Was ich am letzten Tag tun sollte, hatte ich noch bis zum Morgen desselben Tages nicht entschieden. Fest stand nur, dass ich Nagoya am frühen Nachmittag verlassen würde. Die eigentliche Frage, die mich intensiv beschäftigte, war: Welche Sauna besuche ich noch am Vormittag? Das Fazit: Zwei Nächte und drei Tage reichten einfach nicht aus. Noch etwa fünf Einrichtungen standen auf meiner Liste. Ich wollte alle besuchen – aber das war unmöglich, also musste ich eine Entscheidung treffen. Was opfere ich, was nehme ich mit? Vor dieser ultimativen Wahl stehend, entschied ich mich für zwei Ziele. Eines davon war das Canal Resort.
Da ich am Vormittag zwei Einrichtungen besuchen wollte, war der Aufenthalt zwangsläufig ein Blitzbesuch. Gerade mal 30 Minuten. In dieser knappen Zeit wollte ich die Sauna in vollen Zügen genießen. Ich trat durch den resortartigen Eingang, meldete mich an der Rezeption an, lieh mir ein Handtuch und machte mich auf den Weg zum großen Badebereich. Das Restaurant und andere Einrichtungen waren hervorragend ausgestattet, und schon am frühen Morgen war das Haus voller Gäste. Ein Ort, der sich auch wunderbar für einen Ausflug mit Freunden oder dem Partner eignet. Doch heute hatte ich keine Zeit, das alles zu genießen. Mein einziges Ziel: die große Badehalle und die Sauna. Ich eilte in den Herrenbereich, streifte in Sekundenschnelle meine Kleider ab und stieg ins Wasser. Ich reinigte mich und tauchte anschließend in die natürliche Außen-Onsen. Auch wenn die Zeit kurz war – was diese Einrichtung zu bieten hatte, wollte ich spüren. Ein Kohlensäurebad ist überall mehr oder weniger gleich, aber bei einem echten Onsen gibt es etwas, das man nur an diesem Ort erfahren kann, also ließ ich es mir nicht entgehen.
Nachdem ich meinen Körper aufgewärmt hatte, ging ich in die Sauna.
Zeitlich gesehen würde wohl nur ein Durchgang drin sein. Normalerweise absolviere ich mindestens drei Runden, doch diesmal öffnete ich die Saunatür mit der festen Entschlossenheit, alles in eine einzige Runde zu legen. Als ich eintrat, war ich von der Größe des Raumes überrascht. Groß genug für einen kleinen Comedy-Auftritt. In der Mitte der Sauna standen zwei große iki-Öfen, die intensive Hitze abstrahlten. Die Raumtemperatur betrug 100 °C. Dazu kam alle 10 bis 15 Minuten ein automatisches löyly, bei dem Aromadampf eingesprüht wurde – die Luftfeuchtigkeit stieg, und die Hitze wurde noch intensiver. Eine Sauna mit echtem Punch, muss ich sagen. Ich spürte, wie mein morgendlicher Körper durch die Saunawärme langsam erwachte. Nach etwa zehn Minuten Schwitzen begab ich mich zum Außen-Kaltwasserbad.
Es gab zwei Kaltwasserbäder: eines ist das Markenzeichen des Canal Resort – das Schwimmbecken als Kaltwasserbad. Das andere war ein Kohlensäure-Kaltwasserbad. Ohne zu zögern stieg ich in das Schwimmbecken. Die Wassertiefe beträgt 2 Meter – man kommt nicht auf den Boden. Es ist groß genug für mindestens 15 Personen. Ich tauchte den Kopf unter, legte mich auf den Rücken und trieb einfach an der Oberfläche. Unglaublich angenehm. Ein so befreiendes Kaltwasserbad hatte ich bisher noch nie erlebt. Allerdings hat das Wasser 13 °C, also konnte ich nicht allzu lange bleiben. Ich tastete mich am Beckenrand entlang und stieg schließlich heraus.
Ins Kohlensäure-Kaltwasserbad hatte ich keine Lust zu steigen – aus einem bestimmten Grund. Ich verbinde damit eine bittere Erinnerung. Einmal hatte ich in der Einrichtung Suishun in Matsui-Yamate in Kyoto ein 13 °C kaltes Kohlensäure-Kaltwasserbad ausprobiert. Den stechenden Schmerz, den ich dabei an meinen Genitalien verspürte, konnte ich einfach nicht vergessen. Kohlensäure-Kaltwasserbäder und männliche Genitalien vertragen sich nicht. Das ist mein persönliches Fazit.
Abschweifung beendet – ich hatte das riesige Kaltwasserbad des Canal Resort in vollen Zügen genossen, und obwohl es nur eine einzige Runde war, war meine Morgensauna damit abgeschlossen. Dass man schon in einer einzigen Runde das Wesen einer Einrichtung spüren kann, ist wirklich viel wert. Zwischen dem bloßen Betrachten von Fotos und dem tatsächlichen Erleben liegt ein himmelweiter Unterschied. Ich wäre gerne länger geblieben, doch das nächste Ziel wartete auf mich – also verließ ich die Einrichtung mit schwerem Herzen.
Die nächste Einrichtung sollte die letzte Sauna meines Nagoya-Aufenthalts werden.
Es handelt sich um Yunoya Tennenshusen Yukichiro.
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