
Vol.5
Yamanashi
Mär 19–22, 2026 Sauna-Reise durch Shizuoka, Yamanashi und Nagano
「Übernachtungs-Onsen Yamanashi Yorimichi no Yu」 Erfahrungsgeschichte
Ein erstklassiges Kaltwasserbecken, in dem natürliches Grundwasser und Thermalwasser aufeinandertreffen
📅20. März 202619:00
Warmes Thermalwasser in ein Kaltwasserbecken mischen.
Seit dem Moment, als ich diese Idee hörte, konnte ich an nichts anderes mehr denken. Natürliches Grundwasser wird gefördert und dann mit Quellwasser versetzt. Es wird nicht mit einem Chiller gekühlt. Es wird auch nicht zirkuliert. Durchgehender Zufluss bei 14–16°C. Allein unter diesen Bedingungen kann man sich schon vorstellen, dass es ein unglaublich angenehmes Kaltwasserbecken sein muss. Wie wohltuend ein durchgehendes, ohne Chiller betriebenes Kaltwasserbecken mit natürlichem Wasser sein kann, habe ich auf bisherigen Reisen ausgiebig erfahren. Und dann kommt noch die Schwere des Thermalwassers hinzu. Wie sich das anfühlt, kann ich mir kaum vorstellen. Schon beim Gedanken daran bekomme ich Gänsehaut.
Am Vormittag war ich in Fujiyama Onsen und war von der großartigen Sauna und der Architektur überwältigt, nach dem Bad sah ich zum ersten Mal das volle Panorama des Fuji. Von dort aus fuhr ich mit dem Fahrrad um den Kawaguchiko-See und genoss bis zum Abend die spektakuläre Aussicht auf den Fuji in vollen Zügen. Ich gab das Leihrad zurück und stieg in die Fujikyu-Linie. Die nächtliche Saunareise begann.
Der Bahnhof Tsuru-shi war ein unbesetzter Bahnhof. Als ich das Drehkreuz verließ, war es dunkel und es war weit und breit niemand zu sehen. Es wirkte fast unwirklich, dass hier eine der repräsentativen Thermalbadanlagen Yamanashis liegen sollte. Doch nach einigen Minuten Fußweg sah ich das Gebäude, genauso wie auf den Fotos. Auf dem Parkplatz standen viele Autos. Ich machte Außenfotos und betrat die Anlage.
Gegenüber der Stille am Bahnhof herrschte drinnen reges Treiben. Familien, Freundesgruppen, Alleinreisende – allerlei Leute kommen und gehen, es herrscht lebhafte Stimmung. Ich unterscheide Anlagen grob in zwei Typen. Der eine Typ bietet einen ruhigen Ort zur persönlichen Pflege. Der andere ist eine Art Gemeinschaftsort, an dem man mit Familie oder Freunden ausgelassen sein kann und in dem sich auch Alleinreisende bestens wohlfühlen. Yamanashi Onsen mit Übernachtung Yorimichi no Yu (Yamanashi Tomareru Onsen Yorimichi no Yu) gehörte eindeutig zur letzteren Kategorie. Diese Lebendigkeit war sehr angenehm.
Nach dem Check-in ging ich in die große Badehalle.
Der Innenbereich wirkte ehrlich gesagt wie ein gewöhnliches Super-Sento, nichts besonders. Doch sofort fiel mir das durchgehende Kaltwasserbecken ins Auge. Ja, das Wasser floss ununterbrochen hinein. Es lag direkt neben dem Ausgang der Sauna, so dass man sofort nach dem Verlassen hineingehen konnte. Perfekt. Sobald ich in den Außenbereich kam, veränderte sich die Atmosphäre komplett. Dort präsentiere sich ein großzügiges Felsenbecken mit durchgehendem Quellwasser. Das werde ich später in vollen Zügen genießen.
Ich reinigte mich, erwärmte den Körper im Innenbereich im kohlensäurehaltigen Bad und begab mich dann in die Sauna.
Erste Runde. Kaum hatte ich mich auf der obersten Bank niedergelassen, begann eine automatische löyly. Was für ein Timing. Große Mengen Wasser wurden auf die Saunasteine gegossen, und Sekunden später durchflutete eine heftige Hitze die Saunakabine. Ein isness-Ofen von Metos war installiert; seine Konstruktion vereint Gas-Infrarot mit Saunasteinen, sodass die Wärme bis in den Kern wirkt. Vielleicht deshalb war der gesamte Saunaraum von Hitze und Feuchtigkeit erfüllt.
Die automatische löyly war so heiß, dass ich unwillkürlich eine Stufe tiefer ging. Zur gleichen Zeit stieg auch ein Mann, der neben mir saß, herunter. Unsere Blicke trafen sich. Ganz schön heiß, oder… sagte ich und musste lachen. Er lachte ebenfalls. Solche kleinen Begegnungen sind ein besonderer Reiz der Sauna.
