „Leitlinie zur Analyse von Mineralquellen“ des Umweltministeriums wird einfaches Onsen als Heilquelle definiert, bei der in 1 kg Thermalwasser die gelösten Stoffe, ausgenommen gasförmige Bestandteile, unter 1.000 mg liegen und die Quellentemperatur 25 °C oder höher ist. Wenn an einem Bad „einfaches Onsen“ oder „alkalisches einfaches Onsen“ ausgewiesen ist, erfüllt das Wasser diesen Standard.
Ein häufiges Missverständnis ist die Deutung von „einfach“ als „dünn mineralisiert“. Auch einfaches Onsen enthält verschiedene Bestandteile. Es wird jedoch als einfaches Onsen bezeichnet, weil bestimmte Komponenten wie Natrium oder Sulfat-Ionen die Mengen nicht erreichen, die für eine Benennung als Chloridquelle oder Sulfatquelle erforderlich wären. Anders gesagt handelt es sich um ein ausgewogenes Wasser ohne dominanten Hauptbestandteil, nicht um Wasser mit geringer Gesamtmenge an gelösten Stoffen.
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Gelöste Stoffe, gasförmige ausgeschlossen | unter 1.000 mg pro 1 kg Thermalwasser |
| Quellentemperatur | 25 °C oder höher |
| Aussehen / Geruch | häufig farblos, klar und nahezu geruchs- und geschmacksneutral |
| Alkalisches einfaches Onsen | zusätzlich pH 8,5 oder höher |
Wenn die gelösten Stoffe 1.000 mg oder mehr betragen oder ein bestimmter Bestandteil die festgelegte Menge überschreitet, wird das Wasser nicht als einfaches Onsen, sondern etwa als Chloridquelle, Sulfatquelle oder Hydrogencarbonatquelle eingestuft. Die allgemeine Definition von Onsen selbst, also Mindestanforderungen an Temperatur und Bestandteile, ist eine andere Frage als die Klassifikation des einfachen Onsen. Ein Blick in Was ist Onsen? hilft dabei, die Grenze zwischen Onsen und Heilquelle klarer zu verstehen.
Ein einfaches Onsen zeigt meist keine ausgeprägten Merkmale bei Aussehen oder Geruch. Im Gegensatz zu Schwefelquellen mit Trübung oder eisenhaltigen Quellen mit rotbrauner Farbe fehlt häufig ein markantes Erkennungszeichen. Es ist meist farblos, klar und riecht nur schwach. Wer starke Farben oder deutlichen Geruch erwartet, die typisch nach Onsen wirken, kann es als wenig spektakulär empfinden. Für viele ist gerade diese Milde jedoch angenehm und beruhigend.
Da die Reizung als vergleichsweise gering gilt, passt es gut für Menschen, die an Onsen nicht gewöhnt sind, langes Baden vermeiden möchten oder sich beim Baden schonen wollen. Auch bei Familienreisen, wenn Personen unterschiedlichen Alters zusammen baden, ist es eine naheliegende Wahl. Selbst wenn es mild ist, kann ein Bad in einem heißen Becken den Körper stärker erwärmen als erwartet. Deshalb ist es sinnvoll, nicht gleich lange zu baden, sondern zunächst kürzer zu testen.
Wer nicht die Wirkung einzelner Bestandteile, sondern das reine Wohlgefühl beim Baden und die ruhige Zeit in einer Onsen-Region genießen möchte, versteht diesen Quelltyp am besten.
Unter den einfachen Onsen werden solche mit hohem pH-Wert als alkalisches einfaches Onsen bezeichnet. In der Regel gilt ein pH-Wert von 8,5 oder höher, und an den Anlagen wird dies oft ausdrücklich als „alkalisches einfaches Onsen“ ausgewiesen.
Alkalisches Wasser soll die Hornschicht der Haut sanft aufweichen, sodass sich die Haut während des Badens oder danach glatt und weich anfühlt. Deshalb werden manche Onsen-Orte als „Schönheitsbad“ beworben. Das ist jedoch lediglich eine traditionelle Bezeichnung, die auf das Hautgefühl zurückgeht, und keine Garantie für kosmetische Wirkungen. Das Empfinden ist individuell verschieden, und in diesem Artikel werden Wirkungen nicht behauptet. Den Zusammenhang zwischen pH-Wert und Hautgefühl sowie die Unterscheidung zwischen alkalisch und sauer behandelt der Leitfaden zu pH-Werten von Onsen ausführlich.
