Gesundheit und Nutzen

Wie Onsen gegen Kälteempfindlichkeit helfen: Gründe & Tipps

Onsen bei Kälteempfindlichkeit: Wie Wärme und anhaltende Schutzwirkung helfen, warum Chlorid- und Kohlensäurequellen oft empfohlen werden, inkl. Badehinweise.

Onsen werden oft als Maßnahme gegen Kälteempfindlichkeit empfohlen. Tatsächlich berichten viele, dass Hände und Füße sich nach dem Baden leichter erwärmen und dass die Wärme nach dem Verlassen des Bades eine Weile anhält. Besonders für Menschen, die leicht auskühlen, ist das anhaltende Wärmegefühl eines Onsen eine spürbare Veränderung.

Das heißt aber nicht, dass ein Onsen die Kälteempfindlichkeit grundlegend heilt. In diesem Artikel wird erläutert, wie Onsen mit Kälte zusammenhängen, welche Unterschiede es je nach Wasserart gibt und welche Vorsichtsmaßnahmen beim Baden zu beachten sind.

Warum Onsen das Aufwärmen erleichtern

Zunächst bewirkt ein Bad durch die Wärme, dass sich sowohl die Körperoberfläche als auch die Körpermitte leichter erwärmen. Wenn der Körper wärmer wird, verändert sich die Durchblutung, und manche Menschen empfinden, dass die Kälte in Händen und Füßen nachlässt. Dies ist nicht nur auf Onsen beschränkt, sondern gilt für Baden allgemein, wobei Temperatur und Inhaltsstoffe des Wassers den Eindruck beeinflussen können.

Außerdem bietet ein Aufenthalt in einem Kurort oft die Möglichkeit, sich nach dem Bad auszuruhen, wodurch sich Ermüdung und Anspannung, die hinter dem Auskühlen stehen, leichter abbauen. Dadurch empfinden manche Menschen ein Onsen als erholsamer.

Warum Chloridquellen oft empfohlen werden

Bei der Frage nach Kälte werden besonders Chloridquellen häufig genannt. Salzhaltiges Wasser lässt viele Menschen das Gefühl haben, dass die Wärme nach dem Bad länger anhält. Deshalb werden solche Quellen besonders in kalten Jahreszeiten oder in windigen Regionen geschätzt.

Das heißt jedoch nicht, dass alle Menschen dasselbe empfinden. Weil der Eindruck eines langen Wärmegefühls stärker sein kann, kann langes Baden auch belastend werden. Daher sollte man auf Temperatur und den eigenen Zustand achten.

Wie ist es mit Kohlensäurequellen und lauwarmem Bad?

Kohlensäurequellen empfinden manche Menschen als angenehm, auch wenn das Wasser etwas kühler ist. Wer heißes Wasser nicht gut verträgt, kann oft länger in einem lauwarmen Bad bleiben, was für Personen, die leicht auskühlen, vorteilhaft sein kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kohlensäurequellen für alle mit Kälteempfindlichkeit immer die beste Wahl sind.

Manche Menschen profitieren von kurzen Aufenthalten in heißem Wasser, andere fühlen sich bei längerem Verweilen in lauwarmem Wasser wohler. Für die Kältevorsorge ist es wichtig, nicht nur die Wasserart zu betrachten, sondern die für einen selbst passende Temperatur zu finden.

Kälte hat oft andere Ursachen als nur fehlende Wärme

Hinter Kälteempfindlichkeit stehen häufig Faktoren wie Muskelmasse, Schlaf, Ernährung, Stress, Kleidung und Bewegungsmangel. Auch wenn ein Bad kurzfristig das Wärmeempfinden verbessert, kehrt das Auskühlen häufig zurück, wenn sich die Lebensgewohnheiten nicht ändern.

Deshalb ist ein Onsen gut als Teil einer Gesamtstrategie gegen Kälte geeignet, man sollte aber nicht erwarten, dass sich die Konstitution allein dadurch grundlegend ändert. Realistisch ist es, Onsen mit Alltagsbaden, Bewegung und besserem Schlaf zu kombinieren.

Hinweise zur richtigen Badeweise

Gerade wenn man stark friert, ist die Versuchung groß, sich plötzlich in sehr heißes Wasser zu setzen, um schnell warm zu werden. Das kann jedoch zu Benommenheit oder zusätzlicher Erschöpfung führen. Besser ist es, mit einer für einen angenehmen Temperatur zu beginnen und nach dem Bad zu vermeiden, den Körper plötzlich abzukühlen.

Nach dem Baden sollte man nicht lange feucht bleiben, sich gut abtrocknen und warme, leicht anzuziehende Kleidung tragen. Auch die Zeit nach dem Bad gehört zur Kältevorsorge und sollte bedacht werden.

Fazit

Onsen sind für Menschen mit Kälteempfindlichkeit eine Möglichkeit, den Körper leichter aufzuwärmen und ein anhaltenderes Wärmeempfinden nach dem Bad zu erzielen. Besonders Chloridquellen werden oft als angenehm warmhaltend empfunden.

Da Kälteempfindlichkeit jedoch von der Lebensweise beeinflusst wird, sollte man nicht zu viel erwarten, dass ein Onsen allein die Ursache behebt. Am sinnvollsten ist die Nutzung von Onsen in Kombination mit regelmäßigem Baden, Bewegung und verbessertem Schlaf.

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