Es ist wirklich wunderbar, wenn das Ziel einer Reise ein Sauna-Besuch ist. Denn dann wartet eine unvergleichlich angenehme Zeit auf einen.
Auch an diesem Tag empfing mich ein absolutes Hochgefühl. Am Vortag hatte ich mich im Chomei-ji Onsen Tenba no Yu erfrischt und anschließend in der Stadt Nagahama in der Präfektur Shiga übernachtet. Im Restaurant Sennaritei Ohmi Niku Daidai in der Black Wall Street ließ ich mir von erlesenen Gerichten den Gaumen verwöhnen, danach noch ein Saunagang im Hotel und dann schlief ich tief und fest. An diesem Tag wollte ich auf dem Weg zum Ogoto Onsen einige Sehenswürdigkeiten besuchen, die ich vorher herausgesucht hatte.
Im Spa Resort Ogoto Agaryanse kam ich kurz vor Mittag an. Ich stellte mir den perfekten Ablauf vor: „Erst ins Bad, dann vielleicht zum Yakiniku essen“ und erledigte den Check-in. Dann ging es in den großen Badebereich. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Bäder. Auch Saunaraum und Kaltbad liegen direkt davor. Selbst ohne einzusteigen sieht man den Gesichtsausdrücken der anderen Gäste an, wie unglaublich wohlig es sich anfühlt. Ich zwang mich, meine steigende Vorfreude zu zügeln, und verschaffte mir zunächst einen Überblick über das gesamte Angebot. Es ist meine persönliche Regel, beim ersten Besuch einer Anlage zunächst alle Becken und Wege zu erkunden. Ohne zu wissen, wo was ist, lässt sich keine vollkommene Entspannung erreichen. Nach dem Rundgang war ich überzeugt, dass es ein Erfolg werden würde. Einer der Gründe dafür war das Freibad mit Panoramablick auf den Biwa-See. Ein Ort, an dem man vollkommen entspannt und unbekleidet den Blick auf den See genießen kann. Ein solcher Raum erstreckte sich dort vor mir.
Zunächst wärme ich meinen Körper mit dem Blick auf den Biwa-See in einem Kohlensäurebad oder Quellwasserbad auf. Vielleicht liegt es an der Wirkung der Quelle des Ogoto Onsen, aber mir wurde ziemlich warm. Ich hätte beinahe schon ohne Sauna ins Kaltwasser springen können. Ich nehme eine leichte kalte Dusche und gehe dann zur Sauna. Sie ist ziemlich geräumig und erfüllt den Raum mit einem angenehmen Aroma. Sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit sind perfekt.
Nach der Sauna geht es in das 14 Grad kalte Kaltwasserbecken. Das Becken ist tief und groß. Der in der Sauna erhitzte Körper wird eiskalt abgekühlt. Danach folgt das Entspannen an der frischen Luft im Freien. Ich blicke auf den Biwa-See, schließe die Augen und... irgendwann bin ich wohl eingenickt. Vor lauter Wohlgefühl bin ich ganze 6 Runden totonou geworden. Vor dem Mittagessen 3 Runden, dann ein Mittagsschlaf und am Abend noch einmal 3 Runden. Mehr braucht es nicht. Mein Körper fühlt sich einfach großartig an. Das Essen schmeckt hervorragend. Ich kann tief und fest schlafen. Wenn es das gibt, dann ist fast schon alles da, was man für ein glückliches Leben braucht.