Während ich die Hitze aufnahm, erwärmte sich mein Körper langsam. Ein großartiger Abschluss eines wunderbaren Tages. Ich wollte alles geben.
Endlich war die Zeit für das lang erwartete Kaltwasserbecken gekommen. Ich wusch den Schweiß ab und tauchte langsam ein.
Gefühlte Temperatur: 14°C. Kalt. Doch in der Kälte mischte sich etwas anderes. Neben der Weichheit des Grundwassers gab es eine fast sirupartige Beschaffenheit des Thermalwassers auf der Haut. Das Fujiyama-Wasser vom Hotel Mount Fuji gestern Abend und das Fujiyama Onsen heute Vormittag hatten eine scharfe, erfrischende Klarheit. Hier war es anders. Sanft, und vielleicht klingt das seltsam, aber es hatte eine Textur, die das Gefühl von Wärme vermittelte, obwohl es ein Kaltwasserbecken war. So angenehm, dass man fast vergisst, dass man in einem Kaltwasserbecken sitzt.
Ich begab mich in den Außenbereich, ließ mich auf einem Liegestuhl zurücksinken und blickte in den Nachthimmel. Der Abendwind von Yamanashi strich sanft über den Körper, der im Kaltwasser abgekühlt worden war. Es war ein leichtes Kitzeln auf der Haut. Dass so eine Erfahrung am Ende eines Tages auf mich wartete, hätte ich nicht erwartet.
Zweite Runde. Noch vom Außenaufenthalt benommen, entspannte ich mich zuerst im natürlichen Außen-Thermalbecken. Das Quellwasser strömte mit kräftigem Zulauf in das Felsenbecken. Nach dem erstklassigen Kaltwasserbecken und der Außenabkühlung im Freien im Thermalwasser zu versinken, ist eine Standard-Routine in Anlagen mit hervorragenden Quellen.
Dabei fiel mir auf, wie durchdacht dieses Felsenbecken konstruiert ist. Die Rückenlehne ist abgeschrägt, so dass man in einer entspannten Haltung sitzen kann. In vielen Anlagen ist die Lehne rechtwinklig, was beim teilweisen Schweben des Körpers zu Nackenbelastung führen kann und nicht lange angenehm bleibt. Außerdem gibt es an mehreren Stellen Ablagen für den Kopf, sodass man sogar liegend baden kann. Es scheint, als wäre der Bewegungsablauf der Badenden bei der Gestaltung berücksichtigt worden. Solche Details sind kleine Aufmerksamkeiten, die die Qualität des Erlebnisses stark beeinflussen.
Nachdem ich mich langsam wieder aufgewärmt hatte, ging ich erneut in die Sauna. Wieder umhüllte mich die Hitze des isness-Ofens und ich sprang ins Kaltwasser. Auch beim zweiten Mal ließ mich die Wirkung nicht los. Diese besondere Milde, die aus der Verbindung von Grundwasser und Thermalquelle entsteht, umhüllte mich erneut. Als ich mich auf den Außenstuhl fallen ließ, war ich so benommen, dass ich eine Weile reglos blieb.
Dritte Runde. Ich entschied mich, an einer aufguss-Veranstaltung teilzunehmen. Ein Mitarbeiter trat in die Sauna. Es war ein ruhiger aufguss. Nachdem er aromatisiertes Wasser auf die Saunasteine gegossen hatte, fächerte er still und konzentriert für die Gäste. Keine große Show, einfach sachlich. Er gab jedem dreimal Hitzewellen. In einer Kabine, in der selbst die automatische löyly schon heiß war, wurde es beim aufguss noch intensiver. Diese Hitze war ein würdiger Abschluss des Tages.
Ich verließ die Kabine während der Veranstaltung. Meistens verlasse ich aufguss-Runden vorzeitig, denn wenn man bis zum Ende bleibt, ist das Kaltwasserbecken danach völlig überfüllt. Für ein gutes Erlebnis muss man sich manchmal anders bewegen als die Masse. Wenn ich vorher rausgehe, kann ich das Kaltwasserbecken in vollen Zügen genießen. Ich fühle mich zwar ein wenig schuldig gegenüber dem Personal, aber beim Verlassen sage ich immer Danke. Dann habe ich kein schlechtes Gewissen.
Mit einem letzten Tauchgang im erstklassigen Kaltwasserbecken beendete ich die Saunazeit dieses Tages.

