Nachdem ich im UNEUNA des Kitakobushi Shiretoko Hotel & Resort zwei herrliche Runden genossen und vom Dach aus den Sonnenuntergang über dem Ochotskischen Meer beobachtet hatte, zog ich mich schweren Herzens wieder an. Die Zeit war begrenzt. Die Tagesspa-Anmeldung im KIKI Shiretoko Natural Resort, das zur selben Gruppe gehört, schloss um 18 Uhr.
Die kurze Fahrt war eine Erholung für sich. Den Wind von Utoro im Gesicht, legte ich die kleine Strecke zurück und stand bald vor dem Eingang des KIKI Shiretoko Natural Resort. Ich übergab meine Tageskarte dem Personal und wurde zum großen Badebereich geführt. Durch eine offene, lässige Lounge und an dem hellen, freundlichen Design des Hotels vorbei ging es in die Tiefe – bis ich die Tür zum Badebereich öffnete und eine andere Welt aufging.
Ein Innenbad in dunklem Schwarz, das eine geradezu heilige Aura ausstrahlte. Durch das große Fenster an der Vorderseite blickte man in den Außengarten. Das einfallende Licht ließ den grünen Vorhang aus Pflanzen ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten erzeugen. Der Kontrast zur hellen Lounge hätte nicht größer sein können – diese Schwere, diese Wucht war kein Zufall. Sie war berechnet. Die Vorfreude stieg ins Unermessliche.
Da ich im Kitakobushi bereits zwei Runden hinter mir hatte, duschte ich kurz ab und begab mich direkt zur Neuna.
KIKI Shiretoko erneuerte im Jahr 2023 seinen gesamten Badebereich und brachte unter der Regie von TTNE – geleitet vom passionierten Sauna-Enthusiasten Totonoeparent – vier einzigartige Saunen hervor. Da die Bereiche für Männer und Frauen täglich wechseln, standen an diesem Tag für die Männer die Neuna und die Whisking-Sauna zur Verfügung.
Als ich die Tür zur Neuna (NEUNA) öffnete und eintrat, raubte mir die Schönheit des Raumes sofort Augen und Herz. Die geschwungene, organische Form, das schöne Holz, das wie Kacheln an den Wänden aufgereiht war. Und das Auffälligste: die hölzernen Kissen auf den Bänken. Diese Sauna ist, ihrem Namen entsprechend, eigens zum Liegen gebaut.
In japanischen Saunen gilt das Hinlegen oft als Verstoß gegen die Etikette. Doch hier ist es genau richtig. Mit einer Kapazität von nur drei Personen ist die Sauna kompakt, aber das vollständige Hinlegen und Loslassen aller Anspannung ist ausdrücklich erlaubt. Dazu steht ein Birkenbaum im Raum, und sein Duft – den ich so sehr liebe – erfüllt die gesamte Sauna. Ich zog die Luft tief durch die Nase ein und genoss diesen wunderbaren Geruch in vollen Zügen.
Ich legte mich auf die Bank. Die Temperatur lag bei etwa 85 °C. Langsam spürte ich, wie die Wärme meinen ganzen Körper gleichmäßig erfasste. Mit jedem Atemzug der Birkenduft, mit jedem Blick die ästhetische Schönheit der Sauna. Erstaunlich: Trotz der hohen Temperatur wurden die Bänke und Kissen nicht unangenehm heiß – man konnte bequem liegen. Das ist sicher kein Zufall, sondern präzises Design, damit das Holz nicht proportional zur Raumtemperatur überhitzt. Weil das Liegen hier selbstverständlich ist, muss man sich auch keine Gedanken um den persönlichen Freiraum anderer machen. Man kann die Sauna in aller Ruhe liegend genießen. Welch ein Luxus.
Nach ausreichend angesammelter Wärme war es Zeit für das Kaltwasserbad. Auch dort hat KIKI Shiretoko seinen ganz eigenen Anspruch.
Das Becken ist 120 cm tief – tief genug, um als erwachsener Mann komplett unterzutauchen. Die Wassertemperatur lag bei etwa 16 °C: nicht zu kalt, nicht zu warm, eine perfekte Einstellung. Was mein Herz jedoch höher schlagen ließ, war der sogenannte WACCA-Knopf. Wacca bedeutet auf Ainu Wasser – und drückt man diesen Knopf, ergießt sich ein Wasserfall vom Himmel über den Kopf. Eine Anlage, die mich sofort an den berühmten MADMAX-Knopf im Yurakkusu in Kumamoto erinnerte.
