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Aufgenommen Oktober 2026 vom Chefredakteur

Sauna-Reise durch Nagasaki und Saga — Vol.6 / 7 — 5. Oktober 2026

「Mifuneyama Rakuen Hotel Rakan-no-Yu (Morgen)」 Erfahrungsgeschichte

Weiß und Holzfeuer – eine Morgenstunde, die im Wald zerfließt

✦ Besucht Oktober 2026Text und Fotografien der ChefredakteurSaga

Diese Reise

  1. 01Shimabara Onsen Hotel Nampuro
  2. 02Kanigoten (Krabbenpalast) Ariakekai-no-Yu
  3. 03JIN6 Sauna
  4. 04OND HOTEL
  5. 05Mifuneyama Rakuen Hotel Rakan-no-Yu (Nacht)
  6. 06Mifuneyama Rakuen Hotel Rakan-no-Yu (Morgen)
  7. 07ONSEN&SAUNA YUKULU
Zur ganzen Reise →

Diese Reise

  1. 01 / 2. Okt.Shimabara Onsen Hotel Nampuro
  2. 02 / 3. Okt.Kanigoten (Krabbenpalast) Ariakekai-no-Yu
  3. 03 / 3. Okt.JIN6 Sauna
  4. 04 / 4. Okt.OND HOTEL
  5. 05 / 4. Okt.Mifuneyama Rakuen Hotel Rakan-no-Yu (Nacht)
  6. 06 / 5. Okt.Mifuneyama Rakuen Hotel Rakan-no-Yu (Morgen)
  7. 07 / 5. Okt.ONSEN&SAUNA YUKULU
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Irgendwann war ich zurück im Hotel. Irgendwann war ich eingeschlafen. Irgendwann war ich wieder wach. Meine Erinnerung an den gestrigen Abend im Rakan-no-Yu des Mifuneyama Rakuen Hotel reißt bei den Flammen des Lagerfeuers ab. Ich weiß noch, dass ich auf dem Parkplatz die Reservierung für den nächsten Morgen gemacht habe, aber alles danach liegt im Nebel. Beim Aufwachen überkam mich das Gefühl, ich sei noch mitten im Abkühlen im Freien. Während ich an die Decke starrte, begann ich auf dem Hotelbett erneut zu totonou – in jenen Zustand tiefer Entspannung zu gleiten. Nun war also der letzte Tag meiner Saunareise durch Nagasaki und Saga gekommen. Und auch heute Morgen hatte ich einen Tagesbesuch im Rakan-no-Yu gebucht. Ich frühstücke schnell und gehe auf einen Morgenspaziergang. Mit jedem Atemzug kühler Luft kommt das Blut in meinem verschlafenen Körper langsam in Schwung. Zurück im Zimmer absolviere ich eine Yoga-Session und dehne mich bis in den letzten Winkel. Bis zum Einlass um 8 Uhr will ich meinen Körper in Bestform bringen. Für ein Totonoi der Extraklasse reicht es nicht, einfach nur ins Bad oder in die Sauna zu gehen. Wer seine körperliche Verfassung vor dem Baden einstellt, erlebt ein umso tieferes Totonoi. Ich checke aus, fahre etwa zehn Minuten mit dem Auto und erreiche das Mifuneyama Rakuen Hotel. Der Berg Mifuneyama, der gestern Abend in der Dunkelheit versunken war, zeigt im Morgenlicht klar seine schroffen Felswände und das tiefe Grün. Noch ganz im Nachklang des Vorabends öffne ich erneut die Eingangstür. Anmelden, und dann ab ins Rakan-no-Yu. Im Rakan-no-Yu werden die Bereiche für Männer und Frauen morgens getauscht. Gestern Abend war ich auf der Seite des Männerbads, heute Morgen darf ich die Räume des Frauenbads nutzen. Zwei völlig verschiedene Welten in einem einzigen Haus. Um das als Tagesgast zu erleben, komme ich eben zweimal hierher, abends und morgens. Als ich das große Bad betrete, eröffnet sich mir eine völlig andere Welt als gestern Abend. Die Morgensonne beleuchtet den Mifuneyama, Tiere und Pflanzen des Waldes erwachen und finden in ihren morgendlichen Rhythmus. Vögel zwitschern, das Laub der Bäume fängt das Licht und schimmert im Wind. Die geheime Welt aus Dunkelheit und Flammen von gestern Abend – kaum zu glauben, dass es sie gab. Selbst ohne Bad, nur mit einem Waldbad hier, könnte man glatt totonou. Zuerst lasse ich mich ins Takeo-Onsen-Wasser des Bads unter freiem Himmel sinken. Das sämige, weiche Wasser und die klare Morgenluft legen sich übereinander. Ich spüre, wie ich mich langsam bis ins Innerste aufwärme, und schaue eine Weile in den morgendlichen Wald. Für die erste Runde gehe ich in die Trockensauna, in der man mit „Kugeln“ einen Aufguss genießen kann. In dem Moment, als ich die Tür öffne, empfängt mich ein Raum, dessen Wände komplett schneeweiß sind. Als wäre ich in eine Kamakura, eine japanische Schneehütte, geraten. Aus jedem Blickwinkel wunderschön. Unwillkürlich bleibe ich am Eingang stehen. Bei genauerem Hinsehen sind die weißen Wände erstaunlich gut gepflegt. Auf Weiß sieht man jeden Schmutz. Ohne sorgfältige Pflege ist die Schönheit schnell dahin. Seit diese Sauna gebaut wurde, müssen etliche Jahre vergangen sein. Und trotzdem ist sie noch so weiß. Jeden