Köstliches Yurinchi, frittierte Hähnchenfilets mit Frühlingszwiebelsoße

Köstliches Ingwer-Schweinefleisch

Atemberaubende Aussicht vom Aussichtsdeck des Bahnhofs Fujisan (Fujisan Station)

Bahnhof Fujisan (Fujisan Station) und Mount Fuji (Fujisan) im Zusammenspiel
Im Restaurant der Anlage aß ich zu Abend. Ich überlegte, was ich bestellen sollte, und entschied mich für frittiertes Hühnchen mit süß-würziger Sauce. Kaum hatte ich hinein gebissen, öffneten sich meine Augen vor Überraschung. Köstlich. Wirklich köstlich. Das knusprig frittierte Hähnchen war von einer süß-scharfen Sauce überzogen und durchdrang meinen vom Saunagang erschöpften Körper. Ein perfekter Abschluss eines großartigen Tages. Ich hatte nichts mehr zu erledigen. Jetzt nur noch tief schlafen und mich für die nächste Etappe der Reise erholen.
Ich verließ die Anlage, fuhr vom Bahnhof Tsuru-shi nach Otsuki und checkte in ein Businesshotel ein. Mein Aufenthalt in Yamanashi endete an diesem Tag. Diese Reise, die bei Sauna Shikiji begonnen hatte, lief so ab: Im Hotel Mount Fuji wurde mir der Fuji verwehrt, in Fujiyama Onsen traf ich auf großartige Architektur und vanadiumhaltiges Wasser, am Kawaguchiko-See erlebte ich die erhoffte Panorama-Aussicht, und bei Yamanashi Onsen mit Übernachtung Yorimichi no Yu (Yamanashi Tomareru Onsen Yorimichi no Yu) wurde ich von einem Kaltwasserbecken umhüllt, in dem natürliches Grundwasser und Thermalquelle zusammentreffen. Das Wasser in Yamanashi war überall erstklassig.
Morgen geht es weiter nach Nagano. Ich reise bis Chino-shi in der Präfektur Nagano und von dort zum Shirakabako am Mount Tateshina. Es gibt eine Anlage, bei der man die Sauna mit Blick über den Shirakaba-See genießen kann. Sie heißt Shirakaba Resort Ikenotaira Hotel Koten no Yu.
Die Einrichtung in dieser Geschichte
Übernachtungs-Onsen Yamanashi Yorimichi no Yu
Natürliche heiße Quelle(Fließend)
Sauna vorhanden
Kaltwasserbad vorhanden
📍1-13-31 Tsuru, Tsuru-shi, Yamanashi-ken
Öffnungszeiten🕐:10:00〜23:00

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