
Vol.3
Wakayama
Mär 28–29, 2026 Sauna-Reise in den Präfekturen Hyogo und Wakayama (Hyogo, Wakayama)
「Aridagawa Onsen Hikari no Yu」 Erfahrungsgeschichte
Erstklassige onsen, sauna und Kaltwasserbecken
📅29. März 202609:00
Gestern, möglicherweise noch unter dem Einfluss des Shirahama Onsen, bin ich mit einem hervorragend erholten Gefühl aufgewacht.
Im Royal Spa des Hotel Kawakyu war ich in den berühmten Shirahama Onsen eingetaucht und hatte bei Sonnenuntergang drei Sets genossen, während ich aufs Meer blickte – der Nachklang dieses Erlebnisses hing noch in meinem Körper. Nach einem Morgenspaziergang und dem Frühstück trank ich im Zimmer noch einen Kaffee und machte mich fertig. Das heutige Ziel war Aritagawa Onsen Hikari no Yu.
Auf diese Einrichtung hatte ich schon länger ein Auge geworfen. Es gibt gute Gründe, warum man sie bei einem Onsen‑, sauna‑ und Kaltwasserbecken‑Ausflug in Wakayama nicht auslassen sollte. Ein auf 41℃ erwärmtes onsen neben einer 28℃ kalten Quelle für wechselwarmes Baden, die weltweit erste onsen‑Dampfsauna, in der Quellwasser zu Dampf verwandelt wird, eine hochtemperierte sauna, deren Wand mit etwa 150 kg Kishu Binchotan belegt ist, und ein Kaltwasserbecken mit dem natürlichen Aritagawa-Quellwasser als Durchlaufbecken. Schon diese Informationen würden jeden Liebhaber überzeugen, sofort hinzufahren.
Ich kam um 8 Uhr an, erledigte die Anmeldung und ging in das große Bad. Außen- wie Innenansicht wirken zunächst wie bei einem normalen Super-Sento. Aber ich weiß es besser. Die dort aufgereihten Einrichtungsgegenstände sind bei weitem nicht gewöhnlich.
Betritt man das große Bad, steht sofort rechts die Kishu Binchotan‑ausgekleidete hochtemperierte sauna, und davor sind die 41℃‑onsen und die 28℃‑Kaltquelle nebeneinander angeordnet. Hinter einem Durchgang liegt das Außenbecken, so dass man beim Baden die Bäume und den Himmel betrachten kann. Der Ruhebereich ist gut ausgestattet: es gibt nicht nur Liegestühle, sondern auch Flächen mit Tatami-Matten, auf denen man sich ausstrecken kann. Da sich die Jahreszeit dem Frühling zuneigt, dürfte das Außenluftbaden besonders angenehm sein.
Zunächst wollte ich vor der sauna das Wechselbad zwischen heiß und kalt genießen. Wenn 41℃ onsen und 28℃ kaltes Quellwasser nebeneinanderstehen, dann ruft das förmlich danach.
Ich ließ mich in das 41℃ onsen gleiten und wärmte meinen Körper. Die Wasserqualität ist eine Natrium‑Chlorid‑Quelle mit angenehmem Hautgefühl. Schon nach wenigen Minuten war mein Körper wohlig warm. Die Kraft des onsen ist beeindruckend. Dann übersprang ich das Becken und tauchte in das 28℃ Kaltwasserbecken, tauchte den ganzen Körper unter. Es fühlte sich unglaublich gut an: nicht zu heiß, nicht zu kalt. Allein durch dieses Wechselbad fühlte ich mich fast schon totonou.
Ich kühlte den Körper im Kaltwasserbecken ab und sprang gleich wieder in das 41℃ onsen. In diesem Moment überkam mich ein Schauer der Lust: Das Gefühl, wie das warme onsen das zuvor gekühlte Innere des Körpers sofort umschließt, ist eine andere Art von Ekstase als beim Wechsel von sauna zu Kaltwasserbecken. Ich wechselte erneut in die Kaltquelle und zurück. So wiederholte ich das etwa fünfmal.
So angenehme Wechselbäder hatte ich in meinem Leben noch nie erlebt. Die Temperaturabstimmung ist perfekt: 41℃ und 28℃. Diese Differenz erzeugt einen Zustand tiefster Entspannung. Ich war bereits sehr zufrieden, hatte aber noch die sauna nicht betreten – fast hätte ich das vor lauter Wohlgefühl vergessen.
Set 1: Ich betrat die hochtemperierte sauna, deren Wand komplett mit Kishu Binchotan ausgelegt ist.
Etwa 150 kg Binchotan aus dem echten Kishu, hergestellt aus natürlicher Ubame-Eiche, sind an der Wand angebracht. Auf dem Ofen, der mit zahlreichen Steinen beladen ist, befindet sich ein Duschkopf, so dass eine automatische löyly‑Funktion möglich ist. Die Raumtemperatur liegt bei etwa 90℃; möglicherweise durch die von den Binchotan abgegebene ferninfrarote Strahlung erhielt ich ein Gefühl, das den Körper bis in den Kern erwärmte. Besonders durch die Wandverkleidung wird die Wärme langsam und gleichmäßig von hinten an den Rücken abgegeben. In vielen gewöhnlichen saunen wird oft nur die Hautoberfläche heiß, ohne dass die Tiefe des Körpers ausreichend erwärmt wird, doch hier erwärmte sich mein Körper sanft von innen, ohne dass es beklemmend wurde. So wirkt also die Kraft der Binchotan.
Anschließend tauchte ich vollständig in das Kaltwasserbecken mit Aritagawa-Quellwasser. Die Temperatur lag bei etwa 18℃, und das Wasser fließt als Durchlauf aus natürlichem Quellwasser. Es soll so klar sein, dass es trinkbar ist. Die umhüllende Weichheit des Wassers war sehr angenehm. Da es sich um Quellwasser handelt, schwankt die Wassertemperatur je nach Jahreszeit; im Sommer könnte es als etwas lauwarm empfunden werden, im Winter dagegen deutlich kälter. Jetzt in dieser Jahreszeit war es jedoch genau richtig. Ich hatte das gute Timing erwischt.
Im Außenbereich legte ich mich auf die Tatami und atmete die frische Aritagawa‑Luft tief ein. Für eine Weile verlor ich das Bewusstsein.
Set 2 begann ich in der weltweit ersten auf Quellwasser basierenden onsen‑Dampfsauna. Durch den in Dampf verwandelten Quellwasser‑Dampf, sogenannte erhitzte Wasserdampfpartikel, soll die Wirkung des onsen sowohl über die Haut als auch über die Atmung aufgenommen werden können. Die Temperatur liegt bei etwa 50℃, sehr mild und äußerst angenehm. Nachdem ich mich im Dampf langsam erwärmt hatte, wechselte ich direkt in die Kishu Binchotan‑sauna. Dank des Warmups durch den Dampf fing ich sofort beim Betreten wieder an, in Strömen zu schwitzen. Diese sauna erwärmt den Körper wirklich intensiv: der durch ferninfrarote Strahlung von innen aufgewärmte Körper entlädt sich in starkem Schwitzen in der Hochtemperatur‑sauna. Ich war tief beeindruckt.
Wieder tauchte ich ins Kaltwasserbecken mit Aritagawa‑Quellwasser und legte mich anschließend in den Außenbereich. Ein weiteres Mal wiederholte ich diesen Ablauf und beendete das Programm nach drei Sets.

