Thermalbad Koten no Yu im Shirakaba Resort Ikenotaira Hotel
Vol.6
Nagano
Mär 19–22, 2026 Sauna-Reise durch Shizuoka, Yamanashi und Nagano

Thermalbad Koten no Yu im Shirakaba Resort Ikenotaira Hotel Erfahrungsgeschichte

6 Runden mit Blick auf den Birkensee (Shirakaba)

📅21. März 202611:00
Die Schönheit der unberührten Natur lässt sich nicht künstlich herstellen. Man kann weder ein Meer noch ein Gebirge an einen Ort versetzen. Die seit alters her dort existierende, großartige Natur ist an sich etwas Besonderes. Für mich bedeutet in einer Sauna zu sitzen und dabei diese Aussicht zu genießen, ein unmittelbares Geschenk der Erde zu empfinden. Tag 3 der Saunareise. Heute geht es nach Nagano. In Shizuoka und Yamanashi war ich gesegnet mit dem natürlichen Wasser des Fujisan. Das heilige Wasser von Sauna Shikiji, das Vanadiumwasser von Hotel Mount Fuji und Fujiyama Onsen, das gemischte Thermalwasser von Yorimichi no Yu — überall war das Wasser erstklassig. In Nagano erwarteten mich die Gaben der Nordalpen und des Berges Tateshina. Am Morgen wachte ich in einem Business-Hotel nahe Ōtsuki Station auf, und der Himmel war klar. Beim Spaziergang sah ich am Hang etwas, das wie ein Schrein aussah. Ich ging ein Stück den Hang hinauf, was nach dem Aufwachen ganz schön anstrengend war. Doch als ich mich umdrehte, stockte mir der Atem. Der Fujisan zeigte sich in voller Pracht. Jenes Bergmassiv, das im Hotel Mount Fuji vorgestern nicht einmal erahnbar gewesen war, stand plötzlich vor mir. Ein gutes Omen für den Tag. Von Ōtsuki stieg ich in den Azusa Nr. 3 und fuhr nach Chino City in der Präfektur Nagano. Aus dem Zugfenster zogen Fujisan und die Landschaft der Süd-Alpen vorbei — auch die Fahrt selbst war eine reichhaltige Zeit. In Chino stieg ich in den Bus Richtung Shirakaba-See um. Nach ungefähr 30 Minuten Annäherung sprang die Landschaft des Sees ins Auge. Unter strahlend blauem Himmel glitzerte die Wasseroberfläche. Auf den Bergkämmen lag noch Schnee. Nun würde ich in dieser Szenerie Saunagänge genießen. Bei Higashi-Shirakaba ausgestiegen, betrat ich das Gelände des Birkenresort Ikenotaira Hotel Koten no Yu (Shirakaba Resort Ikenotaira Hotel Koten no Yu). Die ehrwürdige Außenfassade empfing mich, drinnen war viel los mit Gästen. Die Tagesbadezeiten beginnen um 11:30. Ich ging pünktlich zur Öffnung hinein, so konnte ich der großen Besucherzahl zuvorzukommen — meine persönliche Regel. Am Ticketautomaten erwarb ich mein Ticket und betrat dann die Anlage, wo sich die „After-Bath Lounge“ erstreckte. Eine Bar mit Quellwasser vom Berg Tateshina zum Trinken, Liegestühle, eine Leseecke, Massage-Sessel. Draußen am Hang fuhren Leute im Skigebiet. Nachdem ich mir alles angesehen hatte, begab ich mich zum Herrenbad „Ki no Yu“. Die Garderobe war sehr sauber. Es gab eine Toilette und eine Dusche extra für Eltern mit Kindern, ausgelegt für Familien mit kleinen Kindern. Im Badraum breitete sich ein großzügiger Raum aus, reichlich mit Kiso-Hinoki-Holz gearbeitet. Das Innenbecken war außergewöhnlich groß — so ein großes Becken sieht man selten. Interessant war eine Tür im Becken, die direkt ins Außenbecken führte. Man kann also im Wasser liegend nach draußen gelangen. Sowohl Innen- als auch Außenbecken nutzen das natürliche Thermalwasser des Tarugasawa Onsen, so dass man mit Blick auf den Shirakaba-See baden kann. Ein nahezu verzaubernder Anblick. 1. Runde. Ich erwärmte den Körper im Onsen mit Blick auf den Birkensee und ging anschließend in die Sauna. Die Saunakabine war komplett in Holz gehalten und groß genug für etwa acht Personen. Es gab keinen Fernseher. Nur eine Liegefläche war vorhanden, die ich in der praktisch leeren Kabine natürlich nutzte. In der liegenden Position saunieren ist wirklich angenehm — ich versuche es so oft wie möglich. An den Wänden der Sauna fiel mir die Anbringung von Birkenholz auf. Als ich meine Nase daran hielt, entfaltete sich der typische, süßlich-holzige Duft der Birke und beruhigte die Sinne. Während ich auf der Liege entspannte, begann ein automatisches löyly. Quellwasser vom Berg Tateshina wurde auf die Saunasteine gegossen und feiner, hochwertiger Dampf stieg auf. Die gefühlte Temperatur stieg sofort an. Ab ins Kaltwasserbecken. Es