「Hotel Mount Fuji」 Erfahrungsgeschichte Die Geschichte, wie ich voller Erwartung aufwachte und in Verzweiflung verfiel 【Mär 19–22, 2026 Shizuoka, Yamanashi & Nagano – Onsen- und Saunareise】
Yamanashi
20. März 2026 | Vol.3
「Hotel Mount Fuji」 Erfahrungsgeschichte
Die Geschichte, wie ich voller Erwartung aufwachte und in Verzweiflung verfiel
Yamanashi
20. März 2026 | Vol.3
「Hotel Mount Fuji」 Erfahrungsgeschichte
Die Geschichte, wie ich voller Erwartung aufwachte und in Verzweiflung verfiel
Reisetagebuch
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Um 7 Uhr morgens erwachte ich und öffnete voller Hoffnung die Vorhänge – doch was sich dahinter erstreckte, war eine schlicht trostlose Aussicht. Vom Fuji keine Spur, ja nicht einmal der Yamanakako war zu sehen. Wenige Meter entfernt begann eine vollkommen weiße Welt.
Dabei hatte ich am Abend zuvor so inständig gebetet, bevor ich einschlief. In meinem Traum ragte der Fuji im Morgenlicht hinter dem Fenster empor. Als ich aufwachte, war ich überzeugt, dass sich dieser Traum nahtlos in die Wirklichkeit fortsetzen würde.
So hatte ich mir diesen Morgen vorgestellt: Vorhänge auf. Vor mir breitet sich das atemberaubende Panorama von Yamanakako und Fuji aus. Sekunden nach dem Aufwachen rollen mir Tränen über die Wangen – überwältigt von diesem Anblick. Ich eile direkt zum Außenbad, tauche in die Thermalquelle und genieße dabei den Blick auf den Fuji. Dann der Sauna mit Self-löyly – langsam den Körper aufwecken, den Fuji vor Augen. Und schließlich ein Sprung in das Kaltwasserbecken mit dem Quellwasser vom Fuji – ein umwerfendes Frischegefühl schon am frühen Morgen.
So hätte dieser Morgen aussehen sollen.
Da war nichts zu machen. Absolut nichts.
Ich griff wieder zum Handy und suchte nach Informationen. Morgens sei der Fuji oft von Nebel umhüllt, und nach ein paar Stunden könne er wieder sichtbar werden. Es gab also noch Hoffnung. Doch meine Frist war 10 Uhr vormittags. Falls sich der Himmel bis zum Checkout nicht aufklarte, war es vorbei. Allerdings war das hier kein leichter Dunst – sondern dichter Nebel, in dem man keine zehn Meter weit sehen konnte. Würde der sich in wenigen Stunden auflösen? Darüber nachzugrübeln brachte nichts. Ich beschloss, erst einmal zu frühstücken und dann abzuwarten.
Im Restaurantbereich des Hotels gab es ein Buffet. Es wurden Gerichte mit Zutaten aus der Region rund um den Fuji angeboten – ein wirklich köstliches Frühstück. Eigentlich hätte man von diesem Restaurant aus beim Essen den Fuji bestaunen können. Doch draußen war alles weiß. Das Essen allein war grandios, die Aussicht schlicht inexistent. Ein seltsames Frühstück – gleichzeitig vollkommen zufrieden und tief enttäuscht.
Nach dem Frühstück kehrte ich ins Zimmer zurück und starrte aus dem Fenster. Keine Veränderung. Auch nach einer Stunde: nichts. Ob sich der Nebel wenigstens ein bisschen gelichtet hatte, ob man die Konturen des Fuji auch nur erahnen konnte – ich drückte mein Gesicht immer wieder an die Scheibe. Ich starrte gefühlt zwei Stunden lang ins Nichts, doch der Himmel zeigte keinerlei Anstalten, sich aufzuhellen. Die Deadline rückte unerbittlich näher.
Die Aussicht war nicht zu retten – aber zumindest wollte ich vor der Abreise noch einmal die Sauna und das Kaltwasserbecken in vollen Zügen genießen.
Ich begab mich in das Bad Mantensei-no-Yu. In der Sauna mit löyly weckte ich gemächlich meinen Körper auf. Die Sauna war am Morgen angenehm ruhig. Der iki-Ofen verbreitete wie am Vorabend seine sanfte Wärme. Nachdem ich gründlich durchgeschwitzt war, ließ ich mich in das Kaltwasserbecken mit Fuji-Quellwasser gleiten. Ein umwerfendes Frischegefühl durchströmte meinen ganzen Körper. Ich trank direkt aus dem Hahn das natürliche Quellwasser – es war wie ein Balsam für die trockene Kehle am frühen Morgen. Eine Runde Morgensauna hatte vollständig ausgereicht. Den Fuji hatte ich zwar nicht zu Gesicht bekommen, aber Sauna und Kaltwasserbecken hatten mich mehr als entschädigt – das musste ich mir eingestehen.
Völlig entspannt kehrte ich ins Zimmer zurück. Draußen: nach wie vor dichter Nebel.
Na ja. Dieses Mal war es wohl einfach nicht bestimmt.
Ich weiß, dass Loslassen wichtig ist. Aber es schmerzt doch erheblich, die Traumkulisse von Yamanakako und Fuji kein einziges Mal – nicht einen Millimeter – gesehen zu haben. Weder am Abend zuvor noch an diesem Morgen zeigte sich der Berg auch nur für einen Augenblick. Ich beschloss, das als göttliche Botschaft zu verstehen: „Komm wieder."