Wichtig ist, dass nicht jedes einfache Onsen die gleiche Hautwirkung hat. Auch innerhalb dieser Kategorie gibt es Unterschiede bei pH-Wert und Zusammensetzung. Nahezu neutrale Quellen erzeugen oft nicht das glatte Gefühl eines alkalischen einfachen Onsen. Selbst innerhalb desselben Typs kann der Eindruck je nach Quelle deutlich variieren.
Die Besonderheit von einfachem Onsen liegt darin, dass kein dominanter Hauptbestandteil vorliegt. Im Vergleich zu Chlorid- und Sulfatquellen, die sich äußerlich ebenfalls eher zurückhaltend zeigen und daher leicht verwechselt werden, wird der Unterschied deutlicher.
| Quelltyp | Aussehen | Geruch | Tendenz |
|---|---|---|---|
| Einfaches Onsen | farblos, klar | nahezu geruchlos | unter 1.000 mg gelöste Stoffe; mild ohne dominanten Hauptbestandteil |
| Chloridquelle | farblos bis leicht gefärbt | mild bis salzig | Chloridionen als Hauptbestandteil; gilt oft als wärmend nach dem Baden |
| Sulfatquelle | häufig farblos und klar | mild | Sulfationen als Hauptbestandteil; Typen unterscheiden sich nach Kationen |
| Schwefelquelle | kann trüb sein | Schwefelgeruch, eiartig | Schwefelbestandteile als Hauptbestandteil; sehr charakteristisch |
Wie die Tabelle zeigt, eignen sich Schwefel- oder eisenhaltige Quellen für Menschen, die einen markanten Charakter suchen, während einfaches Onsen eher für jene passend ist, die Milde und Zugänglichkeit bevorzugen. Es geht nicht darum, was besser ist, sondern darum, welche Erfahrung man sucht. Die Einordnung aller 10 Heilquellentypen finden Sie im Leitfaden zu Onsen-Quelltypen.
Einfaches Onsen, Chloridquelle und Sulfatquelle lassen sich vor Ort meist nicht allein am Wasser erkennen. Verlässlicher ist der Quellanalysebericht, der im Umkleidebereich oder Bad ausgehängt ist.
Auch für einfaches Onsen werden mitunter allgemeine Badeindikationen nach den Richtlinien des Umweltministeriums angegeben. Diese allgemeinen Indikationen gelten quellenübergreifend für Heilquellen und umfassen etwa Muskel- und Gelenksteifigkeit oder leichte Müdigkeit. Sie sind jedoch als Rahmen für wiederholte Nutzung über einen gewissen Zeitraum gedacht und garantieren keine Wirkung bereits nach einem einzigen Bad.
Da einfaches Onsen eine milde Quelle ist, werden ihm nur selten starke, auf bestimmte Bestandteile zurückzuführende Wirkungen zugeschrieben. Deshalb ist es realistischer, es wegen seiner geringen Reizung und guten Badetauglichkeit zu wählen als wegen erhoffter Effekte. Da individuelle Unterschiede groß sind, sollte man Indikationen nicht wörtlich nehmen und keine überzogenen Erwartungen haben.
Einfaches Onsen eignet sich besonders für Menschen, die an Onsen nicht gewöhnt sind, kräftig reizendes Wasser nicht mögen oder entspannt und in Ruhe baden möchten. Wer weniger auf den Charakter der Quelle als auf Erholung und leichte Zugänglichkeit achtet, findet hier oft eine gute Wahl. Auch in Situationen wie Familienreisen, bei denen Alter und körperliche Verfassung der Badegäste variieren, ist es leicht auszuwählen.