Ich drückte den Knopf und ließ den Wasserfall auf meinen Kopf prasseln, während der Rest des Körpers im tiefen Kaltwasserbecken lag. Dieser doppelte Angriff von oben und unten durchfuhr mich wie ein Blitz und hinterließ eine Frische, die bis in den Scheitel zu spüren war. Alle Blutgefäße zogen sich gleichzeitig zusammen. Die anschließende Außenluft-Pause würde herrlich werden.
Durch den Gang bewegte ich mich in den Außenbereich. Im Garten unter freiem Himmel standen Birken und andere Bäume, und ein angenehmer Duft von Holz und Erde lag in der Luft.
Im Außenbereich standen vier Bänke. Und ihre Anordnung war wieder einmal meisterhaft. Manch einer mag denken: Hier könnte man noch mehr Bänke aufstellen, wenn man den Platz besser nutzt. Doch genau das ist der Punkt. Bewusst Freiraum lassen. Den Freiraum nicht füllen. Auch das ist ein wesentlicher Aspekt guten Designs.
In einem hochwertigen Haus wie KIKI Shiretoko steigert das bewusste Offenlassen von Raum und die Auseinandersetzung mit der Raumästhetik die Qualität des Erlebnisses um ein Vielfaches. Würde man den Platz wie in einer gewöhnlichen Sento oder Sauna randvoll mit Stühlen füllen, ginge die Hochwertigkeit des Raumes verloren. Nur weil sich eine begrenzte Zahl von Menschen in diesem Raum befindet, kann man sich tief auf die Stille, den Duft der Natur und vor allem auf den eigenen Körper konzentrieren.
Ich setzte mich auf die Bank, betrachtete den schönen Garten und den Himmel und lauschte dem natürlichen Klang des Windes, der durch die Bäume strich. Eine Zeit, in der ich nichts tun musste. Eine Zeit, in der ich an nichts denken musste. Allein das erfüllte mein Herz tief und vollständig.
Für die zweite Runde begab ich mich zur Whisking-Sauna.
Hier ist Selbst-Whisking mit Vihta – Birkenzweige und -blätter, zu einem Bündel gebunden – möglich. Am Eingang zur Sauna lagen in Wasser getränkte Vihta-Bündel bereit. Die Raumtemperatur war mit etwa 70 °C etwas niedriger als in der Neuna – eine angenehme Wärme, die den Körper langsam und gründlich durchdringt.
Als der Schweiß zu fließen begann, griff ich zum Vihta und klopfte mich damit sanft von Kopf bis Fuß ab. Der Birkenduft explodierte geradezu auf der Haut, breitete sich aus und war unglaublich wohltuend. Die Durchblutungsförderung durch das Vihta-Klopfen war spürbar – ich schwitzte mehr als erwartet. Dann wieder die Taufe durch den WACCA-Knopf im tiefen Kaltwasserbecken, Abkühlung, und anschließend die Außenluft-Pause.
Für die dritte und vierte Runde kehrte ich ohne zu zögern zur Neuna zurück.
Die Schönheit des Sauna-Raums, der Duft, die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit – in allem trifft diese Sauna genau meinen Geschmack. Ich wollte so lange wie möglich an diesem Ort bleiben. Ein solcher Raum ist das.
Deshalb traf ich die Entscheidung, bewusst kein löyly zu machen. Löyly würde die gefühlte Temperatur schlagartig erhöhen, den Puls steigen lassen und letztlich die Zeit in der Sauna verkürzen. Um so lange wie möglich in dieser wunderbaren Sauna zu bleiben, war es die richtige Wahl, darauf zu verzichten und sich still und in aller Ruhe erwärmen zu lassen.
Ich mag auch heiße Saunen, aber manchmal ist diese Art des Genusses genauso gut. „Irgendwann würde ich gerne eine Sauna wie diese Neuna bauen


「北こぶし知床」に戻り、豪華な夕食を済ませた。一日で最高のサウナを二施設もハシゴするという、とんでもない体験だった。自室のベッドで日記を書いていると、次第に重い眠気が襲ってきた。
今日は「UNEUNA」と「KIKI知床」を堪能した。そして明日の朝には、「北こぶし」のもう一つの目玉、「KAKUUNA(カクウナ)」を体験することができる。どうせ遅くても5時には目が覚めるだろう。起きた刹那、大浴場に向かおう。明日はどのような景色が小生を待ち受けているのだろうか。
今日一日のとてつもない充実に感謝しつつ、小生は深い眠りに落ちていった。