Tag kümmert sich wohl jemand unermüdlich um diese Wände. Wenn ich mir das vorstelle, kann ich nur den Hut ziehen. Vor dem Saunaraum stehen die „Kugeln“ bereit: zu Bällen gefrorenes Aromawasser. Es gibt mehrere Duftsorten, ich entscheide mich für Rose und japanische Minze. Man legt die Kugel auf den Ofen in der Mitte und gießt Wasser darüber. Durch die Hitze des Ofens und den Dampf schmilzt die Kugel langsam, und ein Duft aus üppiger Rose und frischer Minze breitet sich im ganzen Saunaraum aus. Eine wunderschöne Sauna und ein satter Aromaduft. Schon bei der ersten Runde am Morgen bin ich bestens gelaunt. Gleich vor der Trockensauna liegt ein Tauchbecken. Es ist mit gekühltem Takeo-Onsenwasser gefüllt und fühlt sich wunderbar weich auf der Haut an. Kalt, aber irgendwie sanft. Mein Morgenkörper kühlt ganz allmählich ab. Vom Tauchbecken gehe ich zurück nach draußen und setze mich auf eine der Bänke ums Lagerfeuer, um im Freien abzukühlen. Das Feuer, das gestern Abend in der Dunkelheit heftig loderte, flackert im Morgenlicht ruhig vor sich hin. Der rauchige Duft und die sanfte Wärme tun gut, und die Luft und die Geräusche des Waldes von Takeo geben mir meinen menschlichen Rhythmus zurück. Einfach nur hier zu sein, bringt Körper und Geist – ja, das ganze Leben – ins Gleichgewicht. Genau so ein Ort ist das Rakan-no-Yu. Nach dem Abkühlen im Freien mache ich eine kleine Pause in der Teestube. Getrocknete Mandarinen aus der Präfektur Saga, Pudding, Tama-Yokan, Karinto, Detox-Wasser. Ich probiere mich der Reihe nach durch alles wie durch ein komplettes Menü. Beiße ich in eine getrocknete Mandarine, füllt konzentrierte Süße und Säure den ganzen Mund. Für einen Snack zwischen den Saunagängen ist diese Auswahl fast schon zu luxuriös. Für die zweite Runde gehe ich in die holzbefeuerte Sauna. Auch diesmal habe ich sie ganz für mich allein. Ich betrachte die schöne Form der Holzofensauna und schütte ordentlich Wasser auf den riesigen Ofen, um die Luftfeuchtigkeit hochzutreiben. Die Holzofensauna auf der Frauenseite hat eine Glasdecke. Lege ich mich auf die Bank und schaue nach oben, breitet sich hinter dem Glas das Grün der Bäume im Morgenlicht aus. Aus einer Sauna heraus zum Wald hinaufzublicken – das erlebt man nicht alle Tage. Begleitet vom Knistern des brennenden Holzes und dem rauchigen Duft angekohlten Holzes wärme ich mich in aller Ruhe durch. Auch gleich vor der Holzofensauna gibt es ein Tauchbecken. Ich lasse mich hineinsinken und kühle mich gründlich ab. Nach dem Tauchbecken ist Zeit fürs Abkühlen im Freien, und weil kaum jemand da ist, lege ich mich auf die Bank neben der Holzofensauna. Die Umgebung der Holzofensauna ist der Teil des Bads, der dem Wald am nächsten liegt. Abkühlen im Freien, bei dem man buchstäblich Teil des Waldes wird. Ich lausche den Geräuschen des Waldes, sauge die frische Luft tief ein und schaue einfach gedankenverloren ins schöne Grün. Wie lange ich so dalag, weiß ich nicht. Irgendwann kam es mir vor, als stünde die Sonne schon ein Stück höher. Danach genoss ich in der dritten Runde die Trockensauna mit den Kugeln und in der vierten Runde die Holzofensauna. Zwischen den Runden kühlte ich am Lagerfeuer im Freien ab und naschte in der Teestube köstliche Kleinigkeiten. Dieses erstklassige Erlebnis, das es nur hier gibt, habe ich bis zum Anschlag ausgekostet.
Eingang
Eingang
Mittagessen: Meeresfrüchte-Champon
Mittagessen: Meeresfrüchte-Champon
Schweren Herzens – aber der Abschied kommt nun mal immer. Ich ließ die Freude, hierher zurückgekehrt zu sein, noch einmal auf mich wirken, schwor mir, ganz sicher wiederzukommen, und verließ das Mifuneyama Rakuen Hotel. Nun ist heute also der letzte Tag der Reise. Bis zum Flug am Abend bleibt aber noch Zeit. Gefühlt habe ich mein Peak-End schon erreicht, doch wenn es die Zeit erlaubt, würde ich gern noch ein Haus besuchen. Mit dem besten Erlebnis aufhören oder gierig sein? Diesmal entschied ich mich für die Gier (was ein Fehler war...) und fuhr in die Stadt Nagasaki. Zurück nach Nagasaki, wo diese Reise begonnen hatte. Das letzte Ziel: ONSEN&SAUNA YUKULU.

Das Haus in diesem Bericht

Mifuneyama Rakuen HotelSaga Stadt Takeo✦ Besucht Oktober 2026Seite des Hauses öffnen (Zeiten, Preise, Ausstattung) →

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