Die Begegnung kam, wie sie kommen musste – durch Zufall.
Nachdem ich mich im Yurara no Yu Oshikuma in der Präfektur Nara entspannt hatte, überkam mich plötzlich der unwiderstehliche Drang, ein Spiel im Koshien-Stadion zu sehen. Das Wetter war bewölkt mit Regenaussichten. Die Temperaturen lagen für diese Jahreszeit ungewöhnlich niedrig. Selbst der Himmel schien auf meiner Seite zu sein. Mit dem Gefühl, beinahe gottgleich zu sein, machte ich mich auf den Weg zum Koshien-Stadion. Ich parkte in der Nähe des Stadions und ging zur Annahme, um Tageskarten zu kaufen. Da sah ich es: „Ausverkauft“.
Was? Schon wieder Planänderung.
Es war 16 Uhr. Für die Sauna noch etwas zu früh. Wenn man Saunen aneinanderreiht, braucht man mindestens sechs Stunden Pause dazwischen. Ich ging zum Auto zurück und dachte nach. Soll ich einfach nach Naruto heimfahren? Aber mit einem Ausverkauft-Schild als einzigem Erlebnis am Koshien wäre das kein würdiges Ende dieser Reise. Eine Reise muss mit einem befreienden Hochgefühl enden. Ich schloss die Augen und lauschte auf meinen Körper. In diesem Moment sehnte ich mich nach einem natürlichen Thermalwasser. Und so fand ich sie: Arima-Kaido Onsen Suzuran no Yu. Ich erledigte den Empfang, reinigte mich und ließ mich im Innenbad treiben. Es ist eine natürliche Thermalquelle der Arima-Art. Die Kraft in meinem ganzen Körper ließ nach. Allmählich wurde mir warm. Als ich anfing zu schwitzen, ging ich ins Kaltbecken. In diesem Moment war ich von der überwältigenden Angenehmheit überrascht. Das Wasser war weich und man konnte endlos darin bleiben. Bei näherem Hinsehen stellte ich fest, dass hier Miyamizu, eines der 100 berühmtesten Wasser Japans, im Durchlaufbetrieb verwendet wird. Neben dem natürlichen Quellwasser der Arima-Art auch noch berühmtes Wasser, das war wirklich beeindruckend. Dass das Wasser mitten im Sommer eine Temperatur von 17 Grad hatte, war ebenfalls großartig.
Noch immer nachwirkend vom Kaltbecken, ging ich zum Freiluftbad. Gerade dieses Freiluftbad kann man wohl als die größte Attraktion von Suzuran no Yu bezeichnen. Inmitten des Waldes wurde ein Garten angelegt, und dort gibt es ein Quellwasser- und Durchlaufbad, ein Hinoki-Bad, Tsubo-Bäder, eine löyly-Sauna, ein Kaltbecken und einen Ruhebereich. Auch die Zahl der Liegestühle ist groß, sodass man sich beim Entspannen nicht verirren dürfte. Während ich von der Welt des Waldes und des Gartens tief beeindruckt war, machte ich mich auf den Weg zur löyly-Sauna. Am Eingang liegt ein Vihta. Auch die Sauna muss mit viel Liebe zum Detail gestaltet sein. Als ich die Sauna betrat, war ich von dem Duft des Hinoki-Holzes umhüllt. Ich wechselte nach oben und schloss langsam die Augen. Ich atmete tief ein und sog den Hinoki-Duft mit voller Brust ein. Meine Herzfrequenz stieg an. Es war wohl bald so weit.
Ich verließ die Sauna und ging zum Hinoki-Kaltbecken. Ein unglaubliches Gefühl des Wohlbehagens hüllte mich ein. Ich schloss die Augen und konzentrierte mich auf die Geräusche der Natur. Es roch nach Wald. Auch das Kaltbecken atmet. Ich hatte das Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren. Irgendwie schaffte ich es bis zu dem Bereich mit den Liegestühlen und entspannte meinen ganzen Körper. Wieder hüllten mich die Geräusche und Gerüche der Natur ein. Als ich wieder zu mir kam, hatte ich fünf Runden beendet. Die Kombination aus Onsen und Sauna mit der Natur. Sich in der Natur selbst zu befreien. Ich war tief bewegt, wie angenehm das sein kann. Ich hatte wieder einen wunderbaren Ort entdeckt. Und das auch noch am Ende der Reise. Unwiderstehlich.
Nun, diese Reise ist hiermit zu Ende. Ich bin nicht erschöpft. Im Gegenteil, ich bin voller Energie. Welche Reise soll es als Nächstes werden? Wohin soll ich fahren? Mit solchen Gedanken fuhr ich mit dem Auto zurück nach Naruto, wo mein Zuhause ist.