Yamanashi
20. März 2026 | Vol.3
「Hotel Mount Fuji」 Erfahrungsgeschichte
Die Geschichte, wie ich voller Erwartung aufwachte und in Verzweiflung verfiel
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20. März 2026 | Vol.3
「Hotel Mount Fuji」 Erfahrungsgeschichte
Die Geschichte, wie ich voller Erwartung aufwachte und in Verzweiflung verfiel
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Um 7 Uhr morgens erwachte ich und öffnete voller Hoffnung die Vorhänge – doch was sich dahinter erstreckte, war eine schlicht trostlose Aussicht. Vom Fuji keine Spur, ja nicht einmal der Yamanakako war zu sehen. Wenige Meter entfernt begann eine vollkommen weiße Welt.
Dabei hatte ich am Abend zuvor so inständig gebetet, bevor ich einschlief. In meinem Traum ragte der Fuji im Morgenlicht hinter dem Fenster empor. Als ich aufwachte, war ich überzeugt, dass sich dieser Traum nahtlos in die Wirklichkeit fortsetzen würde.
So hatte ich mir diesen Morgen vorgestellt: Vorhänge auf. Vor mir breitet sich das atemberaubende Panorama von Yamanakako und Fuji aus. Sekunden nach dem Aufwachen rollen mir Tränen über die Wangen – überwältigt von diesem Anblick. Ich eile direkt zum Außenbad, tauche in die Thermalquelle und genieße dabei den Blick auf den Fuji. Dann der Sauna mit Self-löyly – langsam den Körper aufwecken, den Fuji vor Augen. Und schließlich ein Sprung in das Kaltwasserbecken mit dem Quellwasser vom Fuji – ein umwerfendes Frischegefühl schon am frühen Morgen.
So hätte dieser Morgen aussehen sollen.
Da war nichts zu machen. Absolut nichts.
Ich griff wieder zum Handy und suchte nach Informationen. Morgens sei der Fuji oft von Nebel umhüllt, und nach ein paar Stunden könne er wieder sichtbar werden. Es gab also noch Hoffnung. Doch meine Frist war 10 Uhr vormittags. Falls sich der Himmel bis zum Checkout nicht aufklarte, war es vorbei. Allerdings war das hier kein leichter Dunst – sondern dichter Nebel, in dem man keine zehn Meter weit sehen konnte. Würde der sich in wenigen Stunden auflösen? Darüber nachzugrübeln brachte nichts. Ich beschloss, erst einmal zu frühstücken und dann abzuwarten.
Im Restaurantbereich des Hotels gab es ein Buffet. Es wurden Gerichte mit Zutaten aus der Region rund um den Fuji angeboten – ein wirklich köstliches Frühstück. Eigentlich hätte man von diesem Restaurant aus beim Essen den Fuji bestaunen können. Doch draußen war alles weiß. Das Essen allein war grandios, die Aussicht schlicht inexistent. Ein seltsames Frühstück – gleichzeitig vollkommen zufrieden und tief enttäuscht.
Nach dem Frühstück kehrte ich ins Zimmer zurück und starrte aus dem Fenster. Keine Veränderung. Auch nach einer Stunde: nichts. Ob sich der Nebel wenigstens ein bisschen gelichtet hatte, ob man die Konturen des Fuji auch nur erahnen konnte – ich drückte mein Gesicht immer wieder an die Scheibe. Ich starrte gefühlt zwei Stunden lang ins Nichts, doch der Himmel zeigte keinerlei Anstalten, sich aufzuhellen. Die Deadline rückte unerbittlich näher.
Die Aussicht war nicht zu retten – aber zumindest wollte ich vor der Abreise noch einmal die Sauna und das Kaltwasserbecken in vollen Zügen genießen.
Ich begab mich in das Bad Mantensei-no-Yu. In der Sauna mit löyly weckte ich gemächlich meinen Körper auf. Die Sauna war am Morgen angenehm ruhig. Der iki-Ofen verbreitete wie am Vorabend seine sanfte Wärme. Nachdem ich gründlich durchgeschwitzt war, ließ ich mich in das Kaltwasserbecken mit Fuji-Quellwasser gleiten. Ein umwerfendes Frischegefühl durchströmte meinen ganzen Körper. Ich trank direkt aus dem Hahn das natürliche Quellwasser – es war wie ein Balsam für die trockene Kehle am frühen Morgen. Eine Runde Morgensauna hatte vollständig ausgereicht. Den Fuji hatte ich zwar nicht zu Gesicht bekommen, aber Sauna und Kaltwasserbecken hatten mich mehr als entschädigt – das musste ich mir eingestehen.
Völlig entspannt kehrte ich ins Zimmer zurück. Draußen: nach wie vor dichter Nebel.
Na ja. Dieses Mal war es wohl einfach nicht bestimmt.
Ich weiß, dass Loslassen wichtig ist. Aber es schmerzt doch erheblich, die Traumkulisse von Yamanakako und Fuji kein einziges Mal – nicht einen Millimeter – gesehen zu haben. Weder am Abend zuvor noch an diesem Morgen zeigte sich der Berg auch nur für einen Augenblick. Ich beschloss, das als göttliche Botschaft zu verstehen: „Komm wieder."
Der trostlose Anblick, der sich beim Öffnen der Vorhänge am Morgen bot