handelt sich um durchlaufendes Tateshina-Quellwasser. Die Wassertemperatur betrug 13°C. Sobald ich eintauchte, durchfuhr mich eine scharfe Kühle. Anders als das weiche Fujisan-Wasser in Yamanashi war dieses Wasser viel klarer und knackiger auf der Haut. So ist also das Wasser vom Berg Tateshina — wenn sich das Land ändert, ändert sich auch das Wasser. Danach zog ich mich in den Außenentspannungsbereich zurück und atmete die frische Luft des Shirakaba-Sees tief ein. Sich im natürlichen Thermalwasser zu wärmen, den Birkenduft in der Sauna zu genießen und das Ganze mit dem Tateshina-Quellwasser abzukürzen — das ist wohl eine Art Seelenreinigung. Doch das war noch nicht alles im Birkenresort Ikenotaira Hotel Koten no Yu. Es gab noch den gemischten Sauna-Bereich Ku. Eine Panorama-Sauna mit Blick auf den Shirakaba-See, ein trinkbares Kaltwasserbecken mit Tateshina-Quellwasser, Außenentspannungsplätze zum Blick auf den See und ein Infinity-Freiluftbad — das Hauptgericht dieses Tages begann erst. Ich zog in der Herrenabteilung Badebekleidung an und ging in den gemischten Bereich. Oben angekommen, fiel mein Blick sofort auf das Kaltwasserbecken mit Tateshina-Quellwasser, das wie ein Wasserfall von oben herabgoss. Die Wassertemperatur lag bei 12°C. Ich nahm mir vor, später ausgiebig zu baden. Ich ging den Gang entlang und öffnete die Tür zur Sauna. Mir stockte der Atem. Durch das Glas breitete sich die atemberaubende Aussicht auf den Shirakaba-See. Die Bänke waren in geschwungenen Linien gestaltet, die an Bergwellen erinnern, sodass man von jedem Sitz aus den See frontal vor sich hat. Es fühlte sich an, als säße man im See selbst und saunierte. Drei Saunaöfen waren installiert, die Temperatur betrug 90°C. Selbst-löyly war möglich, an diesem Tag stand Wasser mit Zitronenaroma bereit. Es war kaum zu fassen, dass ich hier saunieren und diese Aussicht genießen konnte. Zum Glück war auch dieser Bereich leer. Sowohl die Sauna als auch das Kaltwasserbecken gehörten mir allein — Zurückhaltung war unnötig. Ich konnte nicht anders, als laut auszurufen „Das ist einfach perfekt!“ Bei dieser Aussicht blieb man nicht still. Mit Selbst-löyly versprühte ich den Zitronenduft und ließ mich vom Dampf durchwärmen, mit Blick über den Shirakaba-See. Eine solche Verschwendung an Luxus. Als ich an die Grenze kam, sprang ich ins Kaltwasserbecken. Ich streckte die Hand unter den herabstürzenden Wasserfall aus und trank. Kalt und zugleich süßlich. Das 12°C kalte Quellwasser kühlte meinen ganzen Körper. „Ah, das fühlt sich so gut an!“ Wieder entfuhr mir ein Laut. Das hörte nicht mehr auf. Im Außenentspannungsbereich standen Liegen neben dem Infinity-Freiluftbad mit Blick über den See. Kaum ließ ich mich nieder, fühlte ich mich wie in einer anderen Welt. Die Wasseroberfläche des Shirakaba-Sees funkelte, die Bergkämme lösten sich in den Himmel auf. Ich war völlig benommen und konnte mich lange nicht bewegen. Erst als eine innere Stimme sagte „Okay, weiter zur nächsten Runde“, stand ich wieder auf. 3., 4., 5. Runde. Mit jedem Saunagang wurde ich mehr von der Aussicht verschlungen. Ich dachte, nach dieser Runde sei Schluss. Doch jedes Mal gewann das Verlangen, die Szenerie noch einmal zu sehen. Letztlich absolvierte ich an diesem Tag 6 Runden. Die Aussicht war zu überwältigend und Sauna wie Kaltwasserbecken zu wohltuend, um aufzuhören.
Nach der Sauna Energie tanken mit Curry-Reis
Nach der Sauna Energie tanken mit Curry-Reis
Kaffee nach dem Essen
Kaffee nach dem Essen
Im Hotelrestaurant aß ich zu Abend. Auch dort hat man Blick auf den Shirakaba-See. Ich bestellte Curry-Reis und tankte damit die in der Sauna verbrauchte Energie wieder auf. Das Restaurant war voller Familien, alle wirkten fröhlich und zufrieden. Auch ich als Alleinreisender fühlte mich sehr glücklich. Orte, an denen alle glücklich werden können, sind wirklich wertvoll. Wieder nahm ich den Linienbus zurück nach Chino Station und fuhr von dort mit der JR weiter nach Murai Station. Nur wenige Gehminuten von Murai Station entfernt lag das heutige Sauna- und Übernachtungsziel. Eine der führenden Badeeinrichtungen in der Präfektur Nagano: das Shinshu Health Land.
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