Umgekehrt kann es für Menschen, die starke Merkmale wie Trübung oder intensiven Geruch suchen, etwas zu zurückhaltend wirken. Dann kann der Vergleich mit charakterstärkeren Quelltypen helfen, die Milde von einfachem Onsen besser zu schätzen. Bei der Wahl eines Onsen-Ortes lohnt es sich außerdem, nicht nur den Quelltyp zu prüfen, sondern auch, ob das Wasser direkt aus der Quelle kommt, ob verdünnt oder beheizt wird und ob die Temperatur zu den eigenen Vorlieben passt.
Nein. Es bedeutet nicht, dass das Wasser arm an Bestandteilen ist. Auch einfaches Onsen enthält verschiedene gelöste Stoffe, aber bestimmte Komponenten erreichen nicht die Mengen, die für eine Benennung als Chloridquelle oder Sulfatquelle nötig wären. Nach den Kriterien des Umweltministeriums handelt es sich um Wasser mit unter 1.000 mg gelösten Stoffen pro 1 kg und einer Quellentemperatur von mindestens 25 °C. Genau genommen ist es ein ausgewogenes Wasser ohne dominanten Hauptbestandteil.
Alkalisches einfaches Onsen ist ein einfaches Onsen mit hohem pH-Wert, in der Regel ab 8,5. Alkalisches Wasser soll die Hornschicht der Haut sanft aufweichen, und wegen des glatten Hautgefühls wird es manchmal als „Schönheitsbad“ bezeichnet. Allerdings hat nicht jedes einfache Onsen dieselbe Hautwirkung, und bei nahezu neutralen Quellen fällt das glatte Gefühl oft schwächer aus. Den Zusammenhang zwischen pH-Wert und Hautgefühl erklärt der Leitfaden zu pH-Werten von Onsen.
Bei alkalischem einfachem Onsen kann sich die Haut nach dem Baden glatt anfühlen, und manche Onsen-Orte werden als „Schönheitsbad“ bezeichnet. Das ist jedoch nur eine traditionelle Bezeichnung, die auf das Hautgefühl zurückgeht, und keine Garantie für kosmetische Wirkungen. Das Empfinden ist individuell verschieden, und in diesem Artikel werden Wirkungen nicht behauptet.
Das ist schwierig. Einfaches Onsen ist oft farblos und riecht nur schwach, weshalb es äußerlich schwer von Chlorid- oder Sulfatquellen zu unterscheiden ist. Zuverlässig ist die Angabe im Quellanalysebericht, der im Umkleidebereich oder Bad ausgehängt ist.
Ja, eher schon. Da die Reizung vergleichsweise gering ist und es oft farblos, klar und nahezu geruchs- und geschmacksneutral ist, eignet es sich gut für Menschen ohne Onsen-Erfahrung, für Personen, die langes Baden vermeiden möchten, und für Familien. Dennoch kann die Temperatur in manchen Anlagen hoch sein, daher ist ein kurzer erster Test ratsam.
Ein einfaches Onsen ist eine Heilquelle mit unter 1.000 mg gelösten Stoffen pro 1 kg Wasser, ohne gasförmige Bestandteile, und mit einer Quellentemperatur von mindestens 25 °C. Trotz des Namens ist es nicht arm an Inhaltsstoffen, sondern nur so zusammengesetzt, dass kein bestimmter Hauptbestandteil die Schwelle für eine eigene Quelltyp-Bezeichnung erreicht. Es ist ein ausgewogenes, mildes Wasser ohne ausgeprägten Charakter und daher besonders für Onsen-Einsteiger, Menschen, die kein langes Baden möchten, und Familien geeignet.
Wenn der pH-Wert hoch ist, nennt man es alkalisches einfaches Onsen. Wegen des glatten Hautgefühls wird es manchmal als „Schönheitsbad“ beworben, doch nicht jedes einfache Onsen fühlt sich gleich an. Wer starke Charakteristik sucht, sollte andere Quelltypen wählen; wer Milde und leichte Zugänglichkeit bevorzugt, ist mit einfachem Onsen gut beraten. Einen Überblick über alle Quelltypen bietet der Leitfaden zu Onsen-Quelltypen, Details zu pH und Hautgefühl finden Sie im Leitfaden zu pH-Werten von Onsen.