Das Kobe Sauna ist für mich ein ganz besonderer Ort.
Ich bin im Laufe der Jahre immer wieder hierher gekommen und habe an diesem Ort kostbare Momente meines Lebens festgehalten.
Wenn ich zurückdenke: Im dritten Jahr der Oberschule war ich zum ersten Mal im Kobe Sauna. Ich hatte Karten für das Endspiel des Sommer-Koshien, des nationalen Oberschul-Baseballturniers, bekommen und wollte mit einem Freund hingehen. Wenn schon, dann wollten wir gute Plätze. Dafür mussten wir am Vorabend anreisen, am frühen Morgen anstehen und beim Einlass sofort Plätze sichern. Da eine Übernachtung außerhalb die Erlaubnis der Eltern erforderte, erklärte ich meinen Eltern die Situation. Auf die Frage, wo ich übernachten wolle, antwortete ich: „Im Kobe Sauna zu übernachten“. So sagte ich es und war sicher, dass sie es erlauben würden. Denn mein Vater liebt Sauna über alles. Mein Vater ist ein Saunagänger. Ich habe durch meinen Vater angefangen, Sauna zu lieben. Da ich nun an dem Erinnerungsort meines Vaters übernachten wollte, dachte ich, dass es unmöglich sei, abgelehnt zu werden. Wie erwartet bekam ich ohne Zögern ein Okay. Als ich meinen Freund kontaktierte, hatte auch er offenbar das Okay seiner Eltern erhalten.
Am Tag selbst gingen zwei unruhige Oberschüler, nachdem sie mühsam den Empfang erledigt hatten, in den Lockerraum. Es war auch das erste Mal, dass wir in einem Kapselhotel übernachteten. Überhaupt kannte ich den Ablauf nicht. Gibt es auf derselben Etage kein großes Badehaus? Als ich das Hinweisschild sah, wurde klar, dass sich das große Badehaus in einer oberen Etage befand. „Oben scheint das Badehaus zu sein“, wechselte ich mit meinem Freund ein paar Worte, und wir fuhren nackt mit dem Aufzug nach oben. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits einen schweren Fehler begangen. Im Kobe Sauna muss man beim Gang vom Spindbereich aus eine Papierunterhose tragen. Der Grund ist, dass man beim Vorbeigehen an der Rezeption von den weiblichen Mitarbeitern deutlich gesehen werden kann. Deshalb liegen im Lockerraum Papierunterhosen bereit. Genau das hatten wir übersehen. Ohne uns darum zu kümmern, dass die Mitarbeiterin an der Rezeption uns mit einem Blick ansah, der sagte: „Was zum Teufel machen diese beiden ...“, gingen wir zum großen Badehaus. Und so genossen wir unser allererstes Kobe Sauna.
Später studierte ich an einer Universität in der Präfektur Hyogo und besuchte auch während meiner Studienzeit das Kobe Sauna immer wieder. Der Raum, der Geruch, die Sauna, das Kaltwasserbecken, das Essen, die Mitarbeitenden, die Kapselzimmer, die Massagen – die Qualität all dieser Angebote ist hoch. Auch als ich berufstätig war und in der Kantō-Region lebte, übernachtete ich im Kobe Sauna, wenn ich im Kansai war. Es ist ein Ort voller Erinnerungen, und ich liebe das Kobe Sauna sehr.
Die Einleitung ist etwas lang geworden, aber an diesem Tag war ich von 9 Uhr morgens bis zum Abend im Kobe Sauna. Am Vorabend hatte ich mich im New Japan Umeda hervorragend totonou können, doch aus einem bestimmten Grund war ich in äußerst gedrückter Stimmung. Wegen des muffigen Schimmelgeruchs im Hotel hatte ich nicht tief schlafen können. Schon beim Einchecken hatte mein Geruchssinn „es riecht“ wahrgenommen, und nachdem ich im New Japan totonou gewesen war, war er noch schärfer geworden. Kaum betrat ich das Hotelzimmer, verzog ich unwillkürlich das Gesicht. Trotzdem redete ich mir ein, dass ich das Zimmer ja schließlich reserviert hatte, und legte mich widerwillig schlafen. Doch ich wachte während der Nacht immer wieder auf. Deshalb konnte ich keinen erholsamen Schlaf bekommen. Um aus diesem Zustand wieder in die bestmögliche Verfassung zu kommen, blieb mir wohl nur mein Erinnerungsort, das „Kobe Sauna“, also machte ich mich von Osaka nach Kobe auf.
Als ich das Gebäude betrat, wurde ich sofort von dem gewohnten, großartigen Duft umhüllt. Und vor allem beruhigte es mich. Es fühlte sich an, als käme ich in meine Heim-Sauna. Ich erledigte den Empfang und ging zum Spind. Ich zog ordnungsgemäß die Papierunterhose an und wechselte in das große Badehaus in der oberen Etage. Seit jenem Vorfall ziehe ich beim Wechseln immer eine Papierunterhose an. Nach dem Betreten des Bads reinigte ich mich und tauchte in das natürliche Thermalwasser ein. Und dann kam endlich die Sauna. Die ersten zwei Durchgänge verbringe ich in der Finnischen Sauna, in der ich ordentlich schwitze, und kühle meinen Körper dann im 11,7 °C kalten Wasserbecken eiskalt herunter. Danach befreie ich mich bei der Frischluftbehandlung. Persönlich ist diese Finnische Sauna hier für mich unangefochten die Nummer eins in meinem Sauna-Ranking. So angenehm ist es dort, und man kann dort richtig schwitzen. Im dritten Durchgang entschied ich mich für die Hauptsauna und ließ mich von der Löyly verwöhnen. Während ich mich vom Aroma duftend aus den Saunasteinen beruhigen ließ, strömten heftige Hitzewellen auf mich ein. Ich erhitzte meinen Körper bis an die Grenze und ging direkt ins Wasserbecken. Auch der dritte Durchgang endete im 11,7 °C kalten Wasserbecken, und damit war der Morgensaunagang beendet.
Nachdem ich die Sauna verlassen und es mir im Liegesessel gemütlich gemacht hatte, bekam ich ziemlich Hunger. Zeitlich war es gerade genau der richtige Moment, an dem das Mittagessen begann.


Das Essen im Kobe Sauna ist ebenfalls köstlich. An diesem Tag bestellte ich Ingwer-Schweinefleisch und Karaage. Der Geschmack dringt tief in den Körper ein, der nach der Sauna empfindsam geworden ist. Das Essen ist köstlich. Was für ein glückliches Leben. Und das noch an einem Ort voller Erinnerungen. Nachdem ich gegessen hatte, machte ich im Liegeraum ein Nickerchen. Was für eine luxuriöse Art, Zeit zu verbringen. Und durch das Nickerchen erholte sich auch meine Kondition wieder. Sollte ich noch einmal drei Durchgänge im Kobe Sauna machen oder vielleicht eine andere Anlage ausprobieren? Nach ein paar Minuten Überlegung tauchte das eindrucksvolle Erlebnis in jener Anlage wieder vor meinem inneren Auge auf. Im nächsten Moment stand mein Ziel fest: „Arima Kaido Onsen Suzuran no Yu“.





