Heiße Aufgüsse mit Hōjicha-Duft und natürlichem Grundwasser
Reisetagebuch
Es regnete in Strömen.
Das Hotel, in dem ich übernachtete, hatte bereits ein großes Gemeinschaftsbad. Zudem befand sich keine fünf Minuten zu Fuß entfernt noch ein weiteres Supersentō. Und dennoch ließ ich extra ein Taxi kommen, nur um woanders zu Baden – ein Verhalten, das für jemanden, der kein Onsen- oder Sauna-Fan ist, wohl kaum nachvollziehbar ist. Doch für mich persönlich: Drei verschiedene Kaltbecken mit natürlichem Grundwasser im Durchlaufbetrieb, das Ikedayuge-Onsen, zwei verschiedene Saunen – das alles wartete hier auf mich. Da war ein Regenschauer kein Hindernis. Im Gegenteil, ich hegte sogar die Hoffnung, dass das schlechte Wetter das Bad ein wenig leerer machen würde.
Der Regen trommelte heftig gegen die Taxifenster. Wie ich schon im vorigen Beitrag geschrieben habe, ist schlechtes Wetter für mich ein positives Zeichen. Bei der Ankunft bestätigte sich die Erwartung – es war tatsächlich angenehm ruhig. Yudokoro Minori ist normalerweise ein beliebtes Haus und würde unter anderen Umständen sicher viel mehr Betrieb haben.
Nach dem Eincheck-in ging ich ins große Bad. Gleich nach dem Eingang rechts lag die Hauptsauna; direkt daneben, Wand an Wand, standen zwei Kaltbecken. Beide nutzten natürliches Grundwasser – eines auf 12 °C, das andere auf 18 °C. Diese Kombination ist schlicht perfekt. Das Wechselbaden zwischen beiden Kältebecken würde ich mir für später aufheben. Auch der Innenbereich war gut ausgestattet: Es gab ein Kräuterbad und einen Whirlpool. Im Außenbereich erwarteten mich bequeme Liegestühle, ein Kohlensäurebad, das Felsenbad des Ikedayuge-Onsen, eine finnische Sauna sowie ein Kaltbecken mit natürlichem Grundwasser im Durchlaufbetrieb. Die Anlage war weitläufig und insgesamt sehr gut ausgestattet.
Als erstes sank ich in das Ikedayuge-Onsen draußen. Im strömenden Regen in einer heißen Quelle zu sitzen hat seinen ganz eigenen Charme. Das Wasser war seidig-glitschig – man konnte regelrecht spüren, wie die Haut weicher wurde. Das Felsenbad war durchdacht angelegt: Die Rückenlehne stand nicht im rechten Winkel, sondern in einem leicht zurückgeneigten Winkel, der wirklich angenehm ist. Man liegt entspannt da und schaut in den Nachthimmel. Ein Felsenbad hat immer eine besondere Atmosphäre, aber dass hier sogar der Winkel der Rückenlehne bis ins Detail durchdacht worden war – das zeigte mir, wie hoch der Anspruch dieser Einrichtung ist.
Nachdem sich der Körper in der heißen Quelle aufgewärmt hatte, war es Zeit für die erste Runde.
Ich betrat die finnische Sauna im Außenbereich. Platz für etwa sechs Personen, die Raumtemperatur lag bei rund 90 °C. Ein wunderbarer Hōjicha-Duft lag in der Luft. Tee-Aromen in einer Sauna mag ich persönlich sehr. Das Besondere an dieser Sauna war Folgendes: Nach dem Selbst-löyly gab es einen sogenannten „Nachdampf-Knopf
Heiße Aufgüsse mit Hōjicha-Duft und natürlichem Grundwasser
Reisetagebuch
Es regnete in Strömen.
Das Hotel, in dem ich übernachtete, hatte bereits ein großes Gemeinschaftsbad. Zudem befand sich keine fünf Minuten zu Fuß entfernt noch ein weiteres Supersentō. Und dennoch ließ ich extra ein Taxi kommen, nur um woanders zu Baden – ein Verhalten, das für jemanden, der kein Onsen- oder Sauna-Fan ist, wohl kaum nachvollziehbar ist. Doch für mich persönlich: Drei verschiedene Kaltbecken mit natürlichem Grundwasser im Durchlaufbetrieb, das Ikedayuge-Onsen, zwei verschiedene Saunen – das alles wartete hier auf mich. Da war ein Regenschauer kein Hindernis. Im Gegenteil, ich hegte sogar die Hoffnung, dass das schlechte Wetter das Bad ein wenig leerer machen würde.
Der Regen trommelte heftig gegen die Taxifenster. Wie ich schon im vorigen Beitrag geschrieben habe, ist schlechtes Wetter für mich ein positives Zeichen. Bei der Ankunft bestätigte sich die Erwartung – es war tatsächlich angenehm ruhig. Yudokoro Minori ist normalerweise ein beliebtes Haus und würde unter anderen Umständen sicher viel mehr Betrieb haben.
Nach dem Eincheck-in ging ich ins große Bad. Gleich nach dem Eingang rechts lag die Hauptsauna; direkt daneben, Wand an Wand, standen zwei Kaltbecken. Beide nutzten natürliches Grundwasser – eines auf 12 °C, das andere auf 18 °C. Diese Kombination ist schlicht perfekt. Das Wechselbaden zwischen beiden Kältebecken würde ich mir für später aufheben. Auch der Innenbereich war gut ausgestattet: Es gab ein Kräuterbad und einen Whirlpool. Im Außenbereich erwarteten mich bequeme Liegestühle, ein Kohlensäurebad, das Felsenbad des Ikedayuge-Onsen, eine finnische Sauna sowie ein Kaltbecken mit natürlichem Grundwasser im Durchlaufbetrieb. Die Anlage war weitläufig und insgesamt sehr gut ausgestattet.
Als erstes sank ich in das Ikedayuge-Onsen draußen. Im strömenden Regen in einer heißen Quelle zu sitzen hat seinen ganz eigenen Charme. Das Wasser war seidig-glitschig – man konnte regelrecht spüren, wie die Haut weicher wurde. Das Felsenbad war durchdacht angelegt: Die Rückenlehne stand nicht im rechten Winkel, sondern in einem leicht zurückgeneigten Winkel, der wirklich angenehm ist. Man liegt entspannt da und schaut in den Nachthimmel. Ein Felsenbad hat immer eine besondere Atmosphäre, aber dass hier sogar der Winkel der Rückenlehne bis ins Detail durchdacht worden war – das zeigte mir, wie hoch der Anspruch dieser Einrichtung ist.
Nachdem sich der Körper in der heißen Quelle aufgewärmt hatte, war es Zeit für die erste Runde.
Ich betrat die finnische Sauna im Außenbereich. Platz für etwa sechs Personen, die Raumtemperatur lag bei rund 90 °C. Ein wunderbarer Hōjicha-Duft lag in der Luft. Tee-Aromen in einer Sauna mag ich persönlich sehr. Das Besondere an dieser Sauna war Folgendes: Nach dem Selbst-löyly gab es einen sogenannten „Nachdampf-Knopf