Blick auf den Aritagawa

Ruhebereich im Inneren der Anlage
Bilder und Bewertungen vermitteln etwas ganz anderes als die tatsächliche Erfahrung. Erst vor Ort begreift man, worum es wirklich geht. Die durch die Binchotan‑Wand kommende ferninfrarote Wärme, die natürliche Weichheit des Aritagawa-Quellwassers und das erschütternde Gefühl, wenn man beim Wechselbad über die Becken steigt – das alles lässt sich über einen Bildschirm niemals vollständig vermitteln. Genau das habe ich erneut in Aritagawa Onsen Hikari no Yu erlebt. Die tatsächliche Erfahrung ist das größte Vermögen im Leben.
Nachdem ich das morgendliche Programm beendet hatte, war es erst 10 Uhr. Zum Mittagessen war es noch zu früh. Spontan entschied ich mich wieder für ein Ziel: etwa 15 Minuten mit dem Auto entfernt liegt eine in Wakayama beliebte sauna‑Einrichtung. Da ich schon einmal in Wakayama war, bot es sich an, zwei saunen hintereinander zu besuchen. Also fuhr ich weiter und machte mich auf den Weg zum Ninomaru Onsen.
Die Einrichtung in dieser Geschichte
Aridagawa Onsen Hikari no Yu
Natürliche heiße Quelle(Fließend)
Sauna vorhanden
Kaltwasserbad vorhanden
📍37 Hoshio, Arida City, Wakayama Prefecture
Öffnungszeiten🕐:11:00〜23:00

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Ausgewählt von einem Experten, der täglich Onsen- und Saunaeinrichtungen besucht und über 300 Orte erkundet hat — nur wirklich Außergewöhnliches wird vorgestellt.
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