Spadium Japon
Vol.4
Tokio
Feb 20–23, 2026 Sauna-Reise: Tokyo, Saitama und Kanagawa

Spadium Japon Erfahrungsgeschichte

Wie gut sind die natürlichen Thermalquellen mit berühmtem Wasser...

📅22. Februar 202610:00
Nach einer morgendlichen Sauna in BadenGarden in Tokorozawa genoss ich noch einen Kaffee in einem nahegelegenen Café und fuhr dann weiter bis zur Higashikurume Station. Mein nächstes Ziel war das zu den größten Spa-Anlagen Japans gehörende Spadium Japon. Ich stieg am Higashikurume Station in ein Taxi. Nach einer Weile Fahrt erschien das Zielgebäude am Horizont: ein dreigeschossiger, stadionartiger Bau, so groß wie ein Baseballstadion. Der Name Spadium deutet bereits darauf hin, dass man in einer stadionähnlichen, großzügigen Halle Thermalquellen genießen und Entspannung für viele Menschen zum Thema machen möchte. Vor Ort war ich von der Dimension wirklich beeindruckt. Wenn das alles eine Spa-Anlage ist, fragte ich mich aufgeregt, welche Szenerien sich dort wohl bieten würden. Doch in dem Moment, als ich ankam, traute ich meinen Augen kaum. Der Eingang von Spadium Japon befindet sich im 3. Stock, und von dort zog sich eine Schlange bis hinunter in den 1. Stock. So lange Schlangen sieht man vermutlich nicht einmal bei berühmten Restaurants. Da ich es hasse, in der Schlange zu stehen, dachte ich kurz, ich würde den Besuch abbrechen, doch dann fiel mir ein, dass ich ja Zeit im Überfluss habe. Es machte mir nichts aus, auch eine Stunde anzustehen. Also stellte ich mich hinten an und wartete geduldig auf den Einlass. Nach etwa 1 Stunde wurde ich schließlich eingelassen. Drinnen war die Weite überwältigend. In dem offenen Raum reihten sich zahlreiche gastronomische Angebote, und viele Gäste aßen, entspannten in Sesseln oder vertrieben sich auf eigene Weise die Zeit. Alle schienen sichtlich glücklich und entspannt. Sie suchten offenbar Erholung, selbst wenn sie dafür anstehen mussten. In dieser Hinsicht erscheint mir das Potenzial der japanischen Onsen- und Saunakultur schier grenzenlos. Wenn Menschen erschöpft sind, suchen sie Quellen und Saunen. Endlich ging ich baden. Spadium Japon wirbt mit dem Slogan „natürliche Thermalquelle mit berühmtem Wasser“, und die hervorzuhebenden Punkte sind die natürliche Thermalquelle selbst, die Kaltwasserbecken und die Sauna. Besonders beim Wasser soll dieselbe Quelle verwendet werden wie das Quellwasser von Higashikurume, das als einziges in der Präfektur Tokio in die Heisei-Auswahl der 100 berühmten Wasserquellen aufgenommen wurde. Man darf also gespannt sein, wie erfrischend die Kaltwasserbecken sind. Zuerst reinigte ich mich und tauchte langsam in die Thermalquelle ein. Möglicherweise war Kohlensäure enthalten, denn binnen weniger Minuten fühlte sich mein Körper angenehm warm an, als hätten sich kleine Bläschen auf der Haut gebildet. Nach dem Warmup begab ich mich in den Saunaraum. Die Sauna ist groß genug für etwa 30 Personen und in 5 Stufen angelegt. Auf der obersten Stufe spürte ich eine kräftige Hitze. Außerdem war die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, und der Raum war von einem Kiefernaroma erfüllt. Der Duft war so angenehm, dass ich ihn am liebsten immer wieder inhaliert hätte. Raumgröße, Hitze, Duft und hohe Luftfeuchte – all das war perfekt und erfüllte die Bedingungen für eine ausgezeichnete Sauna. Hervorragend ist auch der automatische Aufguss im 10-Minuten-Intervall. Dieser sorgt einerseits ständig für hohe Luftfeuchte und bringt zugleich immer wieder das Kiefernaroma zur Geltung, was zusammen exzellent ist. Nach der Sauna ging es in die Kaltwasserbecken. Welches Erfrischungsgefühl würde das als „berühmtes Wasser“ bezeichnete Wasser bieten? Es gab zwei Becken mit 12℃ und 16℃, ich begann mit dem 16℃-Becken. Wie zu erwarten, bot das Wasser die typische Frischegefühl eines hochwertigen Kaltwasserbeckens. Ich habe bereits an vielen Orten in Japan exzellente Kaltwasserbecken erlebt, und Spadium Japon reiht sich in diese Reihe ein. Ein erstklassiges Kaltwasserbecken unterscheidet sich deutlich von einem mit normalem Leitungswasser: es fühlt sich an, als würde man in Minzwasser eintauchen, die Haut wird kühl und prickelnd, und das angenehme Gefühl hält auch nach dem Verlassen des Beckens noch eine Weile an. Der menschliche Körper reagiert offenbar ganz instinktiv auf qualitativ gutes Wasser. Anschließend folgte die Außenruhe: Die Freiluftbäder bei Spadium Japon vermitteln eine hervorragende Atmosphäre, und an diesem sehr sonnigen Tag drohte ich mehrmals, beim Sitzen auf einem Ruhe-Liegestuhl beim Sonnenbad einzuschlafen. Danach wiederholte ich gedankenlos Sauna und Kaltwasserbecken, und ehe ich mich versah, waren 5 Durchgänge vorbei. Die Qualität von Thermalquelle, Sauna, Kaltwasserbecken und Freiluftbad war durchweg hoch, sodass ich gut nachvollziehen konnte, weshalb Menschen extra dafür Schlange stehen würden.
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Nach einer wohltuenden Saunarunde hätte ich gerne etwas Leckeres gegessen, doch die Restaurants waren so überlaufen, dass es mir einsam vorkam, allein dort zu essen. Wenn Familien, Paare und Freundesgruppen ausgelassen zusammensitzen, braucht man schon Mut, alleine am Tisch zu sitzen. Natürlich kümmert es niemanden, aber trotzdem merkt man es. Ein Restaurant mit einer einladenden Thekenbestuhlung für Alleinreisende wäre hier ideal. Da das Restaurantgefühl für mich völlig ‚away‘ war, entschied ich mich, anderswo zu essen. Mit dem Shuttlebus fuhr ich zur Shiki Station und aß in einem nahegelegenen Ramen-Laden. Die Sauna-Reise ging in die zweite Hälfte, und nun stand die letzte Nacht an. Ich würde in Asaka in der Präfektur Saitama übernachten und ein weiteres Haus besuchen. Nach meinen Recherchen dürfte es sich dabei vermutlich um die beste Sauna-Anlage in ganz Saitama handeln. Der Name der Anlage lautet Asaka Sauna Nagomi.
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Ausgewählt von einem Experten, der täglich Onsen- und Saunaeinrichtungen besucht und über 300 Orte erkundet hat — nur wirklich Außergewöhnliches wird vorgestellt.

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