Was ist eine Saunamatte, die man auf die Sitzfläche legt? Dieser Guide erklärt ihre zwei Funktionen: Hygiene durch saubere Sitzflächen und Schutz vor heißen Bänken. Unterschiede zwischen Gemeinschafts-, Einweg- und persönlicher Matte, Nutzung und Rückgabe sowie den Unterschied zur Brettform.
Veröffentlicht: 18.12.2025
Was ist eine Saunamatte, die man auf die Sitzfläche legt? Dieser Guide erklärt ihre zwei Funktionen: Hygiene durch saubere Sitzflächen und Schutz vor heißen Bänken. Unterschiede zwischen Gemeinschafts-, Einweg- und persönlicher Matte, Nutzung und Rückgabe sowie den Unterschied zur Brettform.
Veröffentlicht: 18.12.2025
Eine Saunamatte ist eine kleine Unterlage, auf die man sich in der Saunakabine auf die Bank setzt. Sie besteht aus Frottee, Kunstfaser oder Schaumstoff. Je nach Einrichtung nutzt man eine bereitgestellte Gemeinschaftsmatte oder bringt eine eigene mit.
Kurz gesagt hat eine Saunamatte zwei Aufgaben. Sie verhindert, dass der eigene Schweiß direkt in die Holzbank eindringt und hält die Sitzfläche sauber, und sie schützt den Körper vor einer sehr heißen Sitzfläche. Das Erste ist ein hygienischer Rücksichtnahme gegenüber der nächsten Person, das Zweite wirkt sich direkt auf den eigenen Komfort aus. In diesem Artikel erklären wir ausgehend von diesen beiden Funktionen die Arten von Matten, die Nutzung mit Hinlegen, Sitzen und Zurücklegen beim Verlassen, den Sinn einer eigenen Matte sowie den Unterschied zur häufig verwechslten Brettform. Wie man eine Sauna grundsätzlich nutzt, behandeln wir in Sauna für Anfänger: So steigst du richtig ein, und warum es ungern gesehen wird, ohne Unterlage zu sitzen, erklären wir in Dinge, die man in der Sauna vermeiden sollte.
Die erste ist die Hygiene. In der Saunakabine schwitzt man in kurzer Zeit stark. Wer ohne Unterlage sitzt, bringt Schweiß direkt auf die Holzbank, was Flecken und Gerüche verursachen kann. Die Sitzfläche ist ein geteilter Ort, den viele Menschen nacheinander kurz benutzen. Wenn die nächste Person auf einer verschwitzten Fläche sitzt, ist das unangenehm. Schon eine Matte dazwischen reduziert deutlich, wie viel Schweiß die Sitzfläche erreicht.
Die zweite ist der Schutz. In einer Trockensauna liegen die Temperaturen meist bei 80 bis 100 °C, und Holzbanken oder besonders Metallteile können sich heiß anfühlen. Eine Matte bildet eine isolierende Schicht zwischen Sitzfläche und Körper und mildert die Hitze beim Hinsetzen. Je höher die Bank, desto wärmer ist es; deshalb spürt man diesen Effekt auf den oberen Plätzen besonders. Wie sich das Gefühl je nach Sitzplatz verändert, erklärt auch Arten japanischer Saunen.
Eine Saunamatte ist übrigens nur für die Sitzfläche gedacht. Sie hat also einen völlig anderen Zweck und einen anderen Einsatzort als eine Saunamütze, die man auf dem Kopf trägt. Beides kann man problemlos zusammen verwenden.
Saunamatten lassen sich grob in drei Gruppen einteilen, je nachdem, wer sie bereitstellt und verwaltet. Mit der Art ändern sich Bequemlichkeit und Zuständigkeit für die Hygiene.
| Art | Zuständig | Merkmale | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Bereitgestellte Gemeinschaftsmatte | Einrichtung | Man nimmt eine Matte aus Schaumstoff oder ähnlichem Material am Eingang und legt sie nach dem Verlassen an den vorgesehenen Ort zurück. Reinigung und Pflege übernimmt die Einrichtung | Menschen, die unkompliziert und ohne eigenes Gepäck kommen wollen, Reisende |
| Einweg- oder Leihhandtuch-System | Einrichtung | Für jeden Gast gibt es ein frisches Handtuch oder eine Papiermatte, die nach Gebrauch in einen Sammelbehälter kommt. Der Wechsel ist hygienisch klar geregelt | Menschen, die bei Gemeinschaftsmatten auf Hygiene achten |
| Eigene Matte | Nutzer | Eine faltbare oder aufrollbare Matte wird mitgebracht. Material und Größe wählt man selbst, die Pflege übernimmt man ebenfalls selbst | Vielnutzer, Menschen, die Hygiene selbst kontrollieren möchten |
Die bereitgestellte Gemeinschaftsmatte ist am bequemsten, weil sie direkt im Betriebskonzept der Einrichtung mitläuft. Viele Häuser verwenden dabei leicht zu reinigende Schaumstoffe wie Polyethylen; Waschen und Austausch liegen bei der Einrichtung. Dennoch fühlen sich manche Gäste wohler, wenn sie den Zustand vor der Nutzung kennen. Das Einweg- oder Leihhandtuch-System ist in dieser Hinsicht klarer, weil für jeden Gast etwas Frisches bereitliegt. Auch der Selbstverwaltungsstandard der Japan Sauna & Spa Association empfiehlt aus hygienischer Sicht, das Sitzhandtuch möglichst pro Gast zu wechseln.
Eine eigene Matte ist stark, weil sie in jeder Einrichtung gleich verwendet werden kann. Material, Größe und Faltart wählt man nach Geschmack, und die Hygiene bleibt in der eigenen Hand. Sie eignet sich für Menschen, die häufig in die Sauna gehen oder den Zustand ihrer Sitzfläche selbst bestimmen möchten.
Die Nutzung selbst ist einfach und erfordert keinen komplizierten Ablauf. Bei Gemeinschaftsmatten gibt es jedoch Regeln, die man in einem gemeinsam genutzten Raum beachten sollte.
| Situation | Was tun |
|---|---|
| Beim Betreten | Eine Gemeinschaftsmatte am Eingang nehmen oder die eigene Matte bereitlegen |
| Beim Sitzen | Die Matte auf den Sitzplatz legen und sich daraufsetzen |
| Beim Verlassen | Gemeinschaftsmatten an den ursprünglichen Platz zurücklegen oder in den Sammelbehälter geben. Wenn Schweiß getropft ist, die Sitzfläche leicht abspülen |
| Beim Wechseln des Bereichs | Die Gemeinschaftsmatte nicht mit ins Kaltwasserbecken oder in den Außenluftbereich nehmen |
Wichtig ist das Verhalten beim Verlassen. Wenn man eine Gemeinschaftsmatte benutzt hat, sollte man sie kurz mit Wasser abspülen, dann an den vorgesehenen Ort zurücklegen oder den Anweisungen der Einrichtung folgen. Damit man benutzte und unbenutzte Matten nicht verwechselt, lohnt es sich, den Ablageort schon vor dem Betreten zu prüfen. Die Matte ist Ausrüstung der Saunakabine und sollte nicht mit ins Kaltwasserbecken oder auf den Außenruhesitz mitgenommen werden. Was dort gebraucht wird, soll dort bleiben. Das hilft den Nächsten.
Bei einer eigenen Matte kann man sie natürlich frei mitnehmen. Trotzdem gilt auch hier: Wenn die Sitzfläche durch Schweiß nass ist, sollte man sie beim Verlassen leicht abspülen. In allen Fällen gilt derselbe Grundsatz: Den Platz für die nächste Person sauber hinterlassen. Warum Sitzen ohne Unterlage oder das Nicht-Abspülen von Schweiß ungern gesehen wird, erklären wir ausführlich in Dinge, die man in der Sauna vermeiden sollte.
Wenn eine Einrichtung bereits Matten bereitstellt, braucht man nicht unbedingt eine eigene. Dennoch kann eine persönliche Matte in mehreren Situationen nützlich sein.
Vor allem kann man auch in Häusern ohne Bereitstellung oder in Momenten, in denen einem die Hygiene der Gemeinschaftsmatte nicht reicht, die Sitzfläche nach den eigenen Maßstäben gestalten. Faltbare oder aufrollbare Modelle sind leicht zu transportieren und wiederverwendbar, daher sind sie für häufige Saunagänger besonders praktisch. Je nach Material unterscheiden sich Wärmedämmung und Trocknungszeit, deshalb lohnt es sich beim Kauf nicht nur auf den Sitzkomfort, sondern auch auf die Pflege zu achten. Nach der Nutzung sollte man sie nicht feucht liegen lassen, sondern trocknen. Das ist unabhängig vom Material eine grundlegende Maßnahme gegen Gerüche und Abnutzung.
Wer dagegen nur auf Reisen einmalig ausprobieren will, muss nicht extra eine kaufen. Viele Einrichtungen bieten Gemeinschaftsmatten oder Leihhandtücher an; damit kommt man meist gut aus. Eine Anschaffung kann man auch später noch überlegen, wenn man regelmäßiger geht. Allgemeine Gedanken zum Gepäck findest du in Sauna für Anfänger: So steigst du richtig ein.
Es gibt Saunamatten in einer etwas festeren, kleinen Form aus Schaumstoff, die an Schwimmbretter erinnern. Das ist die sogenannte Brettform. Ihr Zweck ist derselbe wie bei einer Stoffmatte: Man legt sie auf die Sitzfläche. Der Unterschied liegt in Material und Handhabung.
Die Brettform besteht aus Schaumstoff, stößt Wasser ab, lässt sich nach Gebrauch schnell abspülen und trocknet rasch. Sie verformt sich kaum und behält ihre Dämmwirkung, weshalb sie oft als Gemeinschaftsmatte verwendet wird. Stoffmatten fühlen sich dagegen weicher an und nehmen Schweiß auf. Der aufgenommene Schweiß muss getrocknet oder gewaschen werden, aber manche bevorzugen genau dieses weichere Sitzgefühl. Es geht also nicht darum, was besser ist, sondern darum, was man vorzieht: die einfache, abspülbare Brettform oder die weichere Stoffmatte.
Damit die Sitzfläche sauber bleibt, ist es grundsätzlich empfehlenswert, eine Unterlage zu benutzen. Ohne sie bleibt Schweiß auf der Bank zurück und die nächste Person sitzt ungern dort. Wenn es eine bereitgestellte Gemeinschaftsmatte oder ein Leihhandtuch gibt, sollte man diese nutzen. Andernfalls kann auch ein eigenes Handtuch als Ersatz dienen.
Wenn du dir bei der Hygiene Sorgen machst, wähle am besten eine Einrichtung mit Einweg- oder Leihhandtuch-System oder bringe eine eigene Matte mit. In vielen Häusern bestehen Gemeinschaftsmatten aus leicht zu reinigendem Material und werden von der Einrichtung gepflegt. Die letzte Entscheidung darf aber immer nach deinem eigenen Maßstab fallen.
Spüle sie kurz mit Wasser ab, lege sie dann an den vorgesehenen Platz zurück oder gib sie gemäß den Anweisungen der Einrichtung in den Sammelbehälter. Nimm sie nicht mit ins Kaltwasserbecken oder in den Außenbereich. Zurücklegen ist die richtige Etikette.
Ein Handtuch kann als Ersatz dienen, aber spezielle Matten sind oft auf Wärmedämmung, schnelles Trocknen und einfaches Falten ausgelegt. Das macht sie für wiederholte Nutzung praktischer. Die Schaumstoff-Brettform ist besonders leicht abzuspülen und zu trocknen, während Stoffmatten durch ihre weiche Oberfläche punkten.
Eine Saunamatte ist eine Unterlage, die man auf die Sitzfläche in der Sauna legt. Sie hat zwei Aufgaben: Sie verhindert, dass Schweiß in die Bank eindringt und hält so die Fläche hygienisch, und sie schützt den Körper vor der Hitze der Sitzfläche. Es gibt bereitgestellte Gemeinschaftsmatten und Einwegmodelle sowie persönliche Matten, wobei sich Bequemlichkeit und Zuständigkeit für die Hygiene unterscheiden. Die Anwendung ist simpel: hinlegen, daraufsetzen und beim Verlassen zurücklegen oder abspülen. Nur eines sollte man vermeiden: die Gemeinschaftsmatte mit sich herumzutragen. Die Brettform und die Stoffmatte unterscheiden sich in Material und Pflege, nicht in der Wertigkeit. Am besten prüfst du zuerst, was die jeweilige Einrichtung anbietet, und überlegst dir eine eigene Matte erst dann, wenn du regelmäßig